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K-Word #148: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Die lesbische Umweltministerin Barbara Hendricks, Fake-Lesbenalarm bei GNTM, SoKo sauer auf ihre Ex Kristen Stewart, Cara Delevingne, Jennifer Lawrence, Frauenfußball, DVD- und Kino-Tipps.

Von Karin Schupp

l-mag.de, 20.5.2016 - Gestern sprach Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in der NDR-Talkshow Caren Miosga interviewt… (hier in der Mediathek) über ihr öffentliches Coming Out und die Ehe-Gleichstellung. Die SPD-Politikerin war Ende 2013 in der Rheinischen Post beiläufig als lesbisch geoutet worden. “Da dachte ich: dann ist ja gut, dann ist das ja erledigt”, sagte sie – sie habe das ohnehin geplant, und zu Hause am Niederrhein hätten es sowieso schon alle gewusst. Eine Öffnung der Ehe - “so wie es das Grundgesetz ja eigentlich auch vorsieht” – konnte sie allerdings nicht ankündigen: “Innerhalb dieser Legislaturperiode wird uns das nicht gelingen.” Verständnis äußerte die gläubige Katholikin (64) für Merkels “Unsicherheit” gegenüber Adoptionen, auch wenn sie sie nicht teile: “Sicherlich gibt es auch in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen dazu.” Da liegt sie aber falsch: Bisher hat keine wissenschaftliche Studie Unterschiede zwischen Kindern aus Homo- und Hetero-Familien gefunden (wir berichteten). Hendricks ist verpartnert, mit ihrer Frau ist sie seit fast 20 Jahren zusammen.

Barbara Hendricks bei "Caren Miosga interviewt.." - Foto: Screenshot

Lesben-Alarm bei Germany’s Next Topmodel! Da kriegten die Medien ja richtig Schnappatmung, als sich Kim Hnizdo und Elena Carrière, Siegerin und Zweitplatzierte des Modelwettbewerbs, im Finale auf den Mund küssten – und das, nachdem Elena im Einspieler gesagt hatte: “Wenn ich mich zu einer Frau hingezogen fühlen würde, dann wäre es Kim.“ Vor allem Elena befeuerte die Gerüchteküche, als sie danach auf Facebook „das offizielle Statement“ (mittlerweile gelöscht) postete: „Kim und ich sind ein Paar!“ Wobei die angehängten Hashtags eindeutig auf ein Späßchen hinwiesen: #‎humorleute‬ ‪#‎bisschenbischadetnie‬ ‪#‎kimmeinefrau‬ ‪#‎ichderkerl‬. Für ein Fanvideo - das innerhalb einer Woche schon über 100.000 Mal angeklickt wurde - reichten ihre Kuscheleien aber durchaus. Bei GNTM gab’s übrigens erst eine offen lesbische Kandidatin: Sophie (die eigentlich Laura hieß) stieg in der 8. Staffel 2013 nach drei Folgen freiwillig aus.

Kein Wunder, dass Kristen Stewart nicht gerne über ihr Liebesleben redet (K-Word #147) – da ist ja auch gerade ganz schön was los. Mit SoKo ist nach drei Monaten schon wieder Schluss, stattdessen brachte Kristen ihre Ex (???) Alicia Cargile mit zum Filmfestival in Cannes und ließ sich bei mehreren Gelegenheiten Händchen  haltend  fotografieren. Da war wohl Alicia der Grund, weshalb SoKo vor zehn Tagen ein wütendes „CHEATER. Fucking CHEATER“ twitterte und auf Instagram verkündete, einmal eine Person zu heiraten, „die mich nicht betrügt, eine, die kein falsches Spiel spielt (…), deren Worte Bedeutung haben“, die „romantisch und liebevoll“, „echt“ und „nicht verwöhnt“ ist. Autsch! (Beide Postings hat sie inzwischen gelöscht.)

