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Die LGBT-freundlichsten Länder der Welt sind Schweden und Kanada

Der Gay Travel Index 2018 ist da. Im Ranking der sichersten Reiseländer für Lesben und Schwule schneidet Europa gut ab, auch Deutschland machte einen Sprung nach vorne. Vorsicht geboten ist in vielen beliebten Reisezielen wie Jamaika, Türkei oder Bahamas.

Pixabay/ CC0

Von Julius Brockmann

29.3.18 - Bevor es in den Flieger geht, lohnt sich ein Blick in den aktuellen Gay Travel Index, der jährlich vom Reiseportal Spartacus herausgegeben wird. Wo können Lesben unbeschwert Urlaub machen, und wo sollten sie sich vorsichtig verhalten?

Zunächst zu den Top-Platzierten: Kanada und Schweden teilen sich den ersten Rang. Das nordamerikanische Land liegt erstmals auf der Spitzenposition, Schweden war bereits im Jahr 2017 vorne.

Deutschland springt auf Platz 3

Erfreulich für Deutschland: Der Index sieht nach der Einführung der „Ehe für alle“ unser Land auf dem dritten Platz. Ein gewaltiger Sprung nach vorne im Vergleich zum letzten Jahr, wo wir auf Platz 22 lagen.

Deutschland teilt sich die Bronze-Medaille mit gleich elf Staaten, darunter viele europäische Urlaubsländer wie Spanien, Holland oder Norwegen, aber auch Neuseeland ist oben mit dabei.

Unsere Nachbarn Österreich und die Schweiz kommen im Ranking nur auf die Plätze 15 und 21 und schneiden damit ungefähr wie in 2017 ab.

Schlusslichter: Tschetschenien und Somalia

Düster für Lesben und Schwule sieht es in 72 Staaten dieser Welt aus: Hier gibt es explizite Anti-Homosexuellen-Gesetze; die Todesstrafe für homosexuelle Liebe besteht noch in 13 Ländern weltweit. Aus diesem Grund landen sie auch im Gay Travel Index weit hinten.

Tschetschenien ist in diesem Jahr Schlusslicht, aber auch in Somalia, Saudi Arabien und dem Iran ist das Leben für LGBT extrem hart.

Auch beliebte Ferienziele landen hinten

Für Reisende vermutlich eher relevant: Die Vereinigten Arabischen Emirate und Tunesien landen im Ranking auf den Plätzen 192 und 121. Und auch in beliebten Ferienzielen wie Jamaika (Platz 174), den Bahamas (Platz 121) oder der Türkei (Platz 111) ist Vorsicht geboten.

Zu den Verlierern des diesjährigen Rankings zählen auch die USA. Unter Präsident Trump rutschten die Amerikaner auf Rang 39 - fünf Plätze ging es im Vergleich zu 2017 bergab. Der Grund dafür ist der Versuch, die von Obama durchgesetzten Anti-Diskriminierungs-Gesetze teils rückgängig zu machen.

Der Gay Travel Index vergleicht Staaten anhand von 14 Kriterien und verteilt Plus- und Minuspunkte. Indikatoren sind zum Beispiel Anti-Diskriminierungs-Gesetze, die „Ehe für alle“, der religiöse Einfluss oder die Mordrate an LGBT.

Weiterlesen: Der Gay Travel Index 2018 (als PDF) und unser Artikel "Wo wir willkommen sind" über den Gay Travel Index 2017.

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