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K-Word #422: Neues aus der Lesbenwelt

Nächste Woche kommt die zweite Staffel von „The L Word: Generation Q“, auch der „Princess Charming“-Start bei Vox steht jetzt fest, Irina Schlauch schauspielert, Emma Corrin bei den Emmys, Eva Maria Jost von „Wir“, LP, Megan Rapinoe, Kerstin Ott und mehr!

Showtime Bette (Jennifer Beals), Shane (Kate Moennig) und Alice (Leisha Hailey) in der zweiten Staffel von „The L Word: Generation Q“

Von Karin Schupp

24.9.2021 - Am 29. September ist es endlich soweit: Die zweite Staffel von The L Word: Generation Q startet bei Sky Atlantic und parallel dazu bei den Streamingdienst Sky Ticket (erster Monat: 7,49 €, danach 9,99 €) und Sky Q (was immer das nun wieder ist - der queere Channel von Sky ist es jedenfalls nicht). Jeden Mittwoch gibt’s eine neue Doppelfolge der zehnteiligen Staffel, in der alle Hauptcharaktere (und Gigi!) wieder dabei sind, Sophie sich entweder für Dani oder Finley entschieden hat (aber ob es die richtige Entscheidung war?) und die Pärchen-Karten auch für Bette, Shane und Alice neu gemischt werden. Lest nächste Woche hier auf l-mag.de  unsere Vorschau und nach der Ausstrahlung unsere Recaps (und wer noch am Aufholen ist: hier beginnen unsere Recaps von Staffel 1, die übrigens auch bei TVNOW steht).

Einen deutschsprachigen Trailer gibt’s leider nicht:

Noch mehr Kate Moennig und Leisha Hailey - zumindest für Nachteulen: In der Nacht vom 7. auf 8. Oktober (18 Uhr Pacific Time) streamen die beiden The L Word-Stars eine Live-Show ihres Podcasts PANTS (K-Word #357), sprechen darin über eine Episode aus Staffel 1 der Originalserie (das machen sie seit Juli Folge für Folge) und beantworten Fan-Fragen. Tickets für den exklusiven Livestream gibt's hier.

Endlich ist bekannt, wann Princess Charming (zurzeit nur bei TVNOW) zu Vox kommt: Die lesbische Datingshow und Gewinnerin des Deutschen Fernsehpreises (K-Word #421) läuft dort ab dem 29. Oktober immer dienstags! Aber schon in dieser Woche gab der Sender der „Prinzessin“ zwei Minuten Sendezeit: In dem Mini-Format #voxstimme (Mo-Fr, 20:13 Uhr) plädierte Irina Schlauch für eine tolerante Erziehung und erzählte von ihren Eltern, denen sie zu verdanken habe, „dass ich mich stolz und frei als lesbische Frau im Fernsehen zeigen kann. Sie haben mich sein und leben lassen, wie ich wollte.“ Und auch als Schauspielerin sehen wir Irina bald: Sie bekam eine Rolle in der ZDF-Krimiserie SOKO Stuttgart. Die Episode wird in diesen Tagen gedreht und wird voraussichtlich Anfang 2022 ausgestrahlt.

„Nach #ActOut in WIR diese lesbische Figur zu spielen, war ein Geschenk des Universums, das in mein E-Mail-Postfach geflattert kam“, sagte Eva Maria Jost im L-MAG-Interview, das sie uns zusammen mit ihrer Serien-Liebsten Katherina Nesytowa gab (hier nachzulesen). In ihrer Insta-Story teilte sie gestern ihre Erinnerung an ihren ersten L-MAG-Kauf: „Ich erinnere mich noch daran, als ich das erste Mal ein L-MAG in meiner zitterenden Hand hielt und mich fast nicht getraut habe, es zu kaufen…“ In der ZDF-Mediathek stehen aktuell drei (von zwölf) Folgen der neuen Serie über zwei Jugendfreundinnen, die sich nach jahrelanger Funkstille neu ineinander verlieben; jeden Freitag kommt eine neue.

Dancing with the Stars, die US-Version von Let’s Dance, hat ihr erstes gleichgeschlechtliches Paar: In der 30. (!) Staffel der Promi-Tanzshow tritt der queere Teenie-Star JoJo Siwa mit der Profi-Tänzerin Jenna Johnson an. Die 18-Jährige, die mit ihrer Mutter durch die Realityshow Dance Moms bekannt wurde (aber trotz dieses Hintergrunds keine Erfahrung mit klassischem Paartanz mitbringt), outete sich Anfang des Jahres und stellte ihren knapp 33 Millionen TikTok-Followern ihre Freundin Kylie vor (K-Word #391). „Es ist etwas wirklich Besonderes, dass ich der Welt nicht nur zeigen kann, dass man lieben darf, wen man will, sondern auch dass man tanzen darf, mit wem man will“, sagte JoJo, die sich als queer, gay und pansexuell labelt, nach ihrem ersten Auftritt am Montag.

