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K-Word #196: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Kate Moennig, Nadine Angerer, Melissa Etheridge, Ellen & Portia, Dunja Hayali, Ilse Aigner, "Doctor Who", "Charité", "Person of Interest", kehrt Ruby Rose zu "Orange is the New Black" zurück? Und mehr!

Von Karin Schupp

l-mag.de, 21.4.2017 - Kate Moennig kommt ins Kino. Der Ex-The L Word-Star spielt in dem Indie-Film Lane 1974 eine verantwortungslose Hippiemutter, die im Kalifornien der 70er Jahre aus ihrer Landkommune rausfliegt und mit ihren drei Kindern durchs Land zieht. Kate sei ihr sofort eingefallen, als sie über das Casting nachdachte, sagte Regisseurin S. J. Chiro. “Ich kann’s nicht erwarten, dass die Welt eine ganz andere Seite von Kate Moennig sieht.” In den USA hatte der Film bereits Premiere, einen deutschen Starttermin gibt’s leider noch nicht.

Instagram/ Moennig Staffel 4 ihrer Serie "Ray Donovan" - in der Kate Moennig leider chronisch unterfordert ist - läuft bei ZDFneo (Di, 23:30 Uhr)

Der Starttermin von Global Gladiators steht fest: Die Survivalshow, in der acht Promis durchs südliche Afrika tuckern und in Challenges gegeneinander antreten, startet am 1. Juni bei ProSieben. Und wieso das hier steht? Neben Lilly Becker, Larissa Marolt, Oliver Pocher, Ulf Kirsten und dem unvermeidlichen Pietro Lombardi tritt auch Nadine Angerer, Ex-Torfrau des Fußballnationalteams und Torwarttrainerin bei den Portland Thorns, an.

Instagram Nadine Angerer (r.) und ihre Frau Magda

Letzte Woche erschien der Trailer für die 5. Staffel von Orange is the New Black (Netflix, ab 9. Juni, K-Word #195), und jetzt schwappte das Gerücht hoch, dass Ruby Rose in den Frauenknast zurückkehren wird. Bestätigt ist das allerdings nicht. Ruby, die in Staffel 3 erst Pipers (Taylor Schilling) Flirt und dann ihre Erzfeindin war, hatte in der letzten Staffel nur einen Kurzauftritt. Ob sie diesmal mehr Zeit für Litchfield hat? Die Australierin drehte in den letzten Monaten fast nonstop fürs Kino, zuletzt den Hai-Schocker Meg (Kinostart: Aug. 2018) und Pitch Perfect 3 (Kinostart: Dez. 2017).

Hailee Steinfeld/ Instagram Ruby Rose (Mitte) - hier mit Co-Stars am Ende der Dreharbeiten vor zwei Wochen - ist in "Pitch Perfect 3" Mitglied einer rivalisierenden A Cappella-Gruppe

Ilse Aigner, bayerische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Bayerns, erzählte im Spiegel, dass ihr gelegentlich unterstellt werde, lesbisch zu sein – und das nur, weil sie alleinstehend ist. „Und es regt mich auf. Also: Ich bin es nicht!“, sagte sie. Wobei sich ihr Ärger auf die Verletzung ihrer Privatsphäre bezieht: „Das ist mehr als schäbig. Das Privatleben anderer politisch zu instrumentalisieren ist für mich grundsätzlich unterirdisch.“ Vor allem aber kritisiert die CSU-Politikerin (52) ihre Diskriminierung als Single-Frau: „Man kann geschieden sein, zum vierten Mal verheiratet, man kann schwul, lesbisch, irgendwas sein, aber alleinstehend, das geht nicht, da ist was faul.“ Hat sie Recht? Oder ist das nur im bayerisch-katholischen CSU-Milieu so?

Seitenfux/ CC-BY-SA Gegen Pärchenterror: Ilse Aigner

In der neuen Staffel der britischen Science Fiction-Serie Doctor Who hat der zeitreisende Doktor (Peter Capaldi) eine lesbische Reisegefährtin. Das erfährt er schon in den ersten Minuten, als Bill Potts (Pearl Mackie) ihm von einer Frau erzählt, für die sie schwärmt. Die BBC-Serie (die es mit Unterbrechungen seit 1963 gibt) hatte zuvor schon mehrere queere Nebenrollen, darunter die grüngesichtige Kriegerin Madame Vastra (Neve McIntosh, Lip Service) und ihre Frau Jenny Flint (K-Word #58). Wann die neuen Folgen bei uns laufen, ist noch nicht bekannt.

