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K-Word #62: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: "Orange Is The New Black"-Stars feiern in Berlin, Ellen Page, Nadine Angerer, Julia Volkova von t.A.T.u., "Bauer sucht Frau" kam die lesbische Kandidatin abhanden - und dazu ein wenig Musik!

Von Karin Schupp

l-mag.de, 19.9. - Seit dieser Woche könnt ihr Orange Is The New Black auch offiziell in Deutschland, Österreich und Schweiz sehen (synchronisiert oder im Original mit Untertiteln): der neue Online-Streamingdienst Netflix hat sie im Angebot - wir berichteten - und brachte zur Premiere in Berlin gleich vier Stars der queeren Frauenknastserie mit: unsere aktuellen L-MAG-Covergirls Laura Prepon (Alex) und Taylor Schilling (Piper), Kate Mulgrew (Red) und Emmy-Gewinnerin Uzo Aduba (Crazy Eyes) mischten sich bei der Netflix-Party in der Komischen Oper unters Volk, und vor allem letztere entpuppte sich als Queen der Tanzfläche.

Also, mir gefallen sie ja im "Prison-Style" besser...: Laura Prepon, Taylor Schilling, Kate Mulgrew in Berlin (v.l.n.r.) - Foto: Instagram NetflixDE

Überhaupt stand das Event ganz unter dem Motto der Erfolgsserie: das Foyer wurde zur OITNB-Knast-Kantine umgebaut und die Häppchen gab's auf Blechtabletts - geschmacklich allerdings kein Vergleich zu dem offenbar originalgetreuen Knastfraß, der ihnen bei den Dreharbeiten serviert wird, wie die OITNB-Stars erzählten.

Beim Interview-Marathon am nächsten Tag wirkte Taylor Schilling ein wenig müde, während der erklärte Berlin-Fan Laura Prepon frisch und munter mit Uzo Aduba auf deutsch in die Kamera grüßte (s. ganz unten) und noch genug Power für eine Radtour durch die Stadt hatte - auf der sie lernte, dass man Fahrräder in Berlin wirklich doppelt und dreifach anschließen muss...

Prepon, Aduba, Schilling am Flughafen (v.l.n.r.), stilgerechtes Catering auf der Premierenparty - Fotos: Instragram NetflixDE

Sie wäre die zweite lesbische Kandidatin bei Bauer sucht Frau (ab 13. Okt.) gewesen, stieg aber schon vor der Aufzeichnung der RTL-Kuppelshow wieder aus: die Pferdewirtin Katrin (s. K-Word #48) hat nämlich ihre Frau längst gefunden! Melanie aus Bayern googelte nach dem Bewerberinnen-Aufruf im Juni einfach ihre Adresse und meldete sich direkt bei ihr. Und während in Heterohausen noch geflirtet wird, fuhr in Lesbendorf bereits der Umzugswagen vor: Melanie ist schon bei Katrin eingezogen! Wie die Lokalzeitung berichtet, versuchten fast 60 Frauen, die Ostwestfälin ohne den Umweg übers Fernsehen kennen zu lernen - Lesben sind halt pragmatisch (und wer will schon von RTL zur "kessen Katrin" und "munteren Melanie" gemacht werden)!

Bäuerin sucht keine Frau mehr: Katrin aus Ostwestfalen - Foto: RTL

In diesen Tagen beginnen in New York die Dreharbeiten für Freeheld mit Ellen Page in ihrer ersten Lesbenrolle seit ihrem Coming Out. Wie ihr auf dem Foto seht, bereitet sie sich bereits intensiv auf ihre Rolle vor: sie spielt nämlich eine Auto-Mechanikerin, die mit ihrer todkranken Frau, einer Polizistin (Julianne Moore, The Kids Are All Right), um eine Witwenrente kämpft. Die wahre Geschichte war schon einmal Thema in einem Dokumentarfilm gleichen Namens, der 2008 einen Oscar bekam.

"Könnten Sie auch noch mal nach dem Ölstand schauen?" - Ellen Page beim Schraubertraining - Foto: Manhattan Car Club

In einer russischen TV-Show redete sich Julia Volkova, Ex-Fake-Lesbe des Popduos t.A.T.u. („All The Things She Said“) um Kopf und Kragen. Sie fände es schrecklich, wenn ihr Sohn schwul wäre, sagte sie unter dem Applaus des Publikum, denn: „Ein richtiger Mann muss ein richtiger Mann sein. Gott schuf den Mann für die Fortpflanzung, das ist die Natur.“ Gegen eine lesbische Tochter hat die 29-Jährige, die sich als bisexuell bezeichnet, dagegen nichts: „Lesben sehen viel ästhetischer aus als zwei Männer, die Händchen halten oder sich küssen.“ Ihr Fazit: „Schwule sind immer noch besser als Mörderer, Diebe und Drogenabhängige. Im Vergleich dazu ist schwul zu sein ein bisschen besser.“ Oh! Je! Die Sängerin hat übrigens tatsächlich eine Tochter (10) und einen Sohn (6). Ausschnitte aus dem Interview gibt's hier mit englischen Untertiteln:

Nadine Angerer in der Zeitschleife? Vor genau einem Jahr wechselte unsere Nationaltorfrau zum australischen Club Brisbane Roar und im Frühjahr zum US-Verein Portland Thorns - und jetzt wiederholt sich das Ganze: ab Ende September wieder Brisbane Roar, ab Frühjahr 2015 Portland. Hoffentlich kommt sie da mit dem Links- und Rechtsverkehr nicht durcheinander!

Zuvor machte Natze aber noch mit dem Nationalteam ihre WM-Teilnahme klar: mit einem 4:1-Sieg gegen Russland qualifizierten sie sich am letzten Wochenende frühzeitig für die Fußball-WM 2015 in Kanada, der 2:0-Sieg am Mittwoch gegen Irland war dann nur noch das Sahnehäubchen.

Späßchen mit "sleepy, boring" Tabea Kemme (Turbine Potsdam) am Moskauer Flughafen - Foto: Twitter/ Nadine Angerer

Ich bin ja weit davon entfernt, Werbung für Apfel-Telefone zu machen (und andere Smartphone können dasselbe!), aber diesen Werbespot will ich euch nicht vorenthalten: der Song „When I Grow Up“ stammt nämlich von der lesbischen Sängerin Jennifer O’Connor - und wer schon die 2. Staffel von Orange Is The New Black gesehen hat, kennt noch mehr von ihr: mit ihrer Band Adopted Highways schrieb O‘Connor die Musik für die Band von Schließer Caputo (Nick Sandow).

Und hier die versprochenen Grüße von Laura Prepon und Uzo Aduba - "Danke" und "Auf Wiedersehen" aus Berlin:


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