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K-Word #131: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Neues von "Orange is the New Black", Ruby Rose wird Action-Star, neue Lesbengerüchte um Jada Pinkett Smith, Linda Perry kritisiert Lady Gagas Oscar-Nominierung, Eliot Sumner - und mehr!

Von Karin Schupp

l-mag.de, 22.1.2016 - Die gute Nachricht zuerst: Es gibt endlich einen Termin für die 4. Staffel von Orange is the New Black! Die schlechte Nachricht: Wir müssen noch fünf Monate warten - Netflix stellt die neuen Folgen erst am 17. Juni online. Aber wenigstens gibt's den ersten offiziellen Trailer (OmU):

Ruby Rose, definitiv keine Litchfield-Insassin mehr, hat inzwischen auf Actionheldin umgeschult. Nach Resident Evil: The Final Chapter mit Milla Jovovich (D-Start: 2. Feb. 2017) und John Wick 2, wo sie Keanu Reeves Widersacherin spielt, dreht die Australierin jetzt einen weiteren Actionkracher. Über ihre Rolle in xXx 3: The Return of Xander Cage mit Vin Diesel ist noch nichts bekannt, aber offensichtlich muss sie dafür schießen lernen, wie dieser Clip von einem Schießplatz andeutet:

Oscar-Streit: Nein, hier geht's nicht darum, dass Carol nicht als "Bester Film" nominiert wurde (K-Word #130), sondern um die Empörung darüber, dass - wie im Vorjahr - ausschließlich weiße Schauspieler und Schauspielerinnen zur Wahl stehen. Viele verkündeten daraufhin, die Oscar-Verleihung zu boykottieren, darunter auch Will Smith und Jada Pinkett Smith, und das wiederum kritisierte Alexis Arquette. Das Ehepaar solle sich doch erst einmal als homosexuell outen, schrieb die Trans-Schauspielerin auf Facebook: „Wenn Jada ihr lesbisches Coming Out hat und ihr Fake-Ehemann zugibt, dass seine erste Ehe endete, weil sie ihn mit seinem Sugar Daddy erwischte… dann höre ich ihnen zu!“ Früher sei sie gegen Outing gewesen, jetzt aber sei sie „total dafür. Zu viele gemobbte Teenager sind tot.“ Die Schmidts, über die es schon lange lesbische bzw. schwule Gerüchte gibt, äußerten sich - wenig überraschend - nicht dazu. Arquette, die jüngere Schwester von Oscar-Gewinnerin Patricia Arquette (Boyhood) und Rosanne Arquette (The L Word), hatte ihr öffentliches Trans-Coming Out vor zehn Jahren. Pinkett Smith spielte zuletzt in der Serie Gotham den, nun ja, sexuell offenen Mafia-Boss Fish Mooney.

Oscar-Streit Nr. 2: Lady Gaga sei zu Unrecht für den Song „Til It Happens To You“ nominiert worden, behauptete die Musikproduzentin Linda Perry (K-Word #114) auf Twitter: Sie kenne den von Diane Warren eingesungenen Demo-Track, und Gaga habe danach nur noch eine neue Textzeile beigetragen. Möglicherweise, so spekulierte Perry, habe Warren mit dem Namen der berühmten Kollegin ihre Chancen erhöhen wollen - für die Songwriterin ist es die achte Oscar-Nominierung, gewonnen hat sie aber noch nie. Noch am selben Tag löschte Perry allerdings ihre Vorwürfe und ruderte zurück: „Ich entschuldige mich aufrichtig. Mein Kommentar war ein Fehler. Ich war nicht dabei, als #TIHTY geschrieben wurde.“ Vor allem aber solle der Fokus auf der "großen Bedeutung des Songs und der Botschaft des Films bleiben". In der Dokumentation Hunting Ground geht es um Vergewaltigungen in Colleges. Perry hat sich mit ihrem Titelsong zum Lesbenfilm Freeheld (D-Start: 7. Apr.) ebenfalls Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht.

Bei den Critics’ Choice Awards am letzten Sonntag in Hollywood gewann Alicia Vikander für ihre Rolle in The Danish Girl, Charlize Theron wurde für Mad Max: Fury Road als „beste Schauspielerin in einem Actionfilm“ ausgezeichnet. Carol, in neun Kategorien nominiert, ging zwar völlig leer aus, Rooney Mara und Sarah Paulson hatten aber dennoch einen netten Abend, wie Paulson Lebensgefährtin Holland Taylor (K-Word #125) auf Twitter dokumentierte.

"Carol"-Stars Sarah Paulson und Rooney Mara - Foto: Holland Taylor/ Twitter

Heute erscheint „Information“, das neue Album von Eliot Sumner (der Tochter von Sting, wie schon ihre Stimme verrät). Eliot, die mit dem deutsch-österreichischen Model Lucie von Alten zusammen ist (lest dazu unser Interview in der aktuellen L-MAG), zieht übrigens demnächst nach Berlin - bis April muss sie aus ihrer Londoner Wohnung raus.

Neu auf DVD: Zwei Filme, die lesbische Affären als kurzfristigen Ausbruch aus der Hetero-Ehe erzählen: In Anni Felici - Barfuß durch Leben beginnt Serena (Micaela Ramazzotti) eine Affäre mit Martina Gedeck (Das Leben der anderen) und lernt von ihr, was (sexuelle) Freiheit bedeutet - vor allem geht's aber um Serenas schwierige Ehe mit dem egomanischen Künstler Guido (Kim Rossi Stuart). Und die französische Ensemble-Komödie French Women - Was Frauen wirklich wollen fährt zwar elf weibliche Hauptdarstellerinnen auf (darunter Vanessa Paradis, Isabelle Adjani und Laetitia Casta), fällt aber mit Pauken und Trompeten durch den Bechdel-Test: Es geht ausschließlich um Männer, sogar im einzigen lesbischen Handlungsstrang: Die Affäre zwischen einer gestressten Mutter und ihrer lesbischen Babysitterin bringt ihren Ehemann dazu, sich wieder mehr um sie zu bemühen...

Lesbischer Schnupperkurs: Martina Gedeck und Micaela Ramazzotti in "Anni Felici" (l.), Géraldine Nakache und Alice Taglioni in "French Women" (r.) - Fotos: Emanuela Scarpa, Luc Roux/ Fidélité Films/ Wild Bunch

Achtung, Handy- und Tablet-Nutzerinnen: Die eingebundenen Clips werden möglicherweise nicht angezeigt - unsere Webseite ist leider (noch) nicht voll mobiltauglich.

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