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Brasilien: LGBT-Widerstand gegen den neuen Präsidenten

Seit der rechte Populist Jair Bolsonaro am 1. Januar das Amt des brasilianischen Präsidenten angetreten hat, fürchtet die LGBT-Szene um ihre hart erkämpften Rechte. Deshalb haben sie mit einer ersten Aktion klargestellt: Wir werden Widerstand leisten!

All Out/Divulgação "Wir sind LGBT+, und wir werden Widerstand leisten" wurde aufs bisherige Ministerium für Menschenrechte projiziert

Von Sabine Mahler

8.1.19 - Brasilianische LGBT-Aktivisten der Organisation „All out“ projizierten in den vergangenen Tagen Schriftbilder an Hauswände wichtiger Standorte in der Hauptstadt Brasilia. Zu lesen war unter anderem der Satz: „Wir werden Widerstand leisten.“

Damit will die brasilianische LGBT-Community zum Amtsantritt von Jair Bolsonaro ein Zeichen setzen. Der Populist sorgte für einen starken Rechtsruck in dem südamerikanischen Land. Während seines Wahlkampfs machte Bolsonaro Stimmung gegen jegliche Minderheiten im Land.

Eine seiner ersten Amtshandlungen war denn auch, das bisherige Ministerium für Menschenrechte umzugestalten und ihm die Zuständigkeit für LGBT-Themen und den Schutz sexueller Minderheiten zu entziehen, sodass aktuell kein Ministerium dafür zuständig ist.

Brasilien war schon immer ein Land mit stark ausgeprägter Homophobie und Transphobie, dabei schien sich die Situation in den letzten Jahren zu entspannen. Seit 2013 ist in Brasilien die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren rechtlich erlaubt. Außerdem findet im Land des Karnevals die weltweit größte Gay Pride-Parade statt.

Doch mit Jair Bolsonaro an der Macht ist die Gefahr groß, dass die Homosexuellen im Land ihre hart erkämpften Rechte wieder zu verlieren. Auch andere Minderheiten wie People of Color oder die dort lebenden indigenen Völker müssen mit Diskriminierung rechnen. Gleichzeitig gibt es aber auch einen kleinen Lichtblick: Erst Ende des Jahres 2018 wurden drei offene Trans-Frauen in die brasilianische Staatsversammlung gewählt.

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