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K-Word #191: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Kerstin Ott, Tegan and Sara, Lorde, Sara Gilbert, Sarah Paulsons (eventueller) Kinderwunsch, Charlize Theron als queere Spionin, Snowboard-Olympiateilnehmerin outet sich, Hollywood sucht eine neue Lisbeth Salander - und mehr!

l-mag.de, 17.3.2017 - Drei ECHO-Nominierungen für die einzige Lesbe in den Charts! "Die immer lacht” von Kerstin Ott und Stereoact – Platz 2 der Single-Verkaufs-Charts 2016 - in als "Hit des Jahres" nominiert. Außerdem steht die Musikerin aus Schleswig-Holstein in der Kategorien “Künstlerin Pop national” und “Newcomerin national” zur Wahl. Der Musikpreis wird am 6. April in Berlin verliehen, im Fernsehen läuft die Award Show am 7. April.

Facebook Kerstin Ott (r.) und - bestimmt auch beim Echo dabei - ihre Frau

A propos: Tegan and Sara warten auf die nächste Generation lesbischer Popstars. „Wo ist der Sam Smith oder Troye Sivan der Lesben?“, fragte Tegan Quin in einem Interview mit der Zeitschrift Q. „Es müssen ja nicht wir sein. Du meine Güte, wir würden ja Platz machen.“ Und ihre Schwester Sara hat noch einen weiteren Wunsch: Sie fordert unterschiedlichere Rollenvorbilder. „Kristen Stewart, St. Vincent und Cara Delevingne sind toll, aber sie sind alle sehr hübsch, sehr weiß und entsprechen alle einer bestimmten Art von Femininität“, sagte sie. „Women of Color, die lesbisch sind? Kann man vergessen. Transjungs? Kann man vergessen.“

Instagram Fühlen sich allein am lesbischen Pophimmel: Tegan (r.) und Sara Quin

Letzte Woche fragte ich noch: Ist Charlize Theron (Monster) in ihrem neuen Film Atomic Blonde queer? Und ja: die Anzeichen mehren sich, denn im ersten langen Trailer zu dem Agententhriller sieht man sie beim Sex mit der französischen Spionin (Sofia Boutella). Das könnte natürlich rein berufliche Gründe haben, und es würde mich wundern, wenn auch mit ihrem Kollegen (James McAvoy) was laufen würde – aber noch bleibt die Hoffnung, dass es nicht bei dieser einen heißen Szene bleibt! Die Comic-Verfilmung, zu Mauerfallzeiten 1989 in Berlin spielt, startet am 17. August im Kino.

Sarah Paulson (Carol, American Horror Story) war am letzten Samstag in Los Angeles Schirmherrin eines Events des Regenbogenfamilien-Verbands „Family Equality“ - und wirkte doch ein wenig überrumpelt, als sie auf dem roten Teppich nach ihrem eigenen Kinderwunsch gefragt wurde (hat sie damit etwa nicht gerechnet?). „Oh, ich kann’s nicht erwarten, mit Entertainment Tonight darüber zu sprechen“, ging die Emmy- und Golden Globe-Gewinnerin (42) zunächst mit Ironie auf Distanz, antwortete dann aber doch: „Wir werden sehen, ich weiß nicht. Ich werde allmählich alt, in meinen Eierstöcken hängen schon Spinnweben.” Ein klares Nein war das nicht... Was Paulsons Lebensgefährtin Holland Taylor (74) dazu sagt, traute sich der Reporter dann aber nicht mehr zu fragen…

THR/ Instagram Ja, wir sollten alle Feministinnen sein! - Sarah Paulson mit ihrer Stylistin Karla Welch und Ruth Negga (v.l.n.r.) für eine Titelstory von "The Hollywood Reporter"

Die queere Musikerin Sia und die Lesbenikone P!ink haben zusammen den Song “Waterfall” aufgenommen. Schade nur, dass das dazugehörige Video so konventionell hetero ist.

