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K-Word #32: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Ellen Page - nach dem Coming Out jetzt ein Lesbenfilm mit Julianne Moore, queere Sotschi-News, Jenny Shimizu, Michelle Rodriguez & Cara Delevingne, iranische Popikone dreht lesbisches Musikvideo und Orange is the New Black

Von Karin Schupp

l-mag.de, 21.2. - Wer letzte Woche eingeschneit oder im Meditationsseminar war, mag es vielleicht verpasst haben: Ellen Page (Juno, X-Men) hat sich bei einer LGBT-Jugendkonferenz in Las Vegas als lesbisch geoutet. Im Anschluss daran brach prompt die Website des Veranstalters Human Rights Campaign zusammen, der ihre emotionale Rede hochgeladen hatte, und bei YouTube wurde der Clip schon über vier Millionen mal angeklickt. Tja, ist halt immer noch nicht normal, wenn ein 26-jähriger Hollywood-Star lesbisch ist. 

Foto: Gage Skidmore, CC-BY-SA

Ellen Page hat seitdem keine Interviews gegeben, sich aber per Twitter für die Unterstütung bedankt:

Und die lesbische Schauspielerin Sandra Bernhard (Roseanne, The L Word) holte uns alle wieder auf den Boden der Tatsachen zurück:

Zufall? Am Tag vor Ellen Pages Coming Out nahm auch ihr - schon seit 2010 geplanter - Lesbenfilm Freeheld endlich Fahrt auf. Darin wird sie eine lesbische Frau spielen, deren todkranke Lebensgefährtin um eine Witwenrente für sie kämpft. Diese Rolle, eine Polizistin, wurde jetzt mit Julianne Moore (The Kids Are All Right) ebenso wunderbar besetzt. Der gleichnamige Dokumentarfilm, der 2008 einen Oscar bekam, erzählt die wahre Geschichte des Paars. Hier der Trailer (Achtung: Tränenalarm!):

Jenny Shimizu: Ex-Model, Ex-Loverin von Madonna und Angelina Jolie und Ex-L-Beach-Moderatorin – Moment, ein “Ex” können wir streichen: die 46-Jährige modelt wieder! Zusammen mit ihrer Lebensgefährtin, der New Yorker Fashionista Michelle Harper, posierte sie für die Sommer-Kampagne „Michelle & Jenny: A Love Story“ von & Other Stories, der neuen Edelmarke von H&M, die in Deutschland bisher mit 2 Läden in Berlin vertreten ist.

Jenny Shimizu (l.) und Michelle Harper - Foto: stories.com

Und was sie in dieser braven Fotostrecke nicht zeigen durften, holten Michelle und Jenny in „Love - Be Mine“ des Modefotografen Sean Thomas nach (und stehlen darin den Heteros die Show):

Orange is the New Black-Fans, nehmt euch für Anfang Juni nichts vor! Der Video-on-Demand-Anbieter Netflix stellt am 6. Juni die komplette 2. Staffel der beliebten Frauenknastserie online! Bisher gibt's OITNB zwar nicht offiziell in Deutschland, aber die Gerüchte verdichten sich, dass Netflix seinen Streaming-Dienst spätestens im Herbst auch bei uns anbieten wird.

Entgegen anderslautender Gerüchte auch in Staffel 2 wieder dabei: Laura Prepon (l.) als (Ex-)Loverin von Piper (Taylor Schilling)

Eine echte Sensation ist das lesbische Video der iranischen Popdiva Googoosh. Im Iran ist Homosexualität bekanntlich verboten - ebenso übrigens wie die beliebte Musik der 63-jährigen Sängerin und Schauspielerin, die im US-amerikanischen Exil lebt. Gedreht wurde "Behesht" (= Freiheit) von dem Berliner Schauspieler und Regisseur Navid Akhavan (Salami Aleikum), der auch die Idee dazu hatte; die Hauptrolle spielt Pegah Farydoni (Türkisch für Anfänger).

Nach etlichen Paparazzi-Bildern der beiden (siehe K-Word #12) sprach Michelle Rodriguez (Avatar, Fast & Furiouserstmals öffentlich über das Londoner Topmodel Cara Delevingne. „Sie ist so cool, wir haben eine tolle Zeit miteinander. Sie ist aber auch knallhart. Streiten sollte man lieber nicht mit ihr.“ Eine feste Beziehung bestätigte sie jedoch nicht: "We're just having fun." Delevingne, gerade in Kampagnen von Burberry und DKNY zu sehen, zieht’s übrigens auch in die Schauspielerei: gerade drehte sie mit Daniel Brühl und Kate Beckinsale das Drama The Face of an Angel

Cara Delevingne auf dem Januar-Cover der britischen Vogue, Michelle Rodriguez (Foto: Peter Duhon, CC-BY)

Queer in Sotschi (s.a. K-Word #30): draußen Verhaftungen - etwa die Pussy Riot-Aktivistinnen und die italienische Trans-Ikone Vladimir Luxuria - drinnen Medaillen: die bisexuelle Eisschnellläuferin Ireen Wüst (NL) wurde mit einer Gold- (3000 m) und drei Silbermedaillen (1000 m, 1500 m, 5000 m) zu einer der erfolgreichsten Sportlerinnen in Sotschi und könnte in der Teamverfolgung am Wochenende noch eine drauflegen.

Die australische Snowboarderin Belle Brockhoff,die nach einem Sturz im Vorlauf nur auf Platz 8 landete, wurde laut taz vom Presseattaché ihres Teams davon abgehalten, sich zu ihrem Engagement gegen Homophobie zu äußern. Immerhin brachte sie in diesem offiziellen Clip unter, dass ihr die Regenbogen-Kleidung des deutschen Teams am besten gefällt: "Die Regenbogen-Farbe!" 

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