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K-Word #246: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Winona Ryder und Elizabeth Olsen tanzen Tango, Ruby Rose ist wieder Single, Coming Out eines Disney-Stars, Demi Lovato, Kehlani, Hayley Kiyoko, Jay-Z und seine lesbische Mutter, "Berlin – Tag & Nacht" und mehr!

H&MWinona Ryder und Elizabeth Olsen

Von Karin Schupp

6.4.2018 - Sexy Tango: Im neuen Werbespot von H&M ist Elizabeth Olsen (Avengers) nicht an ihrem langweiligen männlichen Tanzpartner interessiert und tanzt lieber mit Frauen – und ganz am Ende mit Winona Ryder (Stranger Things). Den zwei älteren Frauen am Fenster (nach ca. 1 Min.) – bestimmt ein Paar! - gefällt’s auch!

Model/ Schauspielerin Ruby Rose (xXx 3, Orange is the New Black) und die Musikerin Jess Origliasso haben sich getrennt. Am Ostersonntag teilte Ruby auf Twitter „schweren Herzens [mit], dass Jess und ich schon seit einigen Monaten getrennte Wege gehen. Wir lieben uns immer noch sehr, und ich werde sie immer unterstützen und ihre größte Fürsprecherin sein.“ Dass sie im Guten auseinander gegangen sind, ist offenbar keine Floskel, denn Jess freute sich noch Anfang März auf Instagram über den Jahrestag ihres ersten Kennenlernens 2008. Damals waren die beiden Australierinnen schon einmal für kurze Zeit liiert, im Spätsommer 2016 kamen sie sich wieder näher, als Ruby im sexy Video "On Your Side" des Popduos The Veronicas - das aus Jess und ihrer Zwillingsschwester Lisa besteht - mitspielte (K-Word #174).

Da war noch alles in Ordnung: Ruby Rose (l.) und Jess Origliasso 2017

Überraschungskuss: Demi Lovato wurde beim Abschlusskonzert ihrer US-Tour am Montag von R&B-Sängerin Kehlani auf der Bühne überrascht – und plötzlich waren die Background-Tänzer aber so was von abgemeldet… „Das war nicht geplant“, erzählte Lovato, die sich im Oktober als bisexuell outete (K-Word #222), anschließend in einem Radiointerview. „Sie hat mich total überrascht. Es war perfekt.“ Kehlani, die Lovatos Opening Act war, verriet auf Instagram, dass ihr Auftritt die Idee der Tänzer gewesen sei, und „nur Dumme diese Chance nicht genutzt hätten.“

Kehlani (22), die in diesem Jahr für einen Grammy nominiert war, ist seit Beginn ihrer Karriere offen queer und drehte ihr Video zu „Honey“ (2017) mit einem weiblichen Love Interest. Den Song („I like my girls/ Just like I like my honey: sweet“) soll sie für ihre damaligen Freundin, die Künstlerin Shania Negron, geschrieben haben.

A propos weibliche Love Interests in Musikvideos: Das macht auch Hayley Kiyoko, deren Debütalbum „Expectations“ letzte Woche erschien (K-Word #245), regelmäßig. Sie sei von ihrer Plattenfirma gefragt worden, ob sie wirklich „schon wieder ein Video über girls“ drehen wolle, erzählte die lesbische Sängerin im Interview. „Ich sagte: Äh, ja… Taylor Swift singt in jedem einzelnen Song und Video über Männer, und niemand beschwert sich, dass sie unoriginell sei. Ich übersexualisiere meine Musik nicht. Ich knutsche mit Frauen, weil ich Frauen liebe, nicht weil ich versuche, sexy zu sein.“ Unterstützung kam prompt von Taylor Swift selbst, die auf Tumblr schrieb: „Fakt ist, dass ich nie Homophobie erlebt habe – und sie schon. Es ist ihr Recht, darauf aufmerksam zu machen, wenn jemand bei homosexuellen vs. heterosexuellen Love Interests unterschiedliche Maßstäbe anlegt."

