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K-Word #124: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Ein neuer Trailer von "Carol", eine neue Netflix-Serie mit L-Faktor, eine lesbische Version von Adeles "Hello", Kristen Stewart als Coco Chanel, Laurel Holloman, Frauenfußball, DVD-Tipp und: kommen die Kay Scarpetta-Krimis bald ins Kino?

Von Karin Schupp

l-mag.de, 27.11.2015 - In knapp drei Wochen - am 17. Dez. - startet der Film des Jahres mit dem Filmpaar des Jahres: Carol mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Dieser neue Trailer - ohne Dialoge und mit dem Song „The Time to Run“ von Dexter Britain unterlegt - ist eine wunderbare Einstimmung auf die Atmosphäre des Films. Mehr Infos und ein Interview mit Rooney Mara gibt's in der kommenden L-MAG (ab 18. Dez. am Kiosk).

Sehr entspannt übrigens die Antworten der beiden Hauptdarstellerinnen auf die ständigen Fragen nach der Sexszene in Carol (kurz im Trailer zu sehen): „Ich bin ziemlich oft nackt, das war keine große Sache für mich“, sagte Mara, und Blanchett bemerkte, dass „eine Menge Fremder“ sie bei der Geburt ihrer Kinder nackt gesehen habe.

Netflix verkürzt uns die Wartezeit auf die neuen Staffeln von Orange is the New Black und Sense8 mit einer neuen starken Serie: Die Comicverfilmung Jessica Jones von Melissa Rosenberg (die die Drehbücher der Twilight-Filme schrieb und Chefautorin bei Dexter war) präsentiert mit Krysten Ritter nicht nur eine tolle Anti-Superheldin ohne Kostüm und Maske, sondern auch eine lesbische Figur: Jessicas Auftraggeberin Jeri Hogarth (Carrie-Anne Moss, Matrix) - in der Comicreihe übrigens ein Mann - ist mit Robin Weigert (bekannt aus dem Lesbenfilm Concussion) verheiratet und hat eine Affäre mit ihrer Assistentin (Susie Abromeit). 

Im Vordergrund: Carrie-Anne Moss (l.) und Krysten Ritter - Foto: Myles Aronowitz/ Netflix

War leider nichts mit der Revanche für die WM-Niederlage um Platz 3 in Kanada: Im Freundschaftsspiel des deutschen Fußballnationalteams gegen England blieb's beim 0:0. Dafür gab’s gestern in Duisburg zwei Debütantinnen - Felicitas Rauch (Turbine Potsdam) und Laura Benkarth (SC Freiburg) - und viele erfolgreiche Ex-Nationalspielerinnen zu sehen: Vor dem Spiel wurden Nadine Angerer und Celia Šašić offiziell verabschiedet und mit weiteren früheren und aktuellen Spielerinnen, die mehr als 100 Länderspieleinsätze hatten, geehrt. Dazu gehörten auch Silvia Neid, die künftige Bundesstrainerin Steffi Jones und Teammanagerin Doris Fitschen. Im nächsten Pflichtspiel findet erst am 8. April statt. Dann geht‘s in der EM-Qualifikation gegen die Türkei.

Silvia Neid, Nadine Angerer und Celia Šašić, die zudem den Goldenen Schuh für die Torschützenkönigin der WM 2015 bekam - Foto: Uta Zorn

Karl Lagerfeld dreht bekanntlich gerne Kurzfilme mit seinen queeren Freundinnen - Cara Delevingne als Kaiserin Sisi in Reincarnation (2014) und Freja Beha Erichsen als lesbische Oben-Ohne-Fee in The Tale of a Fairy (2012) - und jetzt ist seine neueste Muse Kristen Stewart dran (K-Word #116). In Once And Forever spielt sie eine Schauspielerin, die die Modeschöpferin Coco Chanel in jungen Jahren porträtiert - passt ja: bi sind bzw. waren sie ja beide. Der Film feiert am 1. Dezember in Rom Premiere, einen Blick hinter die Kulissen gibt’s aber jetzt schon:

Was macht eigentlich Laurel Holloman? Der Ex-The L Word-Star ist ja mittlerweile hauptberuflich als Künstlerin unterwegs und stellte schon in Paris, Berlin und Venedig aus. Letzte Woche präsentierte sie in London ihre neue Bilderserie „The Innocent“ mit Porträts von Mädchen und Frauen - ungewohnte Motive, da sie bisher ausschließlich abstrakt gemalt hat. Sie habe „sehr hart daran gearbeitet“, mal etwas anderes auszustellen, sagte sie vorab, und wollte „traditioneller Porträtmalerei mit der Emotionalität meiner Arbeit eine persönliche Note geben.”

Laurel Holloman mit einem ihrer Modelle (nicht ihre Tochter) - Foto: Twitter/ Holloman

Ab 1. Dez. auf DVD: In Life Partners gerät die superenge Freundschaft zwischen der lesbischen Sasha (Leighton Meester, Gossip Girl) und der heterosexuellen Paige (Gillian Jacobs, Community) aus dem Gleichgewicht, als Paige sich in einen Mann (Adam Brody, Meesters Ehemann im echten Leben) verliebt. In einer lesbische Nebenrolle: die Oscar-nominierte Gabourey Sidibe (Precious). Der Film stammt von den echten BFFs Joni Lefkowitz (lesbisch) und Susana Fogel (hetero), die auch in ihrer Teenie-Serie Chasing Life (Disney Channel) queere Figuren unterbrachten.

Die oben erwähnte Melissa Rosenberg bringt vielleicht bald auch den lange geplanten Kay Scarpetta-Film auf den Weg - die Filmrechte an ihrer Krimi-Reihe, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feiert, verkaufte Patricia Cornwell schon Anfang der 90er Jahre. Jetzt wurde die Kinoversion in die Hände von Rosenberg und Liz Friedman (die lesbische Ex-Xena-Autorin schrieb auch die Emmy-nominierte Pilotfolge von Orange is the New Black) gelegt. Ob Angelina Jolie, die 2009 für die Rolle der toughen Gerichtsmedizinerin unterschrieb, noch zur Verfügung steht, ist nicht bekannt und eher zu bezweifeln. Vielleicht sollte es Cornwell einfach selbst machen - ihr US-Verlag bewirbt den gerade erschienenen 23. Scarpetta-Krimi "Depraved Heart" ja immerhin mit der lesbischen Autorin auf dem Cover.

Foto: Patricia Cornwell/ Twitter

Adeles "Hello" wurde erst vor einem Monat veröffentlicht, und schon gibt's es hunderte von Cover-Versionen und Parodien des weltweiten Nr.1-Hits. Da fehlte nur noch die lesbische Variante! Dieser Vdeoclip zeigt eine alte Frau, die sich an eine frühere Geliebte erinnert und offenbar ihren Mann verlassen will. Achtung: Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte ihn sich nicht gerade im Büro oder der Straßenbahn anschauen... Neu ist das Filmmaterial übrigens nicht: Es wurde für den Videoclip zu Paper Ring's "Great Escape" gedreht und nur an Adeles Song angepasst.

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