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5 Tote bei Anschlag auf LGBTQ-Club in Colorado

Bei einem Anschlag auf einen queeren Club in Colorado Springs kamen am Samstagabend mindestens fünf Menschen ums Leben, 25 wurden verletzt. Der Täter konnte überwältigt und verhaftet werden.

21.11.2022 - Ein Mann erschoss am Samstag im „Club Q“ in Colorado Springs mindestens fünf Menschen, 25 weitere wurden verletzt. Bekannt gegeben wurden bisher die Namen von vier Todesopfern: Die Barkeeper Derrick Rump (38) und Daniel Aston (28), ein trans Mann, sowie zwei Gäste: trans Frau Kelly Loving (40) und Ashley Paugh (35), die Mann und Tochter (11) hinterlässt.

Der 22-jährige Täter betrat kurz vor Mitternacht den LGBTQ*-Club und eröffnete sofort das Feuer. Mehreren Gästen gelang es schließlich, ihn zu überwältigen und weiteres Blutvergießen zu verhindern. Wenige Minuten später traf die Polizei ein und nahm den Mann, der als Anderson Lee A. identifiziert wurde, fest, zurzeit befindet er sich noch in einem Krankenhaus. Über seine Motive ist noch nichts bekannt, die Polizei ermittelt in Richtung Hassverbrechen.

UPDATE, 22.11.22: Die Polizei stufte die Tat noch nicht als Hassverbrechen ein. Der Täter, der sich noch im Krankenhaus befindet, schweigt bisher. 

Bestätigt ist inzwischen, dass der Mann im Juni 2021 verhaftet wurde, weil er seine Mutter mit Waffen und einer selbstgebaute Bombe bedroht haben soll. Die Polizei fand damals aber keine Sprengsätze im Haus, sodass es zu keiner Anklage kam.

Flaggen in ganz Colorado auf Halbmast

Der Club Q, der nun bis auf weiteres geschlossen bleibt, zeigte sich in einem Facebook-Post „erschüttert über den sinnlosen Anschlag auf unsere Community. Unsere Gebete und Gedanken sind bei allen Opfern und ihren Familien und Freunden. Wir danken den schnellen Reaktionen der heldenhaften Gäste, die den Bewaffneten überwältigt und diesen Hassanschlag beendet haben.“ Am Samstagabend hatte es dort eine Punk- und Alternative-Show gegeben, um 23 Uhr begann eine Tanzparty. Für Sonntag war ein Brunch anlässlich des „Transgender Day of Remembrance“ angekündigt, abends sollte es eine Drag-Show geben.

Colorados schwuler Gouverneur Jared Polis ordnete an, die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden im Bundesstaat bis Samstag auf Halbmast zu setzen.

Auch US-Präsident Joe Biden meldete sich mit einem Statement: „Wir wissen, dass die LGBTQI+-Community in den letzten Jahren entsetzlicher Hassgewalt ausgesetzt war“, heißt es darin. „Waffengewalt hat weiterhin verheerende und besondere Auswirkungen auf LGBTQI+-Communities in unserem Land, und die Gewaltandrohungen nehmen zu.“

 

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