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Der Hass-Bus gegen Vielfalt und Akzeptanz ist wieder da

Wie im Vorjahr schickt das homo- und transphobe Bündnis „Demo für alle“ wieder einen Bus durchs Land und will moderne Sexualaufklärung und Akzeptanzerziehung an Schulen als Horrorszenario anprangern. Gegenproteste sind angekündigt.

Demo für alle, CC-BY-SAMit "alle" sind nur heterosexuelle, erzkonservative Christen gemeint - 2017 demonstrierte die "Demo für alle", hier in Dresden, gegen die Ehe-Öffnung, "Gender und die Sexualisierung unserer Kinder"

Von Claudia Lindner

6.9.18 - Das homo- und transphobe Bündnis „Demo für alle“ (DfA) veranstaltet auch in diesem Herbst (8.-15. September), wieder eine Bus-Tour, um in acht deutschen Städten (siehe unten) gegen inklusive Sexualaufklärung und Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen zu hetzen.

Waren 2017 vor allem die Ehe für alle und Transpersonen Ziel der Hasskampagne (wir berichteten), so soll es diesmal gegen die angeblich „schamverletzende“ Sexualaufklärung in Schulen gehen.

"Schützt unsere Kinder!"

Laut DfA soll der „Bus der Meinungsfreiheit“ als „rollendes Plakat“ mit Propagandaparolen wie "Stoppt übergriffigen Sex-Unterricht! Schützt unsere Kinder!“ durch das Land fahren. So will das Hassbündnis das Thema gezielt zu den Landtagswahlen in Hessen und Bayern in den Fokus der Öffentlichkeit bringen. Die hessische Hauptstadt Wiesbaden steht daher am 13. September auf dem Tourplan, Zielort ist am 15. September München.

Das Petitions- und Aktivismusportal CitizenGo, Ableger der ultrakatholischen Organisation Hazte Oir, ist bei dieser Bus-Tour Partner von „Demo für alle“.

Im Frühjahr machte DfA bereits gemeinsam mit AfD und CDU gegen eine Handreichung zu sexueller Vielfalt für Erzieher in Kitas Stimmung. Es ist daher zu erwarten, dass die eigentlich wenig kontroverse Kita-Broschüre vor allem in Berlin, wo sie veröffentlicht wurde, im Mittelpunkt stehen wird.

Hetze gegen fortschrittliche Sexualpädagogik und Akzeptanz

Mit den üblichen Lügen wird dabei gegen fortschrittliche Sexualpädagogik und Akzeptanz gehetzt, wobei DfA die Konfrontation von Kindern mit dem Thema sexuelle Vielfalt als eine Art Horrorszenario darstellt. Das homo- und transphobe Bündnis hatte dieses Jahr sogar die Kampgagne „Liebesleben“ zu sexuell übertragbaren Krankheiten der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung als „jugendgefährdende Sex-Werbung“ angegriffen.

Wie schon im letzten Jahr wird „Demo für alle“ bei seiner Bus-Tour auch diesmal wieder mit viel Widerstand und Gegenprotesten empfangen werden.

In folgenden acht Städten hält der Bus, in sechs Orten haben lokale Initiativen bereits Gegenkundgebungen angekündigt:

Sa., 8.9. Regensburg, Gegenkundgebung: 12 Uhr, Domplatz

So., 9.9. Dresden, Gegenkundgebung: 14 Uhr, Postplatz

Mo., 10.9. Berlin - Das Bündnis "Enough is Enough" ruft dazu auf, "dem Hass-Bus keine Aufmerksamkeit durch Gegenproteste zu schenken"

Di., 11.9. Fulda

Mi., 12.9. Köln, Gegenkundgebung: 12 Uhr, Chargesheimer Platz (Ort könnte sich noch ändern)

Do., 13.9. Wiesbaden, Gegenkundgebung: 15 Uhr vor dem Café Lumen

Fr., 14.9. Stuttgart, Gegenkundgebung: 14:30 Uhr, Sprorerplatz

Sa., 15.9. München, Gegenkundgebung: 12 Uhr, Wittelsbacher Brunnen

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