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Eisbärin stirbt nach Trennung von ihrer Partnerin „an gebrochenem Herzen“

Wer glaubt da nicht an lesbische Liebe im Tierreich: Die Eisbärinnen Szenja und Snowflake, 20 Jahre lang Gefährtinnen in “SeaWorld San Diego”, wurden getrennt – jetzt starb Szenja nach offenbar wochenlanger Trauer.

Screenshot/ YT Szenja und Snowflake in SeaWorld San Diego

Karin Schupp

l-mag.de, 25.4.2017 – “Eisbären müssen nie weinen”, heißt es in dem Neue Deutsche Welle-Klassiker von Grauzone – aber ob das so stimmt? Im SeaWorld-Park in San Diego starb letzte Woche unerwartet die Eisbärin Szenja – nur wenige Wochen, nachdem man ihr ihre Gefährtin Snowflake weggenommen hatte, mit der sie 20 Jahre lange unzertrennlich war.

Die Todesursache ist noch unbekannt, aber nachdem Snowflake Ende Februar zur Paarung mit einem männlichen Eisbären an den Zoo von Pittsburgh verlegt worden war, zeigte Szenja Symptome von Depression und Unruhe, verlor ihren Appetit und ihre Energie. “Sie starb an gebrochenem Herzen”, steht für die Tierrechte-Organisation PETA fest. “Szenja tat, was alle tun würden, wenn sie jede Hoffnung verloren haben: Sie gab auf”, schreibt der Verband in einem Statement.

Proteste im Vorfeld hatten keinen Erfolg

Schon im Vorfeld hatte PETA vergeblich gegen die Trennung des Eisbärinnen-Paars protestiert, eine Online-Petition sammelte über 50.000 Unterschriften dagegen. Szenja würde “traurig und allein” zurückbleiben, schrieb PETA-Präsidentin Ingrid Newkirk Anfang Februar an SeaWorld. “Snowflake und Szenja wurde schon alles genommen, was natürlich und wichtig für sie ist. Bitte erhöhen Sie ihr Leiden nicht noch mehr (…) und verfolgen diesen schlecht durchdachten Plan nicht weiter.”

SeaWorld nimmt an einem nationalen Züchtungs-Programm teil, das die vom Aussterben bedrohten Eisbären retten will – aktuell wird ihre Zahl auf 22.000-33.000 geschätzt. PETA hingegen tritt gegen die Züchtung von Tieren in Gefangenschaft ein.

Szenja wurde 1995 im Wuppertaler Zoo geboren und lebte seit 1997 in SeaWorld San Diego, wo sie und Snowflake Teil der “Wild Arctic”-Ausstellung waren.

Auch wenn sie schon gesetzteren Alters war - Eisbären können in Gefangenschaft 20 bis 30 Jahre alt werden – gilt Szenjas Tod als überraschend. Die Obduktion wird noch einige Wochen andauern.

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