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Bundesliga: Der Fußball rollt wieder!

Zum heutigen Start der Fußballbundesliga der Frauen gibt L-MAG-Expertin Uta Zorn einen Überblick über die zwölf Teams der Saison, ihre Erfolgsaussichten und ihre Stars.

Uta Zorn L-Faktor in der Bundesliga: Anna Gasper (2.v.r., Turbine Potsdam) und die Wolfsburgerinnen Nilla Fischer, Isabel Kerschowski und Pernille Harder (v.l.n.r.) gehören zu den wenigen Spielerinnen, die in Interviews ganz selbstverständlich ihre Freundinnen erwähnen

Von Uta Zorn

2.9.2017 - Heute um 14.00 Uhr startet die Frauen-Bundesliga mit den Eröffnungsspielen VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim und SGS Essen gegen Bayern München in die neue Saison. Zwölf Teams spielen an 22 Spieltagen bis zum 3. Juni 2018 um Meisterschaft, Champions League-Startplatz und gegen den Abstieg. Hier unsere Prognose:

Vier Favoriten auf den Titel

Topfavorit auf den Titel ist wieder der VfL Wolfsburg. Der Kader hat sich kaum verändert und könnte nahtlos an die Leistungen der vergangenen Saison - Double-Gewinn aus Meisterschaft und DFB-Pokal - anknüpfen, vorausgesetzt der Trainerwechsel von Ralf Kellermann zum Co-Trainer Stephan Lerch funktioniert.

Anna Blässe/ Instagram Wenn's denn dem Toreschießen dient: VfL Wolfsburg-Spielerinnen im Trainingslager in Österreich

Bei Bayern München soll der Abgang von Toptorschützin Vivianne Miedema durch Mandy Islacker (vorher: FFC Frankfurt) kompensiert werden. Neben ihr und Kristin Demann, die aus Hoffenheim wechselte, kommen weitere fünf Spielerinnen an die Isar.

Nur punktuell verstärkten dagegen Turbine Potsdam und der SC Freiburg ihre gut eingespielten Teams, und beide haben das Potenzial, ganz oben mitzuspielen. In Potsdam verstärken Amanda Ilstedt (vorher: FC Rosengard) und Rahel Kiwic (MSV Duisburg) die Abwehr, in Freiburg Julia Simic (VfL Wolfsburg) und Rebecca Knaak (Bayer Leverkusen) das Mittelfeld.

Laudehr/ Instagram Simone Laudehr (l.) und ihre Bayern-Kolleginnen machten sich schon gestern auf den Weg nach Essen

Vier Teams im Mittelfeld und vier Abstiegskandidaten

Für ganz oben wird es beim 1. FFC Frankfurt nach dem Abgang von Mandy Islacker und dem Karriereende von Saskia Bartusiak nicht mehr reichen. Aber zusammen mit der SGS Essen, der TSG Hoffenheim und dem SC Sand können sie den Favoriten zu Stolpersteinen werden und damit die Liga spannend machen.

Gegen den Abstieg werden in dieser Saison wohl wieder der USV Jena (mit der belgischen Nationaltorhüterin Justien Odeurs, siehe Bild unten) und der MSV Duisburg spielen. Neben Trainerin Inka Grinks, die zum Männerfußball wechselte, haben 13 Spielerinnen den Verein verlassen, darunter auch die lesbische Ex-Nationalspielerin Linda Bresonik, die zum Zweitligisten BV Cloppenburg ging.

Es wird spannend, ob die Aufsteiger aus Bremen und Köln es schaffen, die Liga zu halten. Zumindest sehen die Bemühungen des 1. FC Köln ernsthafter aus als beim letzten Aufstieg vor zwei Jahren.

Odeurs/ Instagram "Die Liebe meines Lebens": Jenas Torfrau Justien Odeurs (l.) auf Instagram über ihre Freundin

Und wo kicken die Europameisterinnen?

Jackie Groenen, die für Europameister Niederlande ein überragendes Turnier gespielt hat, schnürt nach wie vor für den FFC Frankfurt ihre Schuhe. Ihre Team-Kolleginnen Vivianne Miedema und Stefanie van der Gragt verließen hingegen München in Richtung Arsenal London bzw. Ajax Amsterdam. Allerdings haben die Bayern mit Lynneth Beerensteyn und Jill Roord wieder zwei holländische Nationalspielerinnen verpflichtet.

Um weitere Stars der EM zu sehen, müssen wir auf die nächste Runde der Champions League hoffen. Im Sechzehntelfinals (Hinspiele am 4./5. Okt.) trifft Wolfsburg auf Atletico Madrid, Bayern München auf Chelsea LFC (mit Ramona Bachmann). Vielleicht sehen wir dann im Achtelfinale Lieke Martens, die jetzt für Barcelona spielt, Annouk Dekker aus Montpellier oder die Flügelflitzerin Shanice van den Sanden, die soeben von Liverpool nach Lyon wechselte.

Leider nur wenige Live-Übertragungen

Auch wenn viele internationale Stars zurzeit in England, bei Barcelona oder Lyon anheuern, bleibt die Bundesliga doch die stärkste und ausgeglichenste Liga in Europa und kann sich locker mit der US-amerikanischen National Women’s Soccer League (NWSL) messen. Allerdings nicht, was die Übertragungen angeht. Alle Spiele der NSWL sind auf YouTube zu verfolgen, während wir uns mit einer Begegnung, hin und wieder auch zweien, pro Spieltag begnügen müssen. Neben Sport1 ist jetzt auch die Telekom Pay-TV-Sparte an der Übertragung beteiligt, bei DFB-TV ist nach wie vor jeweils eine Partie im Livestream zu empfangen.

Informationen zu jedem Spieltag der Bundesliga, zum DFB-Pokal, der Champions League und natürlich zum DFB-Team findet ihr in Uta Zorns Fußball-Blog Cornerkick.

Hier weiterlesen: 10 + 1 lesbische Spielerinnen der Fußball-EM 2017

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