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L'Amour zwischen Tradition und Aufbruch

Ab heute im Kino: Der französische Film „La Belle Saison – Eine Sommerliebe“ erzählt eine Liebesgeschichte zwischen Feminismus und Tradition, Großstadt und Dorf, mit viel nackter Haut, Sexappeal - und Cécile de France in ihrem sechsten Film als Lesbe.

Carole (Cécile de France, l.) und Delphine (Izïa Higelin) - Foto: Alamode Film

Von Dana Müller

l-mag.de, 5.5.2016 – Paris in den 70er Jahren: Es ist die Zeit des feministischen Aufbruchs. Die Lesben- und Frauenbewegung kämpft für das Recht am eigenen Körper, gegen Unterdrückung und Patriarchat. In diese aufrührerische und mitreißende Stadt zieht es die 23-jährige Delphine (Izïa Higelin). Weit weg vom Bauernhof ihrer Eltern trifft sie, kaum angekommen, auf eine Gruppe tatkräftiger Feministinnen. Sofort ist das Mädchen vom Land ergriffen vom Emanzipationskampf - und der rebellischen, schönen Carole (Cécile de France). Doch dann muss Delphine wegen der Krankheit des Vaters zurück nach Hause, zurück in die Verantwortung.

Sommerliche Freiheit und gesellschaftliche Zwänge

La Belle Saison erzählt eine Geschichte zwischen großer Liebe und konservativer Familie, zwischen feministischem Kampf und Traditionen, sommerlicher Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen, Dorfleben und Großstadtethos. Kurz: Ein Film mit viel nackter Haut, Sexappeal, einer Prise Drama und: Hauptdarstellerin Cécile de France in ihrem sechsten Film als Lesbe (bekannt ist sie vor allem aus Barcelona für ein Jahr und den beiden Fortsetzungen) – weshalb sie das Angebot zunächst ablehnte, wie sie in der aktuellenL-MAG verriet: „Wenn man Schauspielerin ist, hat man immer ein bisschen Angst, dass man auf eine bestimmte Rolle festgelegt wird. Ich möchte aber möglichst unterschiedliche Rollen spielen.“

"Eine wunderbar berührende Geschichte"

Bei der lesbischen Regisseurin/ Autorin Catherine Corsini wurde sie denn aber doch noch mal schwach – immerhin schrieb sie die Rolle mit ihr vor Augen. „Ich habe ihr gesagt: ‚Nein, das ist jetzt wirklich zu viel. Schon wieder eine lesbische Rolle‘“, erzählte uns Cécile. „Sie entgegnete: ‚Lies trotzdem das Drehbuch, weil ich es wirklich für dich geschrieben habe, und ich wüsste nicht, wem ich sonst die Rolle geben sollte.‘ Also habe ich es gelesen. Nach der letzten Seite habe ich geweint. Dann griff ich sofort zum Telefon, rief Catherine an und sagte ihr: ‚Catherine, ich werde es spielen. Das ist eine wunderbar berührende Geschichte.‘“

Das gesamte Interview mit Cécile de France über Rebellinnen, Feminismus und Nacktszenen steht in der aktuellen Ausgabe der L-MAG (hier erhältlich).

La Belle Saison, Frankreich 2015, Regie: Catherine Corsini, mit Cécile de France, Izïa Higelin, 105 min., Kinostart: 5. Mai

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