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Anpfiff: Am 6. Juli startet die Fußball-EM der Frauen

Am Mittwoch geht's los: In England beginnt die Fußball-EM. Auch wenn die Wettbüros die Gastgeberinnen und Spanien vorne sehen: echte Favoritinnen gibt’s nicht, und auch das DFB-Team könnte seine Talsohle durchschritten haben. Hier alle Infos zum Turnier.

Ann-Katrin Berger, Sara Doorsoun, Lea Schüller und Svenja Huth (v.l.n.r.): Das sind die vier offen queeren Spielerinnen im DFB-Team

Von Uta Zorn

3.7.2022 - 31 Spiele, 16 Teams und ein Finale im Wembley-Stadion. Die 13. Fußball-Europameisterschaft in England beginnt am 6. Juli (21 Uhr live in der ARD) mit der Partie der Gastgeberinnen gegen Österreich.

Die beiden Erstplatzierten der vier Vierergruppen qualifizieren sich für die Viertelfinalspiele (20.-23. Juli). Nach den beiden Halbfinals am 26./ 27. Juli steht fest, wer im Finale am 31. Juli im Londoner Wembley-Stadion um den Titel spielt. Alle Partien der Hauptrunde werden zur besten Sendezeit um 21 Uhr angepfiffen, nur das sonntägliche Endspiel startet schon um 18 Uhr.

„Equal Pay“ in acht Teams - Deutschland ist nicht dabei

Von den 16 Teilnehmerländern haben inzwischen die Hälfte angekündigt, eine Form von „Equal Pay“ umzusetzen: England, Norwegen, Finnland, Schweden, Island, Spanien, die Niederlande und die Schweiz. Beim DFB allerdings ist das noch in weiter Ferne, nur die Siegprämie wurde im Vergleich zu letzten EM von 37.500 auf 60.000 Euro angehoben (bei den DFB-Männern waren es 2021 pro Spieler 400.000 Euro). In Norwegen bekommen übrigens alle Nationalspieler:innen seit 2017 die gleichen Prämien, weil die Männer auf Sponsoring-Einnahmen verzichten.

Neu bei dieser Europameisterschaft ist, dass es tatsächlich schon in der Gruppenphase ein Elfmeterschießen geben könnte: wenn zwei Teams dieselbe Anzahl Punkte, gleiche Tordifferenz, dieselbe Anzahl geschossener und erhaltener Tore haben und im letzten Gruppenspiel aufeinandertreffen, fällt die Entscheidung nach einem Unentschieden per Elfmeterschießen.

Wettbüros sehen Spanien und England im Finale

Kommen wir zu der Frage: Wer sind denn die Favoritinnen auf den Titel? Ginge es nach den Wettbüros, stünden Spanien und England im Finale. Frankreich und die Niederlande folgten auf den Plätzen 3 und 4, für Schweden und Deutschland wäre im Viertelfinale Schluss.

Mit Alexia Putellas und Jennifer Hermoso haben die Spanierinnen die aktuell besten europäischen Fußballerinnen im Kader, die Engländerinnen haben den Heimvorteil auf ihrer Seite, und die Titelverteidigerinnen aus den Niederlanden mussten sich bei der WM 2019 erst im Finale gegen die USA geschlagen geben.

Doch die Expert:innen sind sich einig: Es gibt in diesem Jahr keinen Top-Favoriten, aber es wird spannend. Schon in der der Gruppenphase könnte es Überraschungen geben, und für alle acht Viertelfinalistinnen könnte es potenziell bis ins Finale gehen.

Für Deutschland geht's am 7. Juli los

Für das DFB-Team beginnt das Turnier am 8. Juli gegen Dänemark (ZDF, 21 Uhr), am 12. Juli folgt die Partie gegen Spanien (ARD, 21 Uhr). Zum Abschluss der Gruppenphase wird am 16. Juli gegen Finnland gespielt (ZDF, 21 Uhr).

Die Konkurrentinnen um den Gruppensieg haben ihre letzten Spiele vor der EM nicht so souverän bestritten wie die deutsche Elf (zuletzt 7:0 gegen die Schweiz). Die Däninnen verloren gegen Norwegen mit 1:2, und Spanien trennte sich 1:1 von Italien. Vielleicht ist das ein gutes Omen und die Überraschungssiegerinnen kommen in diesem Jahr aus Deutschland!

Fußballerinnen-Doku begleitet DFB-Spielerinnen seit einem Jahr

Um die Wartezeit nach dem Eröffnungsspiel bis zum ersten Auftritt der DFB-Auswahl zu verkürzen, hier ein Tipp: Seit mehr als einem Jahr begleitet ein Filmteam die deutschen Nationalspielerinnen auf und neben dem Platz. Pünktlich zum Beginn der EM wird am 6. Juli die weltweit erste Frauenfußball-Dokuserie Born for this – mehr als Fußball  in allen Mediatheken der Senderallianz von ARD, Sky und Magenta TV veröffentlicht. Auch um Homosexualität wird es darin gehen, wie der Trailer bereits zeigt - darin sind auch Sara Doorsoun und ihre Freundin, die Princess Charming-Gewinnerin Lou Schaaf, zu sehen: 

DFB/ ScreenshotSara Doorsoun (r.) und Lou Schaaf in „Born for this“ (zum Trailer: Klick aufs Bild)

Nächste Woche stellen wir zum EM-Start auf l-mag.de alle offen lesbischen, bisexuellen und queeren Spielerinnen des Turniers vor.

 

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