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K-Word #129: Neues aus der Lesbenwelt

Heute mit Jennifer Lawrence, Ruby Rose und diversen anderen "Orange is the New Black"-Stars, dem deutschen Film "Das Floß!" (Foto), Lana Wachowski, Rooney Mara, Lily Tomlin, einer lesbischen Golden Globes-Vorschau und mehr!

Katha (Julia Becker, l.) und Jana (Anna König) in "Das Floß!" - Foto: Julia Becker und Julia C. Kaiser Filmproduktion

Von Karin Schupp

l-mag.de, 8.1.2016 - Jennifer Lawrence ist zwar hetero (oder? Immerhin findet sie nur einmal im Jahr einen Mann attraktiv und will mit Amy Schumer auf Martha’s Vineyard alt werden...), aber ihren persönlichen Stil beschreibt sie in Glamour als „schlampenhafte Power-Lesbe“. Auf dem roten Teppich sähe man sie jedoch nicht oft in diesem Look, "weil ich die Dior-Frau verkörpere, was eine Ehre ist...", schob sie brav hinterher, um ihren Werbepartner Dior nicht zu verärgern. Für die "Schlampe" wurde sie im Internet natürlich sofort kritisiert, fand aber eine lesbische Verteidigerin in Ruby Rose. „Das hat sie nie und nimmer bösartig gemeint", sagte der Orange is the New Black-Star der Webseite The Cut. „Sie tritt für Frauen und Frauenrechte ein und hat einen fantastischen Humor.“ Letzteren beweist sie in diesem Clip, den die lesbische Fotografin Cass Bird für die Vogue drehte (und in dem JLaws Stil als "Normalo-Lesbe" durchgehen würde...):

Ruby Rose hat ja eigentlich ihre Model-Karriere beendet, aber für das Ralph Lauren-Label „Denim & Supply“ machte sie eine Ausnahme - wird in der Kampagne, für die auch branchenfremde Models gecastet wurden, allerdings ausdrücklich als Schauspielerin geführt. Im Fragebogen auf der Webseite verrät der frischgebackene Single (K-Word #128) außerdem, dass ihr perfekter Tag eine Runde Spinning, Wandern und Surfen beinhaltet (sorry, Ruby, da bin ich raus…) und gibt einen Rat in Sachen Tattoos: „Wartet damit, bis ihr 21 seid.“

Ist das dieser "schlampenhafte Power-Lesben-Look"? Ruby Rose (Mitte) - Foto: Ralph Lauren, Denim & Supply

Da will der schwule Designer Marc Jacobs wohl nicht zurückstehen und engagierte die Regisseurin und Drehbuchautorin Lana Wachowski als Gesicht für seine diesjährige Frühling-/ Sommer-Kampagne. Wachowski (50) drehte mit ihrem Bruder Andy den Lesbenklassiker Bound, die Matrix-Trilogie und zuletzt die Netflix-Serie Sense8. Die 50-Jährige, die 2012 ihr Coming Out als Transgender hatte und ihren Vornamen offiziell von Larry zu Lana änderte, ist in zweiter Ehe mit einer Frau verheiratet.

Dieses erste Werbefoto von Lana Wachowski postete Marc Jacobs auf Instagram

Jetzt im Kino: Die „improvisierte Tragikomödie“ Das Floß! über ein Frauenpaar kurz vor der Hochzeit: Katha (Julia Becker) wird von ihren drei besten männlichen Freunden zu einem Junggesellinnen-Abschied verschleppt, und eigentlich steht einer feuchtfröhlichen Floßtour nichts im Wege, wenn die Jungs nicht auch den zukünftigen Samenspender ihres geplanten Babys eingeladen hätten. Währenddessen feiert Jana (Anna König) zu Hause mit ihren Freundinnen, als überraschend ihre anstrengende Ex vor der Tür steht... Wo der per Crowdfunding finanzierte Film der Berliner Regisseurin Julia C. Kaiser läuft, könnt ihr auf Facebook checken.

Ebenfalls gestern startete The Danish Girl über Lili Elbe (Eddie Redmayne), die weltweit erste Transfrau, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog, und ihre Frau Gerda Wegener (Alicia Vikander) - lest hier unsere Filmkritik.

Die zehn besten Schauspieler und Schauspielerinnen des Jahres (nach Meinung der New York Times) trotzen in diesen Videos der Schwerkraft, darunter auch - dramatisch - Carol-Star Rooney Mara...

...und - à la E.T. - Lily Tomlin. Die lesbische Schauspielerin wurde für ihre erste Lesbenrolle in Grandma (bei uns ab 25. Feb. auf DVD) für einen Golden Globe nominiert. 

Bei den Golden Globes am Sonntag (in Deutschland beim Pay TV-Kanal TNT) könnte Carol zum Gewinner des Abends werden: Der lesbische Liebesfilm ist fünf Mal nominiert, Cate Blanchett und Rooney Mara treten in der Kategorie "Beste Schauspielerin in einem Drama" gegeneinander und auch gegen Alicia Vikander für The Danish Girl an (Eddie Redmayne ist selbstredend in der Männer-Kategorie nominiert). Die queere Serie Transparent kann auf drei Preise hoffen, Orange is the New Black auf zwei, darunter - wie im Vorjahr - Uzo Aduba für ihre Rolle als Suzanne.

Und schaut mal, mit wem Aduba letzte Woche noch auf Hawaii urlaubte: mit ihren drei Freundinnen und OITNB-Kolleginnen Taylor Schilling (Piper), Yael Stone (Morello) und Adrienne C. Moore (Black Cindy).

Black Cindy, Piper, Morello und "Crazy Eyes" haben Freigang... (v.l.n.r.) - Foto: Instagram/ Adrienne C. Moore

Nominiert ist auch die Amazon-Serie Mozart in the Jungle, die in ihrer 2. Staffel (seit 30.12. bei Amazon Prime, in OmU) eine lesbische Affäre erzählt. In der Dramedy um ein New Yorker Orchester und seinen exzentrischen Dirigenten (Gael García Bernal) verlieben sich die Cellistin Cynthia (Saffron Burrows) und die Gewerkschaftsanwältin (Gretchen Mol, Puccini for Beginners), die die Musiker berät, Hals über Kopf ineinander. Burrows, die man auch aus den Serien Boston Legal und Criminal Intent kennt, ist übrigens seit zwei Jahren mit ihrer Frau Alison Balian, einer Autorin der Ellen DeGeneres-Show, verheiratet und hat mit ihr einen Sohn.

Cynthia (Saffron Burrows, l.) und Nina (Gretchen Mol) in "Mozart in the Jungle" - Foto: Screenshot

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