In der Soap Berlin – Tag & Nacht verdreht Saskia Beecks (K-Word #217) als Barbesitzerin Alina gerade der armen Jacky (Melissa Christina Zerhau) den Kopf (K-Word #244) – dabei behandelt sie die Schülerin zu deren Verdruss eher wie eine kleine Schwester. Wenn am Montag (RTLII, 19 Uhr) ihre Story weitergeht, wird Jacky versuchen, sich mit Frederik abzulenken – na, wenn da Alina mal nicht eifersüchtig wird…

RTLIIJackys (Melissa Christina Zerhau, r.) betrunkene Komplimente kommen bei Alina (Saskia Beecks) irgendwo nicht so gut an...

Ex-Disney-Star Alyson Stoner (Im Dutzend billiger, Step Up, Camp Rock) outete sich in der US-Zeitschrift Teen Vogue. In einem selbst verfassten Artikel schildert die 24-Jährige ausführlich, wie sie sich in einem Tanz-Workshop zum ersten Mal in eine Frau verliebte und Jahre benötigte, um ihre sexuelle Identität - „Ich, Alyson, fühle mich von Männern, Frauen und Menschen, die sich anders identifizieren, angezogen.“ – zu akzeptieren. Stoner ist auch Sängerin und Tänzerin, unter anderem ist sie in Missy Elliotts Video zu „Work It“ und Eminems „Just Lose It“ zu sehen.

Letztes Jahr veröffentlichte Jay-Z den Song „Smile“ über seine lesbische Mutter Gloria Carter, die im Outro ein Gedicht rezitiert und auch im dazugehörigen Video zu sehen ist (K-Word #228). In der Netflix-Talkshow My Next Guest Needs No Introduction sprach Mr. Beyoncé jetzt darüber, dass er zwar wusste, dass sie lesbisch ist, er mit ihr aber erst während der Arbeit an seinem Album „4:44“ zum ersten Mal darüber gesprochen habe. „Meine Mutter musste als jemand leben, der sie nicht war… und wollte ihren Kinder nicht peinlich sein… und als sie vor mir saß und ‚Ich glaube, ich liebe jemanden‘ sagte, habe ich geweint, weil ich mich so für sie freute, dass sie frei war.“ Carter und ihre langjährige Lebensgefährtin Dania Diaz arbeiten gemeinsam in der Shawn Carter Foundation, die Mutter und Sohn 2003 gründeten.

VEVOGloria Carter im Jay-Z's "Smile" (zum Video: Klick aufs Bild)

Heute erschienen: Die Compilation „Universal Love“ mit Hochzeitssongs für lesbische und schwule Paare. Auf der von der Hotelkette MGM (die viele gleichgeschlechtliche Hochzeiten ausrichtet) zusammengestellten EP sind sechs Lieder, in deren Text meist die Pronomen ausgetauscht wurden. So machte etwa St. Vincent (K-Word #228) aus dem The Crystals-Klassiker „And Then He Kissed Me“ die lesbische Variante „And Then She Kissed Me“, Kesha änderte Janis Joplins „I Need a Man to Love“ in „I Need a Woman to Love“ und Bob Dylan (der eine lesbische Tochter hat) singt mit „He’s Funny That Way“ einen Song aus dem Jahr 1929, den es schon immer in einer weiblichen und männlichen Version gab.

St. Vincent/ Instagram"She kissed me in a way that I've never been kissed before", singt St. Vincent in "And Then She Kissed Me"

Nächste Woche wird an der Ostsee wieder gefeiert: Das neunte L-Beach-Festival (12.-15. April) heißt jetzt L-Beach Reloaded (wir berichteten) und beschreibt sich als "geiles Urlaubswochenende für Frauen und Trans*Personen - egal, ob lesbisch, bi oder hetero". Inwieweit sich das neue L-Beach anders anfühlt, werdet ihr selbst erleben können, das Grundkonzept – Parties, Konzerte, Workshops und Kulturprogramm – bleibt aber erhalten. Auf der Bühne stehen unter anderem: Lary, Joan As Police Woman, Madeline Juno, Elif, Sharron Levy (K-Word #15) und die queere Rapper*in Jennifer Gegenläufer, als Moderatorinnen wurden Annie Heger und die oben bereits erwähnte Saskia Beecks gebucht.

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