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Darauf freuen wir uns 2015!

Das Konfetti ist weggefegt, der Glitter ist abgeklopft - ab jetzt schauen wir nach vorne: Wir stellen euch fünf Kinofilme, fünf TV-Sendungen und fünf neue Alben vor, die für dieses Jahr angekündigt sind.

"Carol": Cate Blanchett und Rooney Mara als Liebespaar in den 50er Jahren in New York - Foto: The Weinstein Company

l-mag.de, 3.1.2015 - von Karin Schupp

Fünf Kinofilme, auf die wir uns freuen:

Freeheld: Ellen Pages in ihrer ersten  Lesbenrolle: sie spielt eine Automechanikerin, deren todkranke Lebensgefährtin, eine Polizistin (Julianne Moore), um eine Witwenrente für sie kämpft. Der gleichnamige Dokumentarfilm über diese wahre Geschichte bekam 2008 einen Oscar. Der Premiere-Termin steht noch nicht fest.

Into The Forest: In dieser Romanverfilmung versuchen zwei Schwestern am Rande einer Apokalypse allein in einem Wald zu überleben. Lesbisch/ bi ist der Film nur hinter der Kamera: Patricia Rozema (Wenn die Nacht beginnt) führt Regie, die Hauptrollen spielen Ellen Page (die auch Koproduzentin ist) und Evan Rachel Wood. Die Weltpremiere soll im Frühjahr 2015 sein.

Carol: Patricia Highsmiths Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Frauen ist der hochkarätigste Lesbenfilm aller Zeiten: die Hauptrollen spielen Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett und Rooney Mara (Oscar-nominiert für The Girl With The Dragon Tattoo), der schwule Regisseur Todd Haynes (Oscar-nominiert für Dem Himmel so fern) und die lesbische Produzentin Christine Vachon  (Boys Don't Cry, Dem Himmel so fern) stehen für Qualität und queere Glaubwürdigkeit. Carol wird 2015 auf Filmfestivals laufen, die deutsche Kino-Premiere ist nach jetziger Planung leider erst im Januar 2016 - das kann sich aber noch ändern.

Spectre: Am 6. Nov. 2015 startet der neue James Bond in den Kinos, und wenn die Gerüchte stimmen, gibt es darin eine lesbische Bösewichtin, möglicherweise gespielt von Monica Bellucci (Matrix) oder Léa Seydoux (Blau ist eine warme Farbe) - das sind jedenfalls neben Mrs. Moneypenny die einzigen Frauen im derzeit bekannten Cast.

Despite The Falling Snow: In ihrer Spionagestory zur Zeit des kalten Kriegs stellt die lesbische Autorin/ Regisseurin Shamim Sarif(Die verborgene Welt, I Can’t Think Straight) zum ersten Mal kein Frauenpaar in den Mittelpunkt, auf eine lesbische Nebenhandlung (mit Rebecca Ferguson und der deutschen Schauspielerin Antje Traue) müssen wir aber nicht verzichten! Einen Kinostarttermin gibt's noch nicht, dieser Trailer gibt aber schon mal einen ersten Einblick:

Fünf TV-Sendungen, auf die wir uns freuen:

Zwei lesbische Spielfilme stehen 2015 im Fernsehprogramm: in Vier kriegen ein Kind (ARD) spielen Friederike Kempter (Tatort Münster) und Christina Hecke (Der letzte Bulle) ein Paar, das ein Kind bekommt und sich wider Erwarten mit dem schwulen Samenspenderpaar arrangieren muss: die fordern nämlich aktive Vaterrechte ein. Und in Brief an mein Leben (ZDF), der Verfilmung des gleichnamigem Burnout-Buchs von Anne Wills Lebensgefährtin Miriam Meckel spielt Marie Bäumer die Hauptrolle,  und - wiederum - Christina Hecke ihre Freundin.

"Brief an mein Leben": Marie Bäumer als "Toni", Regisseur Urs Egger, Christina Hecke als "Maria", Produzentin Anna Oeller - Foto: ZDF/ Bavaria Filmproduktion/ Conny Klein

Hoffentlich holt RTL seine neue Frauenknastserie Block B - Unter Arrest (s. K-Word #49) mit Nina Hoger, Katrin Saß und Ex-Alles Was Zählt-Star Ulrike Röseberg bald aus der Schublade - fertig ist sie ja schon längst, und die Konkurrenz wartet nicht: Mitte des Jahres startet bei Netflix schon die 3. Staffel der US-Serie Orange is the New Black. Bleiben wir in den USA: Im März schauen alle auf die von Ellen DeGeneres produzierte Sitcom One Big Happy, in der Elisha Cuthbert (Happy Endings, 24) eine Lesbe spielt, die mit ihrem besten Hetero-Freund ein Kind kriegt.

 

Fünf Alben, auf die wir uns freuen:

Zu den in der Musikszene am meisten erwarteten Platten 2015 gehört „No Cities To Love“ von Sleater-Kinney, das erste Album der legendären Riot Grrrl-Band seit 2006 (erscheint am 16. Jan.). Das Trio in alter Besetzung gibt am 18. März in Berlin sein - vorerst - einziges Deutschland-Konzert. Im Februar erscheint  das erste Soloalbum von Kate Pierson, der lesbischen Sängerin der The B-52’s (K-Word #73). „Guitars and Microphones“ wurde übrigens von keiner Geringeren als Superstar Sia produziert. Im Laufe des Jahres soll auch das dritte Album von The xx erscheinen, das die britische Indie-Band in Texas, Reykjavik, London und Los Angeles aufgenommen hat. Und wie man hört, soll die Stimme der lesbischen Sängerin Romy Madley Croft darauf präsenter sein als je zuvor.

Neues gibt’s auch von Fergie: neun Jahre nach ihrem Solo-Debüt The Dutchess hat die bisexuelle Ex-Black Eyed Pea-Sängerin für 2015 ihr zweites Solowerk angekündigt. Die lesbische Musikerin Hemmingsoll der nächste heiße Scheiß aus dem Hause Linda Perry sein. Die Singer-Songwriterin aus Philadelphia, die eigentlich Candice Martello heißt, bekam in der Doku-Serie Make Or Break einen Plattenvertrag von der lesbischen Super-Produzentin, die schon die Karrieren von Pink, Christina Aguilera und Gwen Stefani pushte. Ihr erstes Album erscheint im Frühjahr.

Lest unseren zweiteiligen Jahresrückblick "So lesbisch war das Jahr 2014" hier und hier.

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