Neue Kampagne: Stop FGM now!
Gegen weibliche Genitalverstümmelung wollen unter anderem Ex-Model Waris Dirie, Terre des Femmes und eine Werbeagentur öffentlichkeitswirksam kämpfen
Beteiligte der Kampagne Stop FGM Now, darunter Waris Dirie (vorne vierte von rechts)l-mag 8.2. – „Ich habe die Nase voll“, sagte die bekannteste Persönlichkeit auf dem Podium der Pressekonferenz, die letzten Donnerstag in Berlin stattgefunden hat. „Ich habe die Nase voll, weil ich hier nach 15 Jahren sitze und wir über das gleiche Problem sprechen.“ Es waren die Worte von Waris Dirie, der Autorin des Bestsellers „Wüstenblume“, die seit Jahren gegen weibliche Genitalverstümmelung kämpft, die auch an ihr selbst im Alter von fünf Jahren durchgeführt worden ist. Und es war der Auftakt der Kampagne „Stop FGM Now“. FGM steht für „Female Genital Mutilation“, zu deutsch: weibliche Genitalverstümmelung.
Der Initiator der Kampagne, René Heymann von der Werbeagentur Heymann Brandt De Gelmini, veranschaulichte die Bedeutung und Dringlichkeit des Problems: „150 Millionen Frauen sind weltweit betroffen. Weitere 300 Mädchen kommen in der Zeit hinzu, während wir hier bei der Pressekonferenz zusammensitzen. Dies ist genug, um dem Thema viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken“, sagte er.
Beteiligt sind an der Kampagne viele weitere Organisationen wie Terre des Femmes, LebKom – Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kulturen, oder auch das Forschungsinstitut Center for Profs.
Nadine Michel
Mehr zum Thema ist in der nächsten Printausgabe von L-MAG, März/April zu lesen.





