Couragierte Lesbe: Preis für Richterin Baer
Die offen lesbische Verfassungsrichterin Susanne Baer erhält für ihr Engagement den Augspurg-Heymann-Preis
Verfassungsrichterin Susanne Baer bei der Preisverleihung in Bochum c: Elke Vahlel-mag.de 14.7. – Bereits zum fünften Mal ehrte die LAG Lesben in NRW das Wirken „couragierter Lesben“ mit dem Augspurg-Heymann-Preis. Durch die Feier führte die Historikerin Ann Marie Krewer, die ebenso wie Vorjahrespreisträgerin Inge von Bönninghausen an die Namensgeberinnen des Preises, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann erinnerte, die sich zu ihrer Zeit aktiv öffentlich für die Rechte von Frauen eingesetzt haben.
Die 49-jährige Susanne Baer erhielt den Preis für ihr juristisches und wissenschaftliches Engagement als Professorin, aber auch für ihre Arbeit als Verfassungsrichterin.
In ihrer Laudatio würdigte Renate Rampf, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverband Deutschland und Weggefährtin Baers, deren beruflichen Werdegang und ihr Engagement in der Frauen- und Gender-Politik sowie in der feministischen Rechtswissenschaft.
Baer ist seit 2002 Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Juristischen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität und ist seit 2009 Direktorin des Law and Society Instituts (LSI) der Humboldt-Universität. 2010 wurde sie auf Vorschlag von Bündnis 90/ Die Grünen zur Verfassungsrichterin im Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts ernannt – als erste offen lesbische Frau. Claudia Lindner
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