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Das wichtige Coming-out der Umweltministerin

Mit der SPD-Frau Barbara Hendricks sitzt die „schrille Minderheit“ jetzt neben den CSU-Männern am Kabinettstisch

Barbara Hendricks c: Pressefoto

l-mag.de 1.1. – „Für uns gibt es keine Zwei-Klassen-Gleichstellung. Schwule und Lesben müssen die gleichen Rechte haben wie alle anderen. Darum werden wir die Ehe öffnen – mit allen Rechten und Pflichten: zum Beispiel im Adoptions-, Steuer- und Erbschaftsrecht“ – so die neue SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks auf ihrer Homepage vor der Bundestagswahl. So weit - so vollmundig - so vergessen ... mag man denken, nachdem die SPD die Gleichstellung im Papierkorb der Großen Koalition versenkt hat.

Wie dem Motto „Auch das Private ist politisch“ der Frauenbewegung der 70-er Jahre folgend, erklärt sich die neue Bundesumweltministerin am Dienstag im Interview mit der Rheinischen Post fast beiläufig: Sie werde „mit ihrer Lebenspartnerin auch das Silvesterfest in der deutschen Hauptstadt verbringen“. Barbara Hendricks ist seit 1994 Abgeordnete im Deutschen Bundestag, ist Mitglied des SPD-Vorstands, war Staatssekretärin im Finanzministerium und bis zu ihrer Ernennung zur Bundesministerin Finanzchefin der SPD.

Ihr heutiges Coming-out ist ein, wie wir finden, gelungener persönlicher Beitrag zur politischen Glaubwürdigkeit. Das Private ist politisch – und eine offen lesbische Bundesministerin überlässt dem Dobrindt („schrille Minderheit“, CSU) nicht die alleinige Deutungshoheit am Kabinetts(stamm)tisch. Christian Mentz


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