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Das schwedische Möbelhaus Ikea publiziert im Kundenmagazin eine Reportage über zwei Lesben – nur in Russland nicht

Der Lack ist ab: Ikea steht in der Kritik, weil das Möbelhaus eine Lesben-Geschichte aus seinem russischen Kundenmagazin strich c: mailiac / pixelio.de

l-mag.de 21.11. – Ikea zensiert sich selbst: Das schwedische Möbelhaus hat in der Russland-Ausgabe seines Kundenmagazins „Family“ auf eine Reportage über zwei lesbische Frauen verzichten. In 25 anderen Ländern erschien die Geschichte. Die Begründung des Unternehmens: Das russische Gesetz verbiete diese Art der Berichterstattung.

„Wir wollen uns positiv auf Menschen und Gesellschaft auswirken“, heißt es werbewirksam auf der Unternehmens-Website. Und: „Ein verantwortungsvolles Unternehmen zu sein ist Teil der Wurzeln unseres Unternehmens.“ Zivilcourage und Engagement für Minderheiten scheint Ikea damit nicht zu meinen. Lieber beweist das Möbelhaus vorauseilenden Gehorsam. Eine Unternehmenssprecherin begründete die Entscheidung damit, dass die Reportage im Widerspruch zu den Anti-Homosexuellen-Gesetzen in Russland stehe. Die Rechtsabteilung habe keine Möglichkeit gesehen, den Text zu veröffentlichen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ikea mit einer derartigen Aktion die Kritik auf sich zieht: Im vergangenen Jahr hatte das Möbelhaus in der saudi-arabischen Ausgabe seines Katalogs alle Bilder von Frauen wegretuschiert.

„Ich bin enttäuscht, dass Ikea einfach eingeknickt ist“, sagte die Vorsitzende des schwedischen Verbands für LGBT-Rechte (RFSL), Ulrika Westerlund, der Zeitung „The Local“. Da niemand sicher weiß, was „Propaganda“ ist, hätte der Ikea-Artikel ein guter Testfall sein können. nam

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