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Bundesverdienstkreuz für Maria Sabine Augstein

Die lesbische Anwältin Maria Sabine Augstein ist eine unserer wichtigsten Vorkämpferinnen für Trans-Rechte und die Gleichstellung von Lesben- und Schwulen-Paaren. Dafür wird sie mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die der deutsche Staat zu vergeben hat.

Foto: LSVD

Von Karin Schupp

l-mag.de, 22.3.2015 – Wir gratulieren der lesbischen Anwältin Maria Sabine Augstein zum Bundesverdienstkreuz! Mit der Auszeichnung wird ihr jahrzehntelanges juristisches Engagement für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender gewürdigt. „Wir kennen und schätzen sie als Vorreiterin, Wegbegleiterin und Unterstützerin für eine gerechtere, demokratischere und offenere Gesellschaft, die selbstbestimmte Lebensentwürfe schützt und ermöglicht“, grautlierte Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), dem langjährigen LSVD-Mitglied in einer Presseerklärung.

Augstein, seit 1979 als Anwältin tätig, hat sich auf Rechtsprobleme von Transgender, Lesben und Schwulen spezialisiert. So spielte sie eine wichtige Rolle bei der Überarbeitung des Transsexuellengesetzes (TSG) von 1980: vier der fünf Vorschriften, die das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärte, wurden von ihr angefochten. Unter anderem setzte sie durch, dass die Mindestaltersgrenze von 25 Jahren für Menschen, die ihren Vornamen und ihre Geschlechtszugehörigkeit ändern wollen, aufgehoben wird.

Erfolgreiche Klagen gegen die Benachteiligung von Homo-Paaren

Für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule setzte Augstein sich schon 1984 ein, als sie in der Emma ein Fünf-Punkte-Programm entwarf - bis hin zur Klage beim Bundesverfassungsgericht. 1992 bestellte sie in der medienträchtigen "Aktion Standesamt" des LSVD das Aufgebot für das Hella von Sinnen und Cornelia Scheel, das damals natürlich abgelehnt wurde. Als 2001 das Lebenspartnerschaftgesetz für Lesben und Schwule beschlossen wurde, gehörten Augstein und ihre Lebensgefährtin, die Malerin und Fotografin Inea Gukema-Augstein, zu den ersten Paaren, die sich das Ja-Wort geben.

Ihr juristischer Kampf um eine echte Gleichstellung ist damit längst noch nicht beendet. Auf Augsteins Anträge hin erklärte das Verfassungsgericht inzwischen die Benachteiligung eingetragener Lebenspartnerschaften beim beamtenrechtlichen Familienzuschlag und beim Einkommensteuerrecht für verfassungswidrig.

Die Tochter des Verlegers und Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, wurde 1949 als Junge geboren und hatte mit 16 Jahren ihr Coming Out: „Ich fühle als lesbische Frau. Und ich will eine Frau sein.“ Im Alter von 28 Jahren erfolgte die geschlechtsangleichende Operation.

Augstein und ihre Frau, seit 1978 ein Paar, leben zusammen im bayerischen Tutzing.

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