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Fast alle Frauen sind bi oder lesbisch

Ein englisches Forscherteam fand heraus, dass drei von vier Frauen, die sich für heterosexuell halten, durch beide Geschlechter sexuell erregt werden. Für Lesben gilt das nicht: Sie finden vor allem das eigene Geschlecht heiß.

Von Karin Schupp

4.3.18 - In einem Experiment der University of Essex wurden die Augenbewegungen von Frauen aufgezeichnet, die sich Videos von attraktiven Männern und Frauen ansahen. Das Ergebnis: 82 Prozent aller Teilnehmerinnen wurden durch beide Geschlechter sexuell erregt, bei den Frauen, die sich als heterosexuell identifizierten, waren es stolze 74 Prozent.

Nur Lesben waren die Ausnahme: Sie reagierten deutlich stärker auf weibliche als auf männliche Stimuli. Damit reagierten sie laut Untersuchungsleiter Dr. Gerulf Rieger „maskuliner“ als Hetero-Frauen, denn Männer fühlen sich ebenfalls wesentlich stärker von nur einem Geschlecht angezogen.

Der Grad der Erregung wurde anhang der Pupillenerweiterung gemessen: Je größer die Pupille wird, desto heißer findet die Person das Gesehene.

Sind Lesben "maskuliner" - und was hat das mit der Erregung zu  tun?

Im zweiten Teil der Studie stellte Rieger die These auf, dass Lesben deshalb eher wie Männer reagieren, weil sie insgesamt "maskuliner" seien.

Die lesbischen Teilnehmerinnen - das bestätigte sich durch Beobachtung und Selbsteinschätzung - waren in ihrem nicht-sexuellen Verhalten und ihren Charakteristika tatsächlich im Durchschnitt "männlicher" als die Heteras (Gemeint sind vor allem Faktoren wie Körpersprache, Sprechmuster, Interessen u.ä., die gesellschaftlich als „typisch männlich/ weiblich“ gelten, Anm. d. Red.). Und die "maskulinsten" Lesben (im Vergleich zu Hetero-Frauen und „feminineren“ Lesben) zeigten auch das geringste sexuelle Interesse an Männern. Dennoch fanden die Forscher hier keinen messbaren Zusammenhang. Das heißt: Wie sehr eine Lesbe den klassischen Geschlechtsrollen-Stereotypen entspricht, hat nichts damit zu tun, inwieweit sie auch von Männern sexuell erregt wird – und umgekehrt.

An der Untersuchung nahmen 345 Frauen teil – das ist zwar nicht repräsentativ, für die Forschung aber eine durchaus ausreichend große Gruppe.

Die Studie (auf Englisch) steht hier.

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