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6 neue Serien mit L-Faktor im Frühjahr 2022

In den nächsten zwei Monaten starten 6 Serien mit lesbischen, bisexuellen und queeren Hauptfiguren: „How I Met Your Father“, „Generation“, „Everything’s Gonna Be Okay“, „Becoming Charlie“, „Heartstopper“ und „Home Economics“. Hier stellen wir sie vor.

HBO Max Riley (Chase Sui Wonders, l.) und Greta (Haley Sanchez) in „Genera+ion“, wie sich der Titel der Serie eigentlich schreibt

Von Karin Schupp, 10.4.2022

1. Generation

Die wahre Generation Q: Jugendserie über Schüler:innen an einer kalifornischen High School, darunter der schwule Chester (Justice Smith), der mit dem neuen Sozialpädagogen (Nathan Stewart-Jarrett) der Schule flirtet, der bisexuelle Nathan (Uly Schlesiger) und Greta (Haley Sanchez), die bei ihrer trans Tante lebt und für die coole Riley (Chase Sui Wonders) schwärmt. Die Serie, die von dem schwulen Paar Daniel und Ben Barnz und deren queerer Tochter Zelda (19) stammt, wurde mit dem Netflix-Hit Euphoria verglichen, war aber weniger erfolgreich: Nach einer Staffel war Schluss.

Wann und wo? Staffel 1 (10 Folgen) ab 12. April auf RTL+ (Ex-TV Now)

2. How I Met Your Father

Comedyserie: Der Nachfolger des Sitcom-Hits How I Met Your Mother darf Marshalls und Lilys alte Wohnung und dieselbe Titelmelodie wiederverwenden, hat aber einen komplett neuen Cast: Diesmal geht’s um Sophie (gespielt von Hilary Duff und - im Jahr 2050 - von Sex and the City-Star Kim Cattrall) und ihre fünf besten Freund:innen, darunter auch die lesbische Ellen (Tien Tran), die nach der Scheidung von ihrer Frau nach New York gezogen ist. Staffel 2 ist beauftragt.

Wann und wo? Staffel 1 (10 Folgen) ab 8. Juni bei Disney+

Hulu „How I Met Your Father“ ist trotz Ellen (hinten rechts) sehr hetero, aber immerhin bekommt sie ein paar Flirts und Eroberungen - und am Ende sogar einen potenziellen Love Interest

3. Heartstopper

Queere Jugendserie: Im Mittelpunkt steht zwar die Liebe zwischen zwei Jungs, Charlie (Joe Locke) und Nick (Kit Connor), aber an ihrer Highschool gibt’s noch weitere queere Charaktere, darunter das Pärchen Tara (Corinna Brown) und Darcy (Kizzy Edgell). Die Fans des beliebten britischen Web-Comics von Alice Oseman (neue Folgen drei Mal im Monat) sind schon ganz aus dem Häuschen und haben auch das Casting abgenickt.

Wann und wo? Staffel 1 (8 Folgen) ab 22. April bei Netflix.

Netflix Tara und Drea in „Heartstopper“

4. Home Economics

Familien-Comedy über drei erwachsene Geschwister in San Francisco, die sich mehr oder weniger gut durchs Leben schlagen: Tom (Topher Grace), ein Schriftsteller in Schaffenskrise, ist mit Marina (Karla Souza) verheiratet, Connor (Jimmy Tator) ist ein reicher Finanzmanager mit gescheiterter Ehe, und die arbeitslose Kindertherapeutin Sarah (Caitlyn McGee) und ihre Frau Denise (Sasheer Zamata) sind „woke“ Veganerinnen, also echte Klischee-Lesben... 

Wann und wo? Bisher 2 Staffeln, 27 Folgen, ab 26. April bei Sky Comedy/ Sky Ticket

Temma Hankin/ ABC Auf der Couch: Sarah (l.) und Denise in „Home Economics“

5. Becoming Charlie

Erste deutsche Serie mit nichtbinärer Hauptfigur: Charlie (Lea Drinda, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo) ist Anfang 20, fühlt sich weder als Frau noch als Mann und verlässt das vertraute Zuhause, eine Hochhaussiedlung in Offenbach, um sich auf die Reise zur Akzeptanz der eigenen Nicht-Binarität zu machen. Wegbegleiter:innen sind eine lesbische Tante und ihre Lebensgefährtin, ein schwuler Freund und die queere Studentin Ronja, in die sich Charlie verliebt. Die queere Regisseurin Kerstin Polte (Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?) und Greta Benkelmann verfilmten die Drehbücher von Lion H. Lau, selbst trans und nichtbinär, für die ZDF-Reihe „Instant Fiction“, in der auch die Lesbenserie  Loving Her erschien. 

Wann und wo? 6 Folgen à ca 10 Minuten, ab 20. Mai in der ZDF-Mediathek, am 24. Mai und 31. Mai bei ZDFneo.

ZDF/ Tatiana Vdovenko Lea Drinda als nichtbinäre Hauptfigur in „Becoming Charlie“

6. Everything’s Gonna Be Okay

Familien-Comedy: Der schwule Australier Nicholas (Josh Thomas, der auch in seiner semiautobiografischen Serie Please Like Me die schwule Hauptfigur spielte) wird nach dem Tod seines Vaters zum Vormund seiner zwei jugendlichen Halbschwestern in Kalifornien, Matilda (Kayla Cromer) und Genevieve (Maeve Press). Matilda ist Autistin und erlebt in der ersten Staffel ihr pansexuelles Coming Out mit ihrer Schulfreundin Drea (Lillian Carrier).

Wann und wo? 2 Staffeln à zehn Folgen, ab 12. April auf RTL+ (Ex-TV Now)

Den Trailer gibt's leider nur im englischen Original

Freeform „Everything's Gonna Be Okay“: Matilda (l.) und Drea sind nicht nur autistische Charaktere, sondern werden auch von autistischen Schauspielerinnen gespielt

 

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