Keine Angst vor schwullesbischer Comedy!
Erste Gay Comedy Night in Mannheim, 27. Januar, mit: Vanessa Maurischat, Marion La Marché, Connie Webs
Vanessa Maurischat und Holger Edmaier sind bei der Gay Comedy Night in Mannheim am 27. Januar zu sehenl-mag.de 25.1. – Interessante neue Wege gehen in Mannheim die Partyveranstalterinnen von „SugarBees“ zusammen mit dem CSD-Verein: Hier findet am 27. Januar um 20 Uhr im Capitol die erste „Gay Comedy Night“ statt. Mit dabei ist Capitol-Dauergast Marion La Marché, die dort seit 2006 zwei Mal jährlich ihr mit Jürgen Flügge geschriebenes Rocktheater-Stück „Janis - Piece of my heart“ aufführt, eine Hommage an Janis Joplin. Zweite Solo-Künstlerin ist die Schauspielerin Connie Webs, lange Zeit Teil des Duos „Queens of Spleens“, und aktuell mit ihrem Solo-Programm „Ein Schutzengel packt aus“ unterwegs, in dem sie von Erlebnissen als Security-Frau erzählt.
Männliche Unterstützung gibt es vom Stimmenimitator Gerald Kollek, außerdem tritt das Kölner Duo Holger Edmaier und Vanessa Maurischat auf, die zusammen und auch solo schon einen Namen in der Szene haben. Durch das Programm führt Sängerin und Entertainerin Sibylle Laux, die ansonsten in diversen Band-Projekten aktiv ist, zuletzt vor allem mit Jutta Keller (ehemals „Kick la Luna“ Frankfurt) als „jUSi“ mit deutschen Texten zu spanischer Gitarren-Musik.
Die Veranstaltung soll natürlich Spaß machen – aber auch die Kasse klingeln lassen. Mit der „Comedy Night“ will der CSD-Verein die alljährliche Gala des CSD Rhein-Neckar vorfinanzieren. Die Idee zu der Veranstaltung kam von Langlotz, die auch im CSD-Verein engagiert ist. Zum einen hegt sie seit langem ein großes Interesse für Kabarett und Comedy, zum anderen „kam Comedy in den letzten drei Jahren bei der Gala immer sehr gut an, und wir dachten: Warum nicht mal einen ganzen Abend?“ erzählt sie. Außerdem könnte sich damit, wenn es gut läuft, eine Lücke schließen, denn außerhalb von Köln oder Berlin sei schwullesbische Comedy eben noch nicht so verbreitet. Viele Künstler_innen hätten Bedenken, ein szenespezifisches Programm zu machen, weil sie dann vielleicht nicht mehr mit ihrem Hauptprogramm engagiert würden, so Langlotz. „Und am gängigsten sind meistens Transen- und Travestie-Nummern, da kann ich als Lesbe nicht drüber lachen.“ Der Bedarf sei aber da: Durch die Verpflichtung von Künstlerinnen mit lesbischen Themen wurde der Frauenanteil bei der CSD-Gala in den letzten drei Jahren auf 40 % gesteigert.
Kerstin Fritzsche
27.1., Gay Comedy Night, Capitol, Mannheim, Gay Comedy Night




