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K-Word #88: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Vorfreude auf Julianne Moore und Ellen Page in "Freeheld", schlechte Kritiken für Ellen DeGeneres' neue lesbische Sitcom, in "Block B" wird geflirtet, in "Orange is the New Black" gesungen, Ruby Rose, Dunja Hayali und der Film "Eine neue Freundin"

Von Karin Schupp

l-mag.de, 20.3.2015 - Das erste Kinoplakat von Freeheld sieht doch schon mal gut aus, auch wenn es ein wenig in die falsche Richtung weist. Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert, ist keine romantische Lovestory, sondern ein kämpferisches Lesbendrama: Eine todkranke Polizistin, gespielt von Oscar-Gewinnerin Julianne Moore, will ihrer Lebensgefährtin (Ellen Page in ihrer ersten Lesbenrolle) eine Witwenrente hinterlassen. Das Problem: dazu müssten sie verheiratet sein, und das durften sie damals - die Geschichte spielt vor zehn Jahren - noch nicht. Der genaue Kinostart-Termin steht leider noch nicht fest.

In der neuen RTL-Frauenknastserie Block B - Unter Arrest nimmt der Flirt zwischen Knast-Lesbe Chris (Claudia Gäbel) und Gefängnisdirektorin Ariane (Patricia Aulitzky) an Fahrt auf: in der nächsten Folge (Do, 21:15 Uhr) hat Ariane einen erotischen Traum mit Chris und eine Beziehungskrise mit ihrem Verlobten…

Ariane (Patricia Aulitzky, l.) und Chris (Claudia Gäbel) - Foto: RTL/ Claudius Pflug

Und auch die Premiere der 3. Staffel von Orange is The New Black rückt näher: am 12. Juni stellt Netflix die 14 neuen Folgen online. Zur Einstimmung hat der Video-on-Demand-Anbieter einen neuen Trailer gepostet: die Knacki-Version des Songs „Don’t Talk To Me“ von Tre Coast ft. Lycia Faith.

Im Clip erstmals im Knast-Outfit zu sehen: Ruby Rose, die ein „neues Lustobjekt für Piper und Alex“ spielen wird. Wer die vielseitige Australierin, die auch Model und DJ ist und heute übrigens ihren 29. Geburtstag feiert, mal aus der Nähe sehen will: im Juni legt sie auf dem spanischen Lesbenfestival Ola Girls (5.-7. Juni) auf - und wer über L-MAG bucht, kriegt sogar 10 Prozent Rabatt!

Ruby Rose (r.) mit Evan Rachel Wood ("The Wrestler") - keine Sorge, Rubys Verlobung mit der Modedesignerin Phoebe Dahl steht noch! - Bild: Twitter/ Ruby Rose

Am Dienstag startete in den USA die Sitcom One Big Happy mit Elisha Cuthbert (24) als lesbischer Hauptfigur - und wurde von der TV-Kritik komplett verrissen. Leider nicht zu unrecht: besonders lustig war's nicht, und die Story ist schon arg konstruiert: Lesbe und bester Freund kriegen zusammen ein Kind und gründen mit seiner frischgebackenen Ehefrau (die er erst seit drei Tagen kennt) eine neue Art der Regenbogenfamilie (die Lesbe kriegt wahrscheinlich bis auf weiteres kein Liebesleben…). Das muss noch besser werden! Wäre jedenfalls schade drum, wo doch hinter der Kamera so viele Lesben beteiligt sind: die Comedy stammt von Liz Feldman (K-Word #85) und wird von Ellen DeGeneres produziert, den Titelsong schrieb Feldmans Frau Rachael Cantu, und auch im Autorenteam sitzt eine Lesbe. 

So nicht! Mit Günther Jauch kann ZDFneo-Moderator Jan Böhmermann ja gerne in Vanoufakis-Stinkefinger-Fragen anlegen, aber dann auch noch Dunja Hayali und - japs! - ihren Hund zu beleidigen: das geht nun wirklich zu weit! Zum Glück kann sich die lesbische ZDF-Morgenmoderatorin gut selbst verteidigen:

Ab 26. März im Kino: Eine neue Freundin nach einer Erzählung von Ruth Rendell. Als ihre beste Freundin Laura (Isild Le Besco) stirbt, kümmert sich Claire (Anaïs Demoustier) um Lauras Mann David (Romain Duris) und Baby - und reagiert schockiert, als sie entdeckt, dass David gerne in Frauenkleidern rumläuft. Doch dann entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden, die Claire vor ihrem eigenen Mann versteckt. Der Film des schwulen Regisseurs François Ozon (8 Frauen) dreht sich um die fließenden Grenzen zwischen sexuellen Identitäten und Geschlechtern und ist gewohnt schön gedreht, bleibt aber trotz einiger lesbischer Untertöne (was ging da mit Laura?) enttäuschend hetero und konservativ.

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