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K-Word #65: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Marie Bäumer spielt Miriam Meckel in der Verfilmung ihres Burnout-Buchs, Raven-Symoné über ihr Coming Out, neue TV-Serien, zwei Filme und der vielleicht nächste lesbische Superstar: Hemming

Von Karin Schupp

l-mag.de, 10.10. - Das ZDF verfilmt Miriam Meckels Burnout-Buch „Brief an mein Leben“, in dem die Lebensgefährtin von Anne Will und Chefredakteurin der Wirtschaftswoche ihren Zusammenbruch nach jahrelanger beruflicher und privater Überforderung schildert. In der Filmversion, die gerade in Berlin und Umgebung gedreht wird, spielt Marie Bäumer (Adlon) die Hauptrolle, Christina Hecke (Der letzte Bulle) ihre Partnerin. Na also, ZDF, geht doch! Man kann tatsächlich einen Film, der nicht direkt etwas mit Homosexualität zu tun hat, mit einer lesbischen Hauptfigur besetzen! Der Sendetermin steht noch nicht fest.

Miriam Meckel (l.) und Marie Bäumer - Fotos: re:publica, CC-BY (l.), Hubert Burda Medien, CC-BY-NC-SA

Letztes Jahr im August outete sich Raven-Symoné (s. K-Word #4) per Twitter und Facebook, jetzt sprach der Ex-Kinderstar, der die kleine Olivia in Bill Cosbys Familienbande spielte, zum ersten Mal öffentlich darüber. In Oprah Winfreys Show Where Are They Now? wollte sie sich zwar nicht als „gay“ labeln, sondern als „ein Mensch, der Menschen liebt“, sagte aber, dass sie das schon mit 12 wusste und heute „in einer unglaublichen, glücklichen Beziehung mit einer Frau“, dem Model AzMarie Livingston, ist. Mit ihrer labelfreien Sexualität liegt sie ja ganz im Trend - mit ihrer Ergänzung, dass sie „keine Afroamerikanerin, sondern Amerikanerin“ sei, entfachte sie hingegen einen Shitstorm (sodass sie anschließend zu einer Erklärung - "Ich habe nicht gesagt, dass ich nicht schwarz bin" - gezwungen war).

Ab nächsten Mittwoch (20:15 Uhr) zeigt ProSieben die zweite Hälfte der 10. Staffel von Grey’s Anatomy, in der Callie (Sara Ramirez) und Arizona (Jessica Capshaw) versuchen, ihre Beziehung wieder in den Griff zu kriegen. Kleiner Auffrischer: Arizona hatte einen One Night-Stand mit Dr. Nur-einen-Tag-zu-Besuch und eine Affäre mit der Assistenzärztin Leah Murphy (Tessa Ferrer). In der nächsten Folge kaufen „Calzona“ ein Haus und besiegeln die Entscheidung mit einem Kuss (siehe Foto!), aber das passiert alles noch während des Vorspanns, und ihr wisst ja, dass Grey's nicht die Serie für schnelle Happy Ends (oder überhaupt Happy Ends!) ist...

"Bitte lass uns einfach so bleiben, dann können uns die Autoren keine weiteren Probleme ins Drehbuch schreiben!" - Arizona und Callie in "Grey's Anatomy"

Am Montag startet Black Box, die neue Serie von The L Word-Schöpferin Ilene Chaikens (VOX, 23:05 Uhr), in der eine geniale, psychisch kranke Neurologin (Kelly Reilly) im Mittelpunkt steht. Lesbische Charaktere gibt’s leider keine, aber  Vanessa Redgrave und Laura Fraser (Cat in Lip Service) spielen mit, und in Folge 3 gibt's eine lesbische Patientin. In den USA war die Serie - ich würde sagen: zu Recht - kein Erfolg und wurde nach 13 Folgen eingestellt.

Im ZDF läuft seit September (Fr, 23:45) die 1. Staffel von Ray Donovan mit Kate Moennig (The L Word) in einer lesbischen Rolle (s. Neue TV-Serien), der Pay-TV-Sender FOX strahlt ab 13. Oktober die 2. Staffel aus.

Und sie gehört noch zu den zurückhaltenderen Charakteren in "Ray Donovan": Lena (Kate Moennig)... - Foto: Showtime

Hemming - der nächste große Star aus dem Hause Linda Perry? Die lesbische Musikerin aus Philadelphia (die eigentlich Candice Martello heißt) gewann in der Doku-Serie Make Or Break (s. K-Word #53) einen Platten-vertrag bei der lesbischen Super-Produzentin, die schon die Karrieren von Pink, Christina Aguilera und Gwen Stefani nach vorne pushte. Letzte Woche erschien Hemmings erster Song „Hard On Myself“:

Neu auf DVD: der Horror-Thriller Proxy von Zack Parker wird als “sozio-pathisches lesbisches Liebesdreieck” beschrieben: die hochschwangere Esther (Alexia Rasmussen) verliert nach einem brutalen Überfall ihr Baby und muss auch mit den psychischen Folgen der Attacke zurechtkommen. In einer Selbsthilfegruppe befreundet sie sich eng mit Melanie (Alexa Havins), die ein ähnliches Schicksal zu haben scheint und offenbar eine brutale, kriminelle Lebensgefährtin Anika (Kristina Klebe) hat. Keine Ahnung, ob das eher gruselig oder eher schrecklich ist - mehr als den wenig erhellenden Trailer kenne ich auch nicht.

Softer und berechenbarer klingt da ein neuer deutscher Lesbenfilm, in dem ebenfalls eine Schwangerschaft eine Rolle spielt: in Luma verlieben sich die brave Hausfrau und werdende Mutter Luma (Melanie Isakowitz) und die selbstbewusste, bisexuelle Christiane (Anja Ressmer), beide mit Männern verheiratet, ineinander. Die Liebes- und Emanzipationsgeschichte auf dem Dorf ist bereits abgedreht, die Regisseurin/ Autorin Silvia Rietdorff sammelt gerade per Crowdfunding die letzten Euros für den Feinschliff.

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