Weiß und hetero sieht enttäuschenderweise die Gewinner:innen-Liste der Emmy-Verleihung 2021 aus. In den Fiction-Kategorien gewann keine einzige der zahlreichen PoC- und queeren (K-Word #412) Nominierten, nur im Reality-Genre wurde RuPaul für seine Shows RuPaul’s Drag Race und RuPaul: Untucked mit drei der begehrten TV-Trophäen ausgezeichnet. Auf Platz 1 in Sachen Outfit landete mit einer Art Badekappe und langen Krallen aber auf jeden Fall der queere The Crown-Star Emma Corrin (K-Word #416), nominiert für ihre Rolle als Lady Diana!

Entertainment Tonight/ Screenshot„Ich kann nichts damit machen. Ich kann meine Hände nicht benutzen“: Emma Corrin über ihre Kunstnägel

Kerstin Ott („Die immer lacht“) distanzierte sich in einem Interview von Nena und Xavier Naidoo, die von der Bühne herunter Stimmung gegen die Corona-Beschränkungen machen. „Grundsätzlich kann ich diese Aluhut-Geschichten überhaupt nicht nachvollziehen. Ich finde das sehr schlimm und glaube, dass diese Menschen ihre Macht manchmal unterschätzen“, sagte sie der Webplattform GMX und äußerte Zweifel daran, dass die beiden „den richtigen Ansatz verfolgen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mit dem Kopf gegen irgendeine Wand gerannt sind. Es sollte schon jeder seine Meinung vertreten dürfen und nicht dafür auch nicht angefeindet werden. Ebenso sollten jedoch insbesondere Menschen mit Vorbildfunktion darauf achten, was sie damit auslösen können, wenn sie vor Tausenden von Menschen sprechen.“ Die Schlagersängerin legte sich neulich schon mit Impfgegner:innen an, indem sie auf Instagram erklärte, weshalb sie sich impfen ließ (K-Word #418).

K. Ott/ InstagramSelbstbewusst lesbisch und ohne Angst, ihre Meinung zu sagen: Kerstin Ott (l.) mit ihrer Frau Karolina

Die lesbische Autorin Antje Rávik Strubel steht mit ihrem aktuellen Roman „Blaue Frau“ (Verlag S. Fischer) auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, der zu Beginn der Frankfurter Buchmesse im Oktober verliehen wird. Mit ihr sind fünf weitere Autor:innen nominiert - wir drücken die Daumen!

Jetzt im Kino: Trans – I Got Life porträtiert sieben trans Frauen und Männer, die auf unterschiedliche Weise mit ihrer Transition umgehen. Die Regisseurinnen Imogen Kimmel und Doris Metz, die mit ihrer Dokumentation den Publikumspreis des Internationalen Filmfests München 2021 gewannen, und drei Protagonist:innen des Films beantworteten gestern in einem Münchener Kino die Fragen der BR-Journalistin Sybille Giel, nachzuhören im Podcast Echt und ehrlich.

Über 500 US-Sportlerinnen, darunter etliche Olympiasiegerinnen, appellierten in einem offenen Brief an das höchste Gericht der USA, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zu erhalten. Anlass ist ein im Bundesstaat Mississippi geplantes Gesetz, das die Bedingungen für Abtreibungen verschärfen will. „Als Athletinnen und Menschen im Sport müssen wir die Macht haben, wichtige Entscheidungen über unseren Körper zu treffen und die Kontrolle über unsere Fortpflanzung zu haben“, sagte Fußballweltmeisterin Megan Rapinoe am Montag in einer Stellungnahme, auch die lesbischen Basketball-Olympiasiegerinnen Sue Bird, die mit Rapinoe verlobt ist (K-Word #377), Diana Taurasi (K-Word #416), Breanna Stewart (K-Word #417) und Brittney Griner (K-Word #96) gehören zu den Unterzeichnerinnen. Der Supreme Court, in dem es nach drei Neubesetzungen durch Trump eine konservative 6:3-Mehrheit gibt, entscheidet am 1. Dezember über das Gesetz; einen Eilantrag gegen ein noch schärferes Gesetz in Texas lehnte er bereits ab.

Bird/ InstagramMegan Rapinoe (l.) und Sue Bird in der Kleidung des US-Olympia-Teams in Tokio

Mit dem kasachischen DJ Imanbek veröffentlichte LP (K-Word #395) in dieser Woche den Song „Fighter“, am 3. Dezember erscheint ihr neues Album „Churches“, und Anfang 2022 kommt sie für drei Konzerte nach Deutschland (die L-MAG als Medienpartnerin präsentiert): In Köln (30. Jan.), Berlin (23. Feb.) und Frankfurt/M. (6. Mrz.) könnt ihr die lesbische Musikerin live sehen, der Vorverkauf hat heute begonnen.

 

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