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K-Word #473: Neues aus der Lesbenwelt

Der 1. FC Köln hat das einzige Ehepaar der Bundesliga im Kader, Leisha Hailey zeigt ihre Freundin, „The L Word: Generation Q“-News, Emeli Sandé verlobt, Lea Schüller, Megan Rapinoe, Cara Delevingne, Brittney Griner-Update, Wilhelmine - und mehr!

Von Karin Schupp

23.9.2022 - Das gab’s noch nie in der Fußball-Bundesliga: Der 1. FC Köln hat das einzige Ehepaar im deutschen Profifußball im Kader! Die österreichische Rekordnationalspielerin Sarah Puntigam und Genessee Daughetee Puntigam, seit Juni verheiratet (K-Word #462), stehen seit Sommer dort unter Vertrag. „Es ist wirklich etwas ganz Besonderes, mit Sarah meine beste Freundin und Lebenspartnerin im selben Team zu haben“, sagte Genessee, gebürtige US-Amerikanerin, der Vereinszeitung Geißbockecho und Sarah ergänzte: „Wir hatten in der Vergangenheit das Gefühl, dass wir uns verstecken müssen und dass nicht immer akzeptiert wurde, wen wir lieben. Für einen Club zu spielen, ohne verheimlichen zu müssen, wer meine Partnerin ist, danach habe ich meine gesamte Karriere gesucht.“ Im Juni hatte sie bereits der Kleine Zeitung gesagt, dass sie von ihrem früheren Arbeitgeber HSC Montpellier nach Deutschland wechselte, weil in Frankreich „das LGBTQ-Thema verschwiegen wird.“ Köln startete letzte Woche mit einem 3:1 gegen Hoffenheim in die neue Saison, heute Abend geht's gegen Leverkusen (Fr, 19:15 Uhr, Eurosport).

Puntigam/ InstagramSeit 2018 ein glückliches Paar: Genessee (l.) und Sarah Puntigam

Die The L Word-Stars Kate Moennig und Leisha Hailey besuchten neulich ein Match des Fußballclubs Angel City und zeigten sich auf Instagram – was sie selten bis nie tun - mit ihren Liebsten (hier und hier): Dass Kate mit der brasilianischen Musikerin Ana Rezende verheiratet ist, ist seit drei Jahren bekannt (K-Word #317), aber Leishas Beziehung mit Kim Dickens (Fear of the Walking Dead) galt bisher als – wenn auch sehr – offenes Geheimnis. Leisha erwähnt in ihrem Podcasts Pants zwar seit einiger Zeit häufig ihre Freundin „Kim“ (die übrigens auch ihre allererste Beziehung war, wie sie dort erzählte) und brachte die Schauspielerin zur letzten The L Word-Premiereparty mit, eine offizielle Bestätigung gab’s bisher aber nicht, schon gar nicht von Kim, die im Gegensatz zu ihrer Partnerin noch nie über ihre sexuelle Identität gesprochen hat.

Moennig/ InstagramDouble-Date im Stadion (v.l.n.r.): Kim Dickens, Leisha Hailey, Kate Moennig, Ana Rezende

News von The L Word: Generation Q: Am Mittwoch kam die erste Szene der kommenden dritten Staffel raus (US-Start: 18. Nov., D-Start noch unbekannt). Sie zeigt den Moment, nachdem Tina überraschend vor Bettes Tür stand - mit diesem Cliffhanger endete Staffel 2. Natürlich bleiben wir mit mehr Fragen als Antworten zurück: Liebt Bette Tina wirklich noch? Und wieso fragt Tina das? Will sie einen endgültigen Schlusstrich ziehen - oder gibt es Hoffnung für TiBette? Dass Tina-Darstellerin Laurel Holloman weiterhin kein festes Cast-Mitglied ist, wirft allerdings gewisse Zweifel an einem Happy End für die beiden auf.

Auch wieder dabei ist Tinas Verlobte Carrie, mit der es zuletzt heftig kriselte. Ihre Darstellerin Rosie O’Donnell (die aktuell mit der Masseurin Aimee Hauer liiert ist, K-Word #472), verriet kürzlich in der Howard Stern Show, dass sie wahrscheinlich eine Sexszene haben wird. Dabei habe sie den Job doch nur unter der Bedingung angenommen, genau das nicht tun zu müssen, sagte sie, „aber die Frauen dort sind so klug und sie sind jung, sie sind in ihren 30ern und 40ern, und sie schreiben dieses unglaubliche Zeug.“ Immerhin gebe es eine Intimitäts-Koordinatorin (die bei einer respektvollen und einvernehmlichen Umsetzung hilft) -– und keine andere als Kate Moennig (Shane) sitze bei der Folge (erstmals!) auf dem Regiestuhl.

Und nach Kehlani wurde eine weitere lesbische Musikerin als The L Word-Gaststar vermeldet: Auch Fletcher wird in der neuen Staffel zu sehen sein. Die Sängerin passt dramentechnisch gut rein – in ihrem aktuellen Song „Becky’s so Hot“ besingt sie die neue Freundin ihrer Ex, der Youtuberin Shannon Beveridge.

