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Die 10 beliebtesten lesbischen Partyhits, bei denen die Tanzfläche voll wird

Zwar ist noch nicht abzusehen, wann wir die nächste Lesbenparty und den nächsten CSD feiern dürfen, aber hier kommt schon mal die Playlist mit 10 Songs, denen wir in Liebe oder - nicht selten - in Hassliebe verbunden sind.

Etheridge/ InstagramMelissa Etheridge bei einem Auftritt 2016

Von Karin Schupp

2.5.2021 - Unsere Lieblingssongs und unsere liebsten Partysongs sind nicht zwingend dieselben. Im Gegenteil: Wenn die Stimmung gut und das ein oder andere Gläschen getrunken ist, stürmen wir auch zu Liedern auf die Tanzfläche, die wir zu Hause nicht hören würden, ja, die uns sogar ein bisschen peinlich wären, wenn jemand sie auf unserer Playlist entdecken würde.

Gerade auf Lesbenpartys laufen viele dieser Titel, die mitunter für Augenrollen sorgen – und dann zappeln und grölen doch alle mit und erweisen sich dabei als erstaunlich textsicher. Wir haben zehn dieser lesbischen Partyhits zusammengestellt, denen wir in Liebe oder eben auch Hassliebe verbunden sind.

 

1. BETTY: „Girls in Tight Dresses“ (2005)

Als Titelsong von The L Word (ab Staffel 2) quälte er so manches Ohr, emanzipierte sich aber nach dem Ende der Lesbenserie, woran sicherlich auch nostalgische Erinnerungen an Bette, Tina & Co. beteiligt waren. Zur festen Größe auf deutschen Lesbenpartys wurde er auch dank BETTYs (fast) jährlicher L-Beach-Aufritte, bei denen sie gar nicht mehr selbst singen mussten:

2. Lady Gaga: „Born This Way“ (2011)

„No matter gay, straight, or bi/ Lesbian, transgendered life/ I'm on the right track baby/ I was born to survive“: Der Superhit kriegt Extrapunkte für das Wort „lesbisch“ im Text – eine Premiere im Pop-Mainstream – und ist besonders bei Freundinnen des expressiven Ausdruckstanzes beliebt.

3. Melissa Etheridge: „Come to My Window“ (1993)

Sie gehört zum Lesbenklischee wie das Karohemd und der Kurzhaarschnitt: Kein Wunder, dass bei ihr so manche Junglesbe die Augen verdreht - aber wir Alten hatten damals ja nichts anderes! Der Song stammt vom erstem Album nach Melissas öffentlichen Coming Out, und die Zeilen „I don't care what they think./ I don't care what they say./ What do they know about this love, anyway?“ beziehen sich zwar nicht darauf, wie sie damals erklärte, sprechen aber bis heute vielen queeren Frauen aus der Seele.

4. T.a.T.u: „All The Things She said“ (2002)

Nein, wir sind nicht stolz drauf, aber irgendwie bringen uns die zwei russischen Fake-Lesben, die uns seinerzeit als Paar verkauft wurden, immer noch zum Tanzen.

5. Katy Perry: „I Kissed A Girl“ (2008)

Auch mit diesem Megahit über das „Experimentieren“ mit Mädels verbindet uns eine Hassliebe, zumal die damalige Newcomerin noch einen drauf setzte und zugab, in Wirklichkeit noch nie eine Frau geküsst zu haben. Dennoch wird der Song so manches Coming Out mit auf den Weg gebracht haben…

6. Hayley Kiyoko: „Girls Like Girls“ (2015)

Sie hat sich ihren Fan-Namen „Lesbian Jesus“ redlich verdient, ist sie doch als einer der ersten Popstars von Anfang an offen lesbisch gewesen und lässt auch in vielen ihrer Songs keine Fragen offen: Hier etwa spannt sie einem Kerl die Freundin aus. Neueinstieg in die Klassiker-Hitliste, der sich gleich problemlos mitsingen lässt.

7. Tegan and Sara: „Closer“ (2012)

Hier kann man sich gerne mit romantischen Absichten näherkommen, aber die lesbischen Zwillinge singen in ihrem Song auch über (queere) Freundschaften - und das passt doch besonders gut zu einer lesbischen Partynacht!

8. Gossip: „Heavy Cross“ (2009)

Kaum ist der erste Ton erklungen, wird’s eng auf der Tanzfläche. Direkt lesbisch ist der Megahit zwar nicht, aber die Band um Sängerin Beth Ditto ist queer, und das genügt in diesem Fall voll und ganz!

9. Indigo Girls: „Closer to Fine“ (1989)

Dieser Hit aus der goldenen Ära des lesbischen Folkrocks wurde durch The L Word auch dem Nachwuchs bekannt: Alice singt ihn auf der Fahrt zum Dinah Shore Festival (Staffel 1) in Endlosschleife. Und irgendwie krallt er sich bis heute in den Gehörgängen und den Playlists fest.

10. Gloria Gaynor: „I am What I Am“ (1983)

Die gerne laut und trotzig mitgegrölte LGBT-Hymne, die auf keiner Party und keinem CSD weltweit fehlt, hat anders als Gaynors anderer Party-Klassiker „I Will Survive“ tatsächlich einen queeren Hintergrund: Er stammt aus dem schwulen Broadway-Musical La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren).

 

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