Topmodel und Schauspielerin Cara Delevingne spricht in diesem Clip über die Popstars ihrer Jugend, Kindheitserinnerungen, ihren neuen Film Suicide Squad mit Ben Affleck und Will Smith (Kinostart: 18. Aug.) und ihre Lieblings-Sexszene in einem Film – natürlich ist es Carol: „Der Aufbau, bis es zu dieser Sexszene kam, war toll. Dieses verschämte Deuten jeder Bewegung, jedes Blicks und jeder Berührung. Das Ganze brachte mich an den Rand einer Panikattacke. Es war wunderschön!“ Mit ihrer Freundin St. Vincent (K-Word #133) ist sie übrigens noch zusammen (auch wenn die Paparazzi sich zurzeit mehr um Kristen Stewart und ihre Loverinnen scharen) - und den Segen von Caras Mutter haben sie auch: „Sie ist reizend, sie sind sehr glücklich", sagte Pandora Delevingne in der Times. "Ich finde es so mutig von Cara, dass sie sich geoutet hat. Sie ist toll!“

Jetzt auf DVD: Das Trans*-Drama The Danish Girl mit Eddie Redmayne und Alicia Vikander, die für ihre Rolle einen Oscar bekam (hier unsere Kritik), Roland Emmerichs Stonewall, der von den LGBT-Krawallen 1969 in New York erzählt (hier unsere Kritik), und die Staffel 1 von The Returned, der US-Adaption einer französischen Serie (die bei deutschen Streamingdiensten denselben Namen trägt): In einer Kleinstadt tauchen plötzlich Bewohner auf, die schon vor Jahren gestorben sind - und benehmen sich, als sei nichts geschehen. Zu den Hauptfiguren gehören die Ärztin Julie (Sandrine Holt) und ihre Ex, Hilfssheriff Nikki (Agnes Bruckner), die sich durch die Ereignisse wieder einander annähern. Holt spielte in The L Word Helenas betrügerische Poker-Bekanntschaft Catherine, Bruckner hatte in Wild Beasts der lesbischen Regisseurin Jamie Babbit eine Affäre mit einer Frau.

Und mit "einander annähern" meine ich das... - Foto: Screenshot "The Returned"

Jetzt in ausgewählten Kinos und auf Filmfestivals: Die italienische Beziehungs-Dramödie Für immer eins. Und in der L-Filmnacht Mai: Der schwedische Film  Girls Lost, ein Teenagerdrama um Geschlechtsidentität. Lest hier unsere Kritiken. 

Zwei spannende Frauenfußball-Spiele stehen in den nächsten Tagen an: Im DFB-Pokal-Finale am Samstag in Köln treffen Vizemeister VfL Wolfsburg und der SC Sand aufeinander (ARD, 21. Mai, 15 Uhr). Und am Donnerstag spielen die Wolfsburgerinnen um Nilla Fischer und Ramona Bachmann (die uns hier ihre Welt-Elf präsentierte) im Champions League-Finale gegen den französischen Meister Olympique Lyon (Eurosport, 26. Mai, 18 Uhr). Morgen vor dem Anpfiff erfahrt ihr von unserer Fußballexpertin Uta Zorn alles Wichtige; ihre Spielberichte stehen anschließend auf ihrer Webseite Corner Kick - die übrigens als einziger Frauenfußball-Blog kürzlich zu einem der 50 besten Fußball-Blogs Deutschlands ernannt wurde. 

Drehte nicht nur einen Promo-Trailer für das CL-Finale, sondern gab uns auch ein schönes Interview (im aktuellen L-MAG): Ramona Bachmann - Foto: Instagram

Jennifer Lawrence ist zwar (leider) hetero, kleidet sich aber gerne „als schlampenhafte Power-Lesbe“ (K-Word #129). Da muss sie sich ja wohlgefühlt haben, als sie am letzten Samstag in New York bei den lesbisch-schwulen GLAAD Awards auftrat. JLaw verlieh einen Preis an Robert de Niro (und outete ihn scherzhaft als schwul). Der revanchierte sich mit dem schönen Kompliment: „Wenn ich lesbisch wäre, würde ich auf dich stehen!“ Die Preisverleihung ehrt Menschen im Showbusiness , die sich um die Rechte und die Sichtbarkeit von LGBT verdient gemacht haben. Auch Mariah Carey wurde an dem von Laverne Cox (Orange is the New Black) moderiertem Abend ausgezeichnet.

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