Emeli Sandé und Yoana Karemova haben am Mittwoch auf Instagram ihre Verlobung verkündet. „Ich habe Ja gesagt“, kommentierte die R&B-Sängerin („Read All About Me“) knapp ein Foto, das sie mit dem Verlobungsring zeigt, und die Pianistin schrieb: „Ich möchte nur sagen, dass wir für immer zusammen bleiben!!“ Sandé, die bis 2014 mit einem Meeresbiologen verheiratet war, outete sich Ende März als bisexuell und verriet schon da der britischen Zeitung Metro, dass sie in Karemova „die Eine fürs Leben“ gefunden habe (K-Word #450). Das Paar soll sich bei den Aufnahmen zu Sandés aktuellem Album „Let’s Say For Instance“ kennen gelernt haben.

Karemova/ InstagramYoana Karemova (l.) und Emeli Sandé

Noch mal zurück zum Fußball: Am letzten Freitag wurde Fußballnationalspielerin Lea Schüller beim Bundesliga-Auftaktspiel FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt (0:0) als „Spielerin des Jahres“ geehrt. Die lesbische Bayern-Stürmerin (K-Word #445) gewann die Wahl unter Sportjournalist:innen klar vor Alexandra Popp und Torfrau Almuth Schult. In der letzten Saison war Lea auch die Torschützenkönigin, ist mit der Anzahl ihrer Treffer – 16 – aber nicht wirklich zufrieden, wie sie im Kicker-Podcast FE:male View on Football verriet.

Schüller/ InstagramIm Podcast sprach Lea Schüller (l.) auch darüber, wer beim gemeinsamen Sporttreiben ehrgeiziger ist: Sie oder ihre Freundin, die österreichische Profiseglerin Lara Vadlau (r.)

In Spanien sind 15 Fußballnationalspielerinnen zurückgetreten, um die Entlassung des Nationaltrainers Jorge Vilda zu erzwingen. In wortgleichen E-Mails an den Verband heißt es, dass ihre „Gesundheit“ und ihr „emotionaler Zustand“ unter der Situation „erheblich“ leide. Der RFEF hält bisher an Vilda fest. Zu den Rebellinnen gehören auch die lesbischen Spielerinnen Lola Gallardo und Mapi León, nicht jedoch die Kapitänin Irene Paredes (siehe auch Die 59 lesbischen, bisexuellen und queeren Spielerinnen der EM 2022).

US-Fußballstar Megan Rapinoe stellte gestern ihre neue Unterwäsche-Kollektion unter dem Dach von Victoria’s Secret vor, die so gar nicht dessen Spitzen-Dessous-Image entspricht. Aber der krisengeplagte Schlüpper-Hersteller arbeitet ja auch schon seit einem guten Jahr an einem Imagewandel und setzt jetzt auf „echte Frauen“ anstatt leicht bekleidete Mager-Models als „Engel“ über den Laufsteg stöckeln zu lassen.

„Cara Loves Karl“ heißt die nachhaltige und genderneutrale Modekollektion, die Supermodel/ Schauspielerin Cara Delevingne für Karl Lagerfeld, das Label ihres 2019 verstorbenen Mentors, entworfen hat. „Ich möchte für etwas stehen, was auf mehreren Ebenen fortschrittlich ist“, sagte sie der Vogue. „Deswegen sind meine Teile auch geschlechtsneutral und in Bezug auf die Größe so inklusive wie möglich.“ In Bezug auf die Preise sind sie allerdings nicht sehr inklusiv: Die liegen zwischen 89 Euor (Beanie) und 599 Euro (Wendemantel). Der Premierenparty ihrer Kollektion in New York blieb Cara übrigens fern und bestärkte damit das Gerücht, dass es ihr privat nicht gut gehe: Die queere Britin, die zuletzt mit der Londoner Sängerin Minke techtelte, soll mit psychischen Problemen und einer Drogensucht zu kämpfen haben. Freund:innen, darunter Margot Robbie (die mit ihr im August noch in Spanien urlaubte), sollen sie bisher vergeblich zu einem Entzug und einer Therapie aufgefordert haben.

Karl Lagerfeld

Brittney Griner-Update: Der frühere US-Botschafter Bill Richardson reiste im September nach Russland, mutmaßlich um über einen Gefangenenaustausch des US-Basketball-Superstars und eines weiteren inhaftierten Landsmanns zu verhandeln. Griner sitzt seit Februar in einem Moskauer Gefängnis, weil sie mit 0,7 Gramm Cannabisöl im Gepäck eingereist war, Anfang August wurde sie wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt (K-Word #467). US-Präsident Joe Biden empfing am letzten Freitag ihre Ehefrau Cherelle Griner, die sich anschließend auf Instagram „bei Präsident Biden und der Regierung für ihre Bemühungen um die Freilassung meiner Frau“ bedankte. „Es war mir eine Ehre, mit ihm direkt über die Brittney zu sprechen, die wir kennen und lieben. Ich habe jede Minute der zermürbenden sieben Monate ohne sie gespürt. Ich freue mich auf den Tag, an dem meine Frau wieder zu Hause ist.“

Brandneu: Wilhelmines Song „ich gehör wieder mir“ ist ein weiterer Vorsgeschmack auf das Debütalbum der queeren Berlinerin. „Wind“ erscheint am 28. Oktober.

K-Word: Jeden Freitag neu auf l-mag.de!

Weiterlesen: K-Word #472: Neues aus der Lesbenwelt

 

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