Gay Whistler nach Olympia
Beim Winter Pride stürmten Schwule und Lesben den Olympiaort
Winter Pride 2009 /c: River Tuckerl-mag 22.3. – Zwischen den Olympischen Spielen und den Paralympics gehen die Schwulen und Lesben an den Start im Skiresort Whistler. Der „Winter Pride“ hatte das kleine Skidorf vom 1.-8. März eingenommen, Regenbogenflaggen soweit das Auge reichte.
Zum 18. Mal kamen Tausende von Schwulen und Hunderte von Lesben zum „Winter Pride“ zusammen. Gemeinsame Abfahrten, Après-Ski-Partys gehören dabei zum Standardprogramm, Extras wie Kletterkurse, Spa oder eine Führung durch die lokale Bier-Brauerei können zusätzlich gebucht werden. Besonderen Spaß bringen die „Bobbie and Clyde“-Ausflüge mit dem Hundeschlitten, sowie die „Cowboy und Cowgirl“-Party.
„Fährst Du Snowboard oder Ski?“– so die Einstiegsfrage beim abendlichen Zusammensein. Während die Männer am Pool feiern, treffen sich die Lesben in einer Wellnes-Lounge zur „Bubbles and Boobies“-Party. Mehrere Frauen mit frisch lackierten Fußnägeln in Flip-Flops tauschen Pistenerlebnisse aus, die „Winter Pride“-Erfahrenen erklären, dass dieses Jahr alles anders sei: Weniger Teilnehmende und das bedeutet vor allem weniger Frauen.
Dieses Jahr musste die schwullesbische Skiwoche, die jedes Jahr im Februar stattfindet, den Olympischen Spielen weichen. Sonne und Schnee garantierten zwar auch im März das perfekte Skiwetter, doch zum neuen Termin kamen deutlich weniger Schwule und Lesben nach Whistler. „Vieles kann dieses Jahr nicht stattfinden, da Veranstaltungsorte noch wegen der Olympischen Spiele geschlossen sind. Außerdem sind die Hotelpreise höher als gewöhnlich“, erklärt „Winter Pride“-Mitarbeiterin, Karen Mc Cormick. Am Ende kamen nur 2000 anstatt der üblichen 8000 Wintersportler. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.
River Tucker aus Whistler
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