Robbie Williams wird am Ende seines Videos zu „Mixed Signals“ von seiner Frau betrogen - und zwar mit einer anderen Frau, gespielt von seiner echten Gattin Aya Field (rechts im Bild). Leider schaffte es die Szene nicht in den offiziellen Clip, sondern wurde nur als „alternatives Ende“ veröffentlicht. Offensichtlich gefiel Robbie die Version besser, in der seine Loverin zu ihm zurückkommt…

Die Älteren unter uns erinnern sich: Bei Darlene in der Sitcom Roseanne (1988-1997) schlug glasklar unser Gaydar an – und ganz falsch lagen wir nicht, denn 2010 outete sich Darlene-Darstellerin Sara Gilbert als lesbisch. Damals war sie noch mit der TV-Producerin Ali Adler (Supergirl) zusammen, heute ist sie mit der Musikproduzentin Linda Perry verheiratet und hat inzwischen drei Kinder (K-Word #86). Und bei einem Wiedersehen mit John Goodman in ihrer Show The Talk  nahm sie die Gelegenheit wahr, sich bei ihrem TV-Daddy zu outen. „Ich weiß nicht, wie ich’s sagen soll…", stottert sie beim Basketballschauen auf der berühmten Couch. "Ich bin Talkshow-Moderatorin!“ Der nimmt’s gelassen hin – „so lange du glücklich bist!“ – und kichert: „Für einen Moment dachte ich, du wolltest mir sagen, dass du lesbisch bist.“ Darauf Gilbert: „Heben wir uns noch was für die Halbzeit auf...“

Endlich mal wieder ein Coming Out im Profisport: Die tschechische Snowboarderin Šárka Pančochová  sagte der LGBT-Webseite Outsports in einem Videointerview: “Manche Menschen fühlen sich stärker von Frauen angezogen und manche stärker von Männern (…). Für mich ist gerade eine Frau, und ich fühle mich im Moment stärker von Frauen angezogen. Ich stehe dazu, und ich liebe es!” Mehr über ihr Leben im Skizirkus erfahrt ihr in dem Instagram-Account SharkTalesMaasAttacks, den die 26-jährige Olympiateilnehmerin und WM-Zweite 2011 mit ihrer holländischen Kollegin Cheryl Maas betreibt. Die beiden sind allerdings nur beste Freundinnen: Maas ist mit einer Ex-Snowboarderin verheiratet und hat mit ihr zwei Töchter.

Instagram Šárka Pančochová - mal ohne Schnee um sie rum

Heute Abend im Ersten (17. Mrz., 20:15 Uhr): Maren Kroymann als Mutter der männlichen Hauptfigur in Ich will (k)ein Kind von dir.

Fehlalarm: Bei Lordes neuem Song “Liability” bekamen einige schon heiße Ohren, denn darin singt sie: “So I guess I’ll go home into the arms of the girl I love / The only love I haven’t screwed up.” Nach Hause in die Arme des einzigen Mädchens, das sie liebt? Die einzige Liebe, die sie nicht verkackt hat?!? Doch noch bevor man den Satz “War das etwa ein Coming Out?” zu Ende gedacht hat, kommt schon die Ernüchterung: “We slow dance in the living room, but all that a stranger would see/ Is one girl, swaying alone, stroking the cheek.” Mit anderen Worten: Sie tanzt mit sich selber, hat also die ganze Zeit von sich selbst gesprochen. Schaaade!

Annette Geneva, CC-BY-SA Doch kein Coming Out in "Liability": Lorde

Hollywood sucht die dritte Lisbeth Salander! Nachdem die bisexuelle Hackerin im schwedischen Original der Millennium-Trilogie kongenial von Noomi Rapace verkörpert worden war, spielte Rooney Mara in der US-Adaption The Girl With The Dragon Tattoo (siehe Clip) die Rolle und erntete dafür ihre erste Oscar-Nominierung (die zweite bekam sie für Carol). Jetzt wird der Part für die Verfilmung von Teil 4, “Verschwörung” (der nicht mehr vom – verstorbenen – Autor Stieg Larsson geschrieben wurde), wiederum neu besetzt. Im Gespräch sind bisher unter anderem Natalie Portman, Alicia Vikander (immerhin Schwedin) und Scarlett Johansson (immerhin Halb-Dänin…). Wieso Mara nicht mehr dabei ist, ist nicht bekannt.

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