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Ein deutsches "L Word" wahr werden lassen

In deutschen Filmen und Serien gibt es viel zu wenige Lesben. Darüber kann man jammern – oder einfach mal selber machen! Wir stellen die Serie „Lezz-A-Faire“ und den Liebesfilm „Clara & Sophie“ vor und verraten, wie ihr diese Projekte unterstützen könnt.

Foto: Lezz-a-Faire

Von Karin Schupp

l-mag.de, 27.3.2016 - Wenn Frauen es selbst in die Hand nehmen, lesbische Stories zu verfilmen, verdienen sie unseren vollen Respekt – und unsere Euros, wenn keine großen Geldgeber hinter ihren Projekten stehen. Die queere Webserie Lezz-A-Faire aus Köln und der lesbische Liebesfilm Clara & Sophie aus Hamburg sammeln das nötige Budget per Crowdfunding – in der USA ein sehr üblicher Weg: So wären etwa die neuen Lesbenfilme Jenny’s Wedding mit Katherine Heigl (unsere Filmkritik) oder First Girl I Loved, der beim Sundance-Filmfestival 2016 den Publikumspreis gewann, ohne Crowdfunding nicht auf die Leinwand gekommen, und auch der deutsche Film Happy End?! (2014) finanzierte auf diesem Weg seine Postproduktion.

Werdet also selbst zu Produzentinnen, lest später euren Namen im Abspann und sahnt zudem ein Goodie (siehe unten) ab. Auch kleinere Beträge werden gerne genommen und wichtig: Euer Geld geht nicht verloren, denn bezahlen müsst ihr nur, wenn die Ziel-Summe ("Crowdfunding-Schwelle") erreicht ist!

 

Lezz-A-Faire

Worum geht's? Eine Webserie über Freundschaft, Liebe, Sex, Identität, Ausgrenzung, Parties, Abstürze, den Morgen danach… kurz: das Lebensgefühl queerer junger Menschen. Im Mittelpunkt steht eine überwiegend lesbische Clique, neben Homosexualität wird aber „auch Heterosexualität, Bisexualität und das Thema Transgender“ behandelt, wie Jessy Mibes (Regie, Drehbuch, Darstellerin) im Vorstellungsvideo erzählt. Geplant ist zunächst eine Staffel mit 11 Folgen.

Wer steckt dahinter? Ein junges Team aus Köln, das aus Profis (Kamera, Regie, Schauspiel) und engagierten Laien besteht.

Gibt’s auch schon was zu sehen? Ja – den offiziellen Teaser:

Wann geht's los? Geplant ist ein Drehbeginn im Sommer.

Crowdfunding-Schwelle: 20.000 Euro bis 14. April. Für das Erreichen des Idealziels - 60.000 Euro für die Pilotfolge - setzt man auch auf externe Sponsoren.

Wo kann ich mich beteiligen? Auf der Crowdfunding-Seite bei Startnext; dort stehen alle nötigen Informationen.

Belohnungen: Filmplakat, Statistenrolle, Premieren-Ticket, DVD, Party-Abend mit Cast & Crew und mehr.

Auf dem Laufenden bleiben:  Auf Facebook und auf der Webseite von Lezz-A-Faire.

 

Clara & Sophie

Worum geht‘s? Der Spielfilm basiert auf Sylvie Knelles' Roman Clara - Blues in rosé (1994): Die junge Altenpflegerin Dani betreut die alte, verwirrte Clara Bernstorff und findet für sie deren große Liebe Sophie wieder. Zusammen mit ihrem schwulen Freund Mike und ihrer neuen Bekanntschaft Anna – auch da bahnt sich natürlich was an! – kämpfen sie für das Glück des alten Paars und finden ihr eigenes.

Wer steckt dahinter? Sylvia Knelles, die auch das Drehbuch geschrieben hat. Ihr gehören der Hamburger Kleinverlag Mysterious Women und der Webshop Clara und Sophie.

Gibt’s auch schon was zu sehen? Zu sehen nicht, aber zu hören: Steffi List singt den Titelsong "Blues in rosé":

Wann geht’s los? Im kommenden Winter und Frühjahr soll gedreht werden.

Crowdfunding-Schwelle: 48.500 € bis Oktober 2016. Wenn dieses Mindestziel erreicht wird, werden ein Investor und zwei Mäzeninnen das fehlende Budget aufstocken, das nach aktueller Kalkulation 148.500 Euro beträgt.

Wo kann ich mich beteiligen? Auf der Crowdfunding-Seite von Clara & Sophie; dort stehen alle nötigen Informationen. Auch die Einnahmen des Webshops fließen in das Filmprojekt ein.

Belohnungen: Set-Besuch, private Lesung, Eintritt zum Filmball während der Dreharbeiten, Making-of-Buch, DVD u.a.

Auf dem Laufenden bleiben: Auf der Webseite von Clara & Sophie.

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