Shannon Purser, Shootingstar aus der Netflix-Serie Stranger Things (sie spielt Nancys beste Freundin Barb) hat sich als bi geoutet. Auf Twitter schrieb die 19-Jährige, die eine tiefgläubige Christin ist: „Ich hatte erst kürzlich vor meiner Familie und Freunden mein bisexuelles Coming Out. Ich verarbeite das noch, versuche, es zu verstehen und spreche nicht sehr gerne darüber.“ Den Tweet verschickte sie, nachdem sie in einer Diskussion über einen lesbischen Kuss in ihrer aktuellen Serie Riverdale (auf Netflix) zwischen die Fronten geraten war: Diesen Kuss, der folgenlos blieb, hielten viele – wahrscheinlich zu Recht - für „queerbaiting“ (= ein Köder für lesbische Zuschauerinnen), während einige Romantikerinnen sogleich zu Fans des Paars „Beronica“ (Betty & Veronica) wurden.

Instagram Shannon Purser, bald auch in Melissa McCarthys neuer Komödie "Life of the Party" zu sehen

Jetzt auf DVD: Die historische Miniserie Charité, die erst kürzlich im Ersten lief, hat auch eine kleine lesbische Storyline: Ida Lenze (Alicia von Rittberg), anfangs Patientin, später Hilfswärterin in dem Krankenhaus, befreundet sich mit Schwester Therese (Klara Deutschmann), die sich bald mehr als nur eine Freundschaft wünscht… (Danke an K-Word-Leserin Martha für den Hinweis!) Dass allerdings *** SPOILER *** nichts draus wird, wundert irgendwie nicht – (halbwegs) gückliche Lesbenbeziehungen erzählen im deutschen Fernsehen ja allenfalls die Soaps. 

ARD Ida pflegt Therese - und nur in der Fanfiction wird daraus ein Kuss...

Zu einer Geldstrafe von 2.200 wurde ein oberbayerischer Rentner verdonnert, der die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali auf Facebook 2015 übelst beschimpft hatte. Das Amtsgericht Traunstein verurteilte den 65-Jährigen für diesen und einen zweiten, fremdenfeindlichen Post wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Die Goldene Kamera-Gewinnerin, die sich für Flüchtlinge engagiert, setzt sich zwar für den Dialog mit politisch Andersdenkenden ein (K-Word #113), lässt sich aber nicht alles gefallen und hatte den Mann angezeigt.

Melissa Etheridge gab am Mittwoch ein Konzert in der New Yorker U-Bahn-Station 66 St/ Lincoln Center - über Facebook-Live schauten über 100.000 Zuschauer zu. Der Auftritt entstand im Rahmen der neuen CNN-Dokuserie Soundtracks: Songs That Defined History.

In einem Clip auf Yahoo wirbt Melissa Etheridge kräftig für Cannabis. Die 55-Jährige, die das Gras für sich entdeckte, als sie 2004 an Brustkrebs erkrankte, kifft auch heute noch – auch mit ihren (volljährigen) Kindern Bailey und Beckett (“Besser als mit ihnen zu trinken, oh Gott, nein!”) und mit ihrer Frau Linda Wallem: „Es steigert das sexuelle Verlangen. Wir baden jeden Abend zusammen, rauchen und reden, kommen runter und schlafen sehr, sehr tief.“

Wer so alles L-MAG liest: Die erzkonservative und homophobe Publizistin Birgit Kelle vertiefte sich offenbar in unsere aktuellen Ausgabe und fand einen Bericht über das Reiseverhalten von Lesben unglaublich witzig. Die Mitorganisatorin diverser „Demo für alle“-Kundgebungen ist aber auch ein richtiger Spaßvogel: Mit ihren Büchern „Gender-Gaga“ und „Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“ soll sie sich ja schon als Comedy-Autorin versucht haben... Übrigens: die neue Ausgabe der L-MAG liegt ab 28. April am Kiosk!

Am kommenden Dienstag (23:10 Uhr) geht die RTL-Serie Person of Interest zu Ende, und wer nach Roots (Amy Acker) Heldinnen-Tod in Folge 10 enttäuscht abschaltete (wobei immerhin die “Maschine” ihre Stimme übernahm und Gott damit quasi eine Lesbe wurde!), sollte noch mal reinschauen: Der Cyber-Thriller erzählt nämlich ein schönes Ende für Roots große Liebe Shaw (Sarah Shahi,The L Word).

Ellen DeGeneres und Portia de Rossi verkaufen zwei Immobilien – eine Eigentumswohnung in Beverly Hills für knapp 7 Mio. $ und eine Villa mit Pool und Tennisplatz im kalifornischen Santa Barbara für schlappe 45 Milliönchen - und schon kommt (wieder) das Gerücht auf, dass sie sich scheiden lassen. Ein echtes Indiz ist das allerdings nicht, denn das Paar betreibt das Kaufen, Aufmöbeln und Verkaufen von Häusern als Hobby und Geschäftsmodell (die Wohnung kauften sie für 6,2 Mio. $, die Villa für rund 29 Mio. $) – soweit bekannt ist, leben sie aber nicht unbedingt selbst in diesen Objekten.

Angela George/ CC-BY-SA Portia de Rossi (l.) und Ellen DeGeneres sind seit 2004 zusammen und seit 2008 verheiratet - Gerüchte um ihre Scheidung poppen seit rund vier Jahren immer wieder hoch
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