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K-Word #41: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Jodie + Alex (Jolex? Aldie?), endlich eine lesbische "Tatort"-Kommissarin, "Tolerant? Sind wir selber": Kino-Spots von Angelina Maccarone und Carolin Emcke, der neue Film von Monika Treut und weitere Film- und TV-News, Melissa Etheridge und mehr

Von Karin Schupp

l-mag.de, 25.4. - Ab heute liegt die neue L-MAG in den Läden – und hier gibt’s direkt ein Update: im Heft hielt ich die Hochzeitsgerüchte um Jodie Foster und Alexandra Hedison noch für verfrüht, tatsächlich haben sie aber am letzten Wochenende geheiratet, wie die Klatsch-Webseite E!Online exklusiv berichtete. Die beiden sollen seit letztem Sommer ein Paar sein, haben bisher aber nicht mal ihre Beziehung bestätigt - da sind wohl auch keine Hochzeitsfotos zu erwarten. Jetzt pirschen natürlich die Paparazzi um ihr Haus, aber bisher hatte nur einer halbwegs Glück und erwischte Jodie gestern alleine, aber immerhin mit Ehering... Jodie ist seit 2008 von Cydney Bernard getrennt, mit der sie zwei Söhne hat. Alexandra (The L Word - und L-Beach 2012), die heute Fotografin ist, kam zu unrühmlicher Bekanntheit, als sie 2004 von Ellen DeGeneres für Portia de Rossi verlassen wurde.

Die Abdruckpreise für die rar gesäten Pärchenfotos von Jodie und Alex sind so hoch, dass es sich fast mehr lohnen würde, wenn ich selbst hinfliegen und mich auf die Lauer legen würde... - Fotos: Franz Richter, Sonib, CC-BY-SA

Wer toleriert hier wen? Wer sind „wir“ und wer „die anderen“? Darum geht's in drei originellen Film-Spots, die die Publizistin Carolin Emcke und die Regisseurin Angelina Maccarone (Fremde Haut, The Look) drehten und gestern in Berlin vorstellten. Zur Premiere  von Tolerant? Sind wir selber in der Kreuzberger Kneipe Südblock kamen unter anderem Hanna Schygulla, Volker Beck, Matthias Frings und, frisch von Dreharbeiten angereist, Maren Kroymann, die - wie übrigens auch Dunja Hayali, Dennenesch Zoudé und DJ Ipek Ipekcioglu - eine kleine Rolle spielt. Der erste Clip steht seit heute online, die beiden anderen folgen in den nächsten Tagen, und ab Mai laufen sie auch in den Berliner Yorck-Kinos.

Lena Odenthal und Charlotte Lindholm sind’s ja nun nicht, aber nach 43 Jahren Tatort gibt’s endlich mal eine lesbische Kommissarin! Liz Ritschard küsste im Schweizer Tatort schon im letzten Jahr eine Frau, Darstellerin Delia Mayer sagte damals aber noch: „Liz ist nicht lesbisch. Sie ist jemand, der sucht. Heterosexuell, bisexuell, lesbisch? Wir werden es sehen ...“ In der Folge vom Ostermontag (steht noch in der ARD-Mediathek) sahen wir’s: Liz hatte eine Loverin (und sollte damit erpresst werden, was aber nicht klappte!).  Der verantwortliche Sender SRF stellte nun klar: „Liz Ritschard ist lesbisch, hat aber keine feste Freundin.“ 

Wir sind überall - jetzt auch im Tatort! Liz Ritschard (Delia Mayer) im Verhör - Foto: ARD

Zwei uncoole Schulfreundinnen gehören plötzlich zu den It-Girls, weil ein schwuler Mitschüler sie fälschlicherweise als Paar outet: darum geht’s in der neuen MTV-Serie Faking It, die am Dienstag in den USA startete. Im Vorfeld hagelte es Kritik: wieso diese konstruierte Story über Fake-Lesben anstatt einer Serie über lesbische Teenies? Immerhin: der Produzent Carter Covington ist schwul, und schon in Folge 1 deutet sich an, dass einem der beiden Mädels die „Rolle“ besser gefällt, als sie zunächst zugeben will…

Von Mädchen und Pferden heißt der neue Film der lesbischen Regisseurin Monika Treut (Ghosted, Gendernauts), der am 1. Mai beim Gay & Lesbian Film Festival in Turin Weltpremiere hat – und er handelt genau davon: ein rebellischer Teenie landet auf einem Pferdehof in Schleswig-Holstein und begegnet dort einer lesbischen Pferdelehrerin und einer „höheren Tochter“ (und diesen Typ kennen wir ja aus Mädchenbüchern: reich, aber einsam...). „Für alle, die die Seele etwas baumeln lassen und erholt wie nach Ferien auf dem Land aus dem Kinosaal kommen möchten“, schreibt das Schweizer Pink Apple-Filmfestival, das den Film am 2.+4. Mai in Zürich und am 11. Mai in Frauenfeld zeigt.

"Von Mädchen und Pferden" - selten war ein Filmtitel selbsterklärender... - Foto: Salzgeber Filmverleih

In der US-Ausgabe der Castingshow The Voice hat eine lesbische Countrysängerin die Runde der besten 10 erreicht. Kristen Merlin, die im Team von Shakira antritt, kam mit „Stay“ von Sugarland weiter, obwohl am Ende ihr Mikrofon ausfiel.

Und wer jetzt gleich mal selbst loslegen will: Melissa Etheridge zeigt euch hier, wie ihr ihren lesbisch-schwulen Charity-Song "Uprising of Love" (s. K-Word #37) nachspielen könnt.

Wenn Thelma und Louise überlebt hätten: Im Roadmovie Cloudburst fliehen die blinde Dottie (Brenda Fricker) und Kodderschnauze Stella (Olympia Dukakis), seit 31 Jahren ein Paar, vor Dotties ahnungsloser Enkelin, die ihre Oma ins Heim stecken will. Ihr Ziel: Kanada, um dort zu heiraten. Mit an Bord ist der Tramper Prentice (Ryan Doucette), der zum Ersatzenkel und Trauzeugen wird. Die charmante Dramedy des schwulen Regisseurs Thom Fitzgerald mit zwei Oscar-Preisträgerinnen in den Hauptrollen erscheint am 29. April auf DVD.

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