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K-Word #113: Neues aus der Lesbenwelt

Heute mit: Dunja Hayali, Peaches neuem Penis-Song, queeren News von den Filmfestivals in Venedig und Toronto, "Orange is the New Black"-Star Samira Wiley, Cara Delevingne, Hella von Sinnen und: "Chicago Fire" - das TV-Lesbensterben geht weiter

Von Karin Schupp

l-mag.de, 11.9.2015 - „Ich wurde Migrantenprinzessin genannt, Fascho-Schlampe, Pressenutte, armselige, kleine Hure, Propaganda-Migrantin“, beschreibt Dunja Hayali auf Facebook die Reaktionen auf ihr Engagement für Flüchtlinge. Zwar seien 99% aller Kommentare positiv, aber sie müsse sich auch anhören, dass "ich dankbar sein [soll], dass Deutschland mich und mein Gesindel aufgenommen hat.“ Die lesbische ZDF-Morgenmagazin-Moderatorin gibt aber nicht klein bei und postete ein Foto mit dem Kommentar „Menschenrechte stehen für sich, gelebt werden sie von uns! #refugeeswelcome“. Heute Abend ist sie in der ZDF-Spendenshow Menschen auf der Flucht - #DeutschlandHilft zu sehen (20:15 Uhr), dass sie sich nicht erst seit jetzt für dieses Thema einsetzt, erzählt sie im aktuellen L-MAG.

Dunja Hayali - Foto: Facebook

So viel Penis war noch nie in K-Word: Peaches neuer Song “Dick in the Air“ ist eine gelungene Antwort auf die Titten-und-Arsch-Obsession der männlichen Rapper, und im Video dazu haben sie und die bisexuelle US-Komikerin Margaret Cho viel Spaß dabei, ihre gestrickten Schwengel zu schwingen. Das neue Album der in Berlin lebenden Electroclasherin (L-Beach 2011) heißt „Rub“ und erscheint am 25. September.

Cara Delevingne hat im Sommer ihre Modelkarriere beendet, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen (ihr neuer Film Pan mit Rooney Mara und Amanda Seyfried startet am 8. Okt.), aber sie hat ein bisschen vorgearbeitet: In diesem neuen Werbespot lernen wir, dass man mit Lippenstift von YSL keine Klamotten mehr braucht (sie jedenfalls nicht...). Na, zum Glück ist die Britin, die mit der Musikerin St. Vincent liiert ist (K-Word #102), sowieso am liebsten nackt, wie sie kürzlich sagte. Der Song im Clip ist übrigens "DNA" von The Kill.

Rück rüber, Ruby Rose - unser aktuelles L-MAG-Covergirl ist nicht mehr das einzige Model im Cast von Orange is the New Black. Samira Wiley, besser bekannt als Poussey, posiert für den schwulen US-Modedesigner Christian Siriano. Die New Yorkerin kam letztes Jahr mit der OITNB-Drehbuchautorin Lauren Morelli zusammen, die während der Arbeit an der Serie ihr Coming Out erlebte. Derzeit kursieren allerdings Trennungsgerüchte.

Foto: Brad Walsh für Christian Siriano

Das TV-Lesbensterben geht weiter (s. K-Word #112): In der neuen Staffel der Feuerwehrserie Chicago Fire (ab 14.9., 20:15 Uhr) *** Achtung, Spoiler! *** überlebt Sanitäterin Leslie Shay (Lauren German) die erste Folge nicht. Die lahme Erklärung der Produzenten: Es musste halt die Person sein, deren Tod bei möglichst vielen Figuren die größten Emotionen auslöst. Wenn im Hauptcast nur zwei Frauen sind, ist so eine Entscheidung schlicht ärgerlich, und dass es dann die Lesbe trifft, der man nun mal keine Lovestory mit einem der Feuerwehrmänner schreiben kann, wundert da schon gar nicht mehr…Zum Abschied ein Fan-Video über Shay und ihre BFFs Severide und Dawson (wenigstens leben "Shawson" hinter den Kulissen weiter: German und die bisexuelle Dawson-Darstellerin Monica Raymund sind, wie man auf Twitter miterleben kann, privat dicke Freundinnen):

Wenn am Samstag die Goldenen Löwen des Filmfestivals von Venedig vergeben werden, gehören The Danish Girl (K-Word #112, D-Start: 7.1.2016) und seine Hauptdarsteller Eddie Redmayne und Alicia Vikander zu den Favoriten: der Trans*film wurde nach der Premiere zehn Minuten lang mit stehenden Ovationen gefeiert.

Spannende Filme präsentiert auch das Internationale Filmfestival in Toronto (seit gestern). Ellen Page hat gleich zwei Filme im Rennen, die sie auch mitproduziert hat: der Lesbenfilm Freeheld (K-Word #106) erzählt die wahre Geschichte um eine sterbenskranke Polizistin (Julianne Moore), die 2006 die Witwenrente für ihre Frau (Page) juristisch erkämpfen musste. In Into The Forest überleben zwei Schwestern den Weltuntergang alleine in einem Wald. Der Film ist zwar nicht lesbisch, aber mit Page, der bisexuellen Schauspielerin Evan Rachel Wood und der lesbischen Regisseurin Patricia Rozema (Wenn die Nacht beginnt) hinter den Kulissen sehr queer. Weltpremiere feiert auch Roland Emmerichs Stonewall  über den Beginn der modernen LGBT-Bewegung, der schon im Vorfeld für seinen Mangel an lesbischen Charakteren kritisiert wurde. Der Film läuft bei uns ab dem 19. November, für die beiden Page-Filme gibt's noch keinen Starttermin.

Julianne Moore und Ellen Page in "Freeheld" - Foto: Lionsgate

Als laute Lesbe wurde sie bekannt, aber Hella von Sinnen schlägt mit Mitte 50 zunehmend auch ruhigere Töne an. In der ARD-Reihe Grenzgänge stellt sie sich sehr persönlichen Lebens- und Wertfragen: was bedeutet es etwa, wenn die Jobangebote weniger werden? Woraus schöpft sie Anerkennung? Die Folge läuft am Sonntag um 17:30 Uhr im Ersten.

Tschakka-tschakka war gestern: Hella von Sinnen - Foto: WDR
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