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K-Word #103: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Beyoncé und andere Promis zur Ehe-Öffnung in den USA, Miley Cyrus, Michelle Rodriguez, Cara Delevingne, Jessica Biel und Justin Timberlake, Lesbenfilm mit Katherine Heigl, WM-Fußball und mehr

Von Karin Schupp

l-mag.de, 3.7.2015 - Letzte Woche legalisierte das höchste Gericht der USA die Ehe für Lesben und Schwule in allen 50 Bundesstaaten (wir berichteten), und mit dem Hashtag #LoveWins taten auch etliche Stars ihre Freude kund, von kurz und knapp - „LoveWINS!!!!!“ (P!nk), „Woohoo!“ (Gillian Anderson), „Yes.“ (k.d. lang) - bis feierlich - „Wow. Ein weiterer historischer Tag für #MarriageEquality“ (Harry Potter-Autorin J.K. Rowling) oder “Stolz, diesen historischen Sieg für Ehe-Gleichheit zu feiern & den Mut und die Enschlossenheit der LGBT-Amerikaner, die das möglich machten“ (Hillary Clinton), aber auch mit einem klarem Blick in die Zukunft wie Sara Ramirez (sie spielt die bisexuelle Callie in Grey's Anatomy): „#Marriage Equality & es gibt noch viel zu tun, bis wahre #Gleichheit für alle LGBT herrscht“.

Ein bisschen spät dran war Beyoncé, hatte  sich aber um so mehr Mühe gemacht: in ihrem am Mittwoch geposteten Instagram-Clip tanzt sie in verschiedenen Regenbogen-Outfits den Liebe-gewinnt-Tanz:

Never Too Late #LoveWins ❤️

Ein von Beyoncé (@beyonce) gepostetes Video am

 

A propos heiraten: Katherine Heigl, bekannt aus Grey’s Anatomy und heterosexuellen Romantic Comedies, spielt in ihrem neuen Film Jenny’s Wedding  eine Lesbe, die sich anlässlich ihrer geplanten Hochzeit endlich bei ihrer Familie zu outen - die hält nämlich Kitty (Alexis BledelGilmore Girls) bislang für ihre Mitbewohnerin. Trotz prominenter Besetzung - mit dabei sind auch der zweifach Oscar-nominierte Tom Wilkinson und Meryl Streeps Tochter Grace Gummer - musste der Film zum Teil per Crowdfunding finanziert werden, weil Hollywood nicht an den Erfolg von lesbischen Liebeskomödien glaubt. Jenny’s Wedding hat am 10. Juli beim LGBT-Filmfestival Outfest in Los Angeles Weltpremiere.

In der US-Vogue spricht Ex-Supermodel Cara Delevingne - sie konzentriert sich jetzt voll auf ihre Kino-Karriere - zum ersten Mal über ihr Liebesleben und ihre Beziehung mit der Musikerin und Grammy-Gewinnerin St. Vincent (K-Word #102). Darüber freut sich auch Michelle Rodriguez (Fast & Furious), mit der Cara im Winter 2013/2014 eine von etlichen Paparazzi-Fotos dokumentierte Affäre hatte. „Sie hatte ihr Coming Out? Das ist so sexy! You go, Girl!“, sagte sie in einem Rote-Teppich-Interview, äußerte nach einem längerem Monolog - sie schwadroniert ja gerne ein bisschen - aber auch “Respekt” für diejenigen, die sich nicht outen, denn „draußen hast du Haters, und du hast Leute, die nicht denken.“

Foto: Gage Skidmore, CC-BY-SA

Cara Delevingne ist ja gerade überall - sie ist nicht nur demnächst in sechs Filmen zu sehen, sondern treibt sich jetzt auch im Musikbusiness rum: letzte Woche beatboxte sie jedenfalls schon mal mit Pharrell Williams und Justin Timberlake.

 

Justin Timberlake begleitete neulich auch seine Frau Jessica Biel zur Hochzeit ihrer besten lesbischen Freundin Dana Panzer in Connecticut und sang den Bräuten seinen Hit „Senorita“ und ein paar andere Songs. Biel und Panzer waren während ihrer Collegezeit Mitbewohnerinnen. Oder „Mitbewohnerinnen“?!? Vermutlich stammen daher die Lesben-Gerüchte um die Schauspielerin, die es vor ihrer Heirat mit Timberlake tatsächlich gab.

Foto: Georges Biard, CC-BY-SA

Miley Cyrus scheint tatsächlich mit dem Model Stella Maxwell zusammen zu sein (K-Word #102) - zumindest ließen sie sich auf einem Parkplatz in Hollywood auch von Paparazzi beim Küssen und Fummeln stören. Viele werden sagen, dass sie das doch bestimmt gerade wegen der Kameras macht, aber genauso gut könnte man der Sängerin auch glauben, dass sie tatsächlich bisexuell ist.

Jetzt auf DVD: Von Mädchen und Pferden über, nun ja, Mädchen und Pferde. „Wie Urlaub auf dem Bauernhof“ urteilte unsere Filmkritikerin über den untypischen Film der lesbischen Regisseurin Monika Treut, die bisher für queere Großstadtstories bekannt war (Die Jungfrauenmaschine).

Anders in Deutschland präsentiert ja in den USA mittlerweile jede TV-Serie, die etwas auf sich hält, lesbische Charaktere, so auch Jane the Virgin, ab 6. Juli neu bei Sixx (Mo, 20:15 Uhr). In der Dramedy im bunten Telenovela-Stil geht es um Jane (Gina Rodriguez), die bis zur Ehe Jungfrau bleiben will, aber schwanger wird, weil ihre Frauenärztin sie versehentlich inseminiert - Dr. Luisa Alvarez (Yara Martinez) war nämlich ganz durcheinander, weil sie ihre Frau zuvor mit ihrer Assistentin im Bett erwischt hatte. Luisa taucht zwar nicht in jeder Folge auf, da sie aber auch die Schwester des Sperminators ist, ist ihr ein fester Platz in der Serie sicher, ebenso wie ihrer Ex, der Anwältin Rose (Bridget Regan). 

Jane (Yara Martinez, r.) und Rose (Bridget Regan) in "Jane the Virgin" - Foto: The CW/ Screenshot

Fußball-WM in Kanada: Der #Titeltraum ist für das deutsche Team zwar ausgeträumt (wir berichteten), aber mit der Bronze-Medaille wollen die Spielerinnen auf jeden Fall nach Hause gehen. Für das Match um Platz 3 (Sa, 22 Uhr, ARD) verspricht Nadine Angerer: „Beide Mannschaften werden über ihre Grenzen gehen." Und Saskia Bartusiak sagt: "Es ist ein gutes Spiel, und das wollen wir gewinnen." Leider fallen Dszenifer Maroszan und Lena Lotzen verletzt aus, aber: ihr schafft das! Zwei Deutsche können sich zudem Hoffnungen auf Einzelauszeichnungen machen: Natze ist als beste Torfrau der WM nominiert, Celia Šašić hat mit sechs WM-Toren noch Chancen auf den Goldenen Schuh für die Torschützenkönigin.

Gestern: das erste Training in Edmonton - Foto: DFB-Frauen/ Twitter
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