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Fußball-Bundesliga: Heute wird die neue Saison angepfiffen

Jetzt geht's lo-hos: An diesem Wochenende startet die 29. Spielzeit der Frauen-Bundesliga. Wer spielt jetzt wo? Wer ist Titelverteidiger VfL Wolfsburg, dem lesbischsten Team der Liga, auf den Fersen? Und wo laufen die Spiele? Hier steht's!

Uta Zorn Titelverteidiger und Pokalsieger VfL Wolfsburg hat die meisten offen lesbischen Spielerinnen in seinen Reihen, darunter Nilla Fischer (l.) und Lara Dickenmann - ob da wohl ein Zusammenhang besteht?!?

Von Uta Zorn

15.9.18 - Heute um 13 Uhr eröffnen Duisburg und Essen die 29. Saison der Frauenbundesliga. Zwölf Teams spielen an 22 Spieltagen um die Meisterschaft und gegen den Abstieg, und trotz der Dauerfavoriten aus Wolfsburg und München verspricht die Liga Spannung. Anders als etwa in Frankreich ist sie ausgeglichen, und alle Teams können sich theoretisch gegenseitig schlagen. Doch die anderen nationalen Ligen holen auf. Englands „Women’s Super League“ ist da an erster Stelle zu nennen, wohin die ersten Top-Spielerinnen, etwa Tabea Kemme und Lia Wälti (beide Potsdam), wechselten.

Ob die Titelverteidigerinnen aus Wolfsburg und Vizemeister München die Meisterschaft unter sich ausmachen, hängt vor allem von Turbine Potsdam, dem SC Freiburg, dem 1. FFC Frankfurt und der SGS Essen ab. Das sind die Clubs, die vermutlich die ersten sechs Plätze belegen. Der SC Sand und Hoffenheim wollen den Abstand zu den Top-Vereinen weiter verringern. Duisburg und Bremen spielen mit den Aufsteigern aus Mönchengladbach und Köln gegen den Abstieg.

Doorsoun nach Wolfsburg, Magull nach München

Internationale Top-Zugänge hat die Bundesliga dieses Jahr nicht zu vermelden. Wolfsburg verstärkt sich mit Nationalspielerin Sara Doorsoun (SGS Essen) und Jungtalent Pia-Sophie Wolter aus Bremen.

Bayern München holte die Nationalspielerinnen Lina Magull und Laura Benkarth aus Freiburg und Kathrin Hendrich aus Frankfurt.

Turbine Potsdam hat Lena Petermann (Freiburg), Rieke Diekmann (Duisburg), Luca Maria (USV Jena) und die Dänin Karoline Smidt Nielsen von Fortuna Hjörring verpflichtet.

Bei Freiburg, Essen und Frankfurt müssen größere personelle Veränderungen ausgeglichen werden. Freiburg muss zehn Neuzugänge, darunter auch Lena Lotzen (kommt von Bayern München), Torfrau Merle Frohms (Wolfsburg) oder die Europameisterin Desiree van Lunteren (Ajax Amsterdam) integrieren und verliert acht Spielerinnen.

Essen verzeichnet neun Zugänge und setzt auf die Jugend wie Stina Johannens (Jena) und die erst 16-jährige Juniorennationalspielerin Lena Sophie Oberdorf. Frankfurt setzt nach den Abgängen von Ana-Maria Crnogorcevic, Sophie Schmidt und Kumi Yokoyama auf die Österreicherinnen Laura Feiersinger und Verena Aschauer (beide kommen vom SC Sand) und die Schweizer Jungnationalspielerin Géraldine Reuteler.

Die lesbischen Spielerinnen der Liga

Nilla Fischer führt auch in dieser Saison wieder die Riege der lesbischen Kickerinnen an. Sie trägt als Kapitänin des VfL Wolfsburg die Regenbogenbinde als sichtbares Zeichen und hat mittlerweile den gesamten Verein angesteckt: Alle Frauen- und Männerteams von Wolfsburg tragen in diese Saison den Regenbogen. Nillas Teamkollegin Lara Dickenmann hat sich gerade als lesbisch geoutet (siehe K-Word #267), und Pernille Harder geht schon länger sehr offen mit ihrer Beziehung zu Magdalena Eriksson (FC Chelsea) um. Und wie schon in der vergangenen Spielzeit werden die Ehefrauen Ella Masar McLeod und Erin McLeod in unterschiedlichen Trikotfarben aufeinander treffen: Ella spielt für Wolfsburg und Erin ist vom USV Jena zum SC Sand gewechselt.

Heiraten scheint hoch im Kurs bei den Fußballerinnen. Nachdem im vergangenen Jahr Isabel Kerschowski, die jetzt als Kapitänin in Leverkusen spielt, ihre Freundin Jeanny geheiratet hat, wird in Kürze Bayern-Stürmerin Lucie Voňková ihrer Freundin Claudia Van Den Heiligenberg das Ja-Wort geben. Claudia ist ehemalige niederländische Nationalspielerin, hat mit Lucie zusammen schon für Jena gekickt und läuft jetzt für die zweite Mannschaft von Bayern München auf.

Und wo gibt's die Spiele zu sehen?

In der Sportschau wird die Frauenbundesliga nach wie vor nicht zu sehen sein, doch immerhin hat die ARD ihr Teletextangebot um die Frauenwettbewerbe erweitert. Sport1 überträgt wieder ein Spiel pro Spieltag, welches auch im Stream bei DFB-TV zu sehen ist, und das Bezahlangebot Telekom Sport zeigt ein weiteres Spiel.

Der letzte Spieltag wird übrigens schon am 12. Mai 2019 ausgetragen, denn die Weltmeisterschaft in Frankreich beginnt bereits am 7. Juni.

Informationen zur WM, den Bundesligaspieltagen, Live-Übertragungen, zum DFB-Pokal, der Champions League und natürlich zum DFB-Team findet ihr auf Uta Zorns Website Cornerkick.

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