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Tanzend gegen Gewalt an Frauen protestieren

Am Valentinstag wird wieder weltweit gegen Gewalt an Frauen und Mädchen protestiert - mit einem Tanz. Auch in über 130 deutschen Städten gibt es am 14. Februar Aktionen der Bewegung „One Billion Rising“.

One Billion Rising 2015 im niederländischen Tilburg - Foto: Facebook

Von Claudia Lindner

l-mag.de, 13.2.2016 – Während der Valentinstag ansonsten je nach Sichtweise eher für Romantik oder deren profitable Vermarktung steht, will die Bewegung „One Billion Rising“ an diesem Tag Frauen - und Männer – auf die Straße bringen, um gemeinsam tanzend gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Jede dritte Frau erlebt sexualisierte oder andere Gewalt in ihrem Leben – das sind weltweit eine Milliarde (im Englischen: Billion), und so viele will „One Billion Rising“ als Akt weltweiter Solidarität von und mit Frauen auch in diesem Jahr wieder mobilisieren.

Die tägliche Gewalt ins öffentliche Bewusstsein rücken

Das Ziel der Aktion ist, in einer globalen Demonstration sichtbar gegen diese Gewalt aufzubegehren und mit einer Einladung zum Tanz Wut und Stärke auszudrücken. Frauen gehen auf die Straße, um die tagtägliche Gewalt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und zu zeigen, dass sie diese nicht länger hinnehmen.

„One Billion Rising“ wurde, völlig unabhängig von jeglichen Institutionen, 2012 in den USA gestartet und hat sich seitdem in über 300 Ländern verbreitet - von Argentinien bis Zimbabwe. Dabei ist „One Billion Rising“ völlig dezentral und selbst organisiert: jede Frau kann eine Aktion in ihrer Stadt starten.

Tanz, Lichterketten und Flashmobs in über 130 deutschen Städten 

Auch in Deutschland sind 2016 wieder Aktionen geplant, diesmal in über 130 Städten. Es gibt einen eigens für die Aktion entwickelten Tanz, dessen Moves man anhand von Online-Videos lernen kann, sowie mit „Break the Chain“ einen eigenen Song (die deutsche Version "Spreng die Ketten" wurde 2013 von Anna Maier und Nicole Bornkessel eingesungen, siehe Video). Neben Tanz und Trommeln finden Demos, Lichterketten oder Flashmobs statt.

Auf der deutschen Support-Webseite ist eine Karte mit allen Städten und Infos zu den dortigen Aktionen zu finden. Zur Unterstützung und Vernetzung gibt es auch eine deutsche Facebook-Seite.

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