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Fußball-WM-Quali: Showdown in Island

Für die deutschen Fußball-Frauen geht es heute um sehr viel: Nur bei einem Sieg gegen Island ist die direkte WM-Qualifikation gesichert. Andernfalls droht die harte Play-Off-Runde um das letzte Ticket für die WM 2019.

Uta Zorn Alex Popp (l.) und Svenja Huth hatten im Hinspiel (im Oktober 2017 in Wiesbaden) Mühe gegen Islands Abwehrchefin Glódis Viggósdóttir

Von Uta Zorn

1.9.2018 - Heute kommt es für die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen zum Entscheidungsspiel um die Qualifikation für die WM 2019 in Frankreich. Erstmals ist die direkte Qualifikation in Gefahr, denn nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die Weltmeisterschaft!

Die ungeschlagenen Isländerinnen liegen seit dem 3:2 im Hinspiel im vergangenen Oktober gegen Deutschland in der Gruppe mit einem Punkt vorn. Es wäre eine Sensation, wenn sich Island zum ersten Mal überhaupt für eine Weltmeisterschaft qualifizieren könnte. Ein Unentschieden könnte für sie schon reichen.

Die WM und die Olympischen Spiele zu verpassen, wäre dramatisch

Das Nationalstadion Laugardalsvöllur in Reykjavik ist mit 15.000 Plätzen ausverkauft, ein Rekord für den Isländischen Frauenfußball. Dort erwartet das DFB-Team neben dem „Hu!“ der isländischen Fans nicht nur ungemütliches Wetter mit Wind und Regen sondern auch ein Team mit starker Mentalität.

Island, angeführt von Kaptitänin Sara Björk Gunnarsdottir (VfL Wolfsburg), steht sehr kompakt in der Defensive, ihre spielerischen Mittel sind Standards und lange Bälle. Im Hinspiel erzielten sie aus fünf Torchancen drei Tore. Zu verlieren haben die Isländerinnen nichts, der Druck liegt eindeutig auf dem DFB-Team.

Die Weltmeisterschaft zu verpassen und damit auch die nächsten Olympischen Spiele wäre dramatisch für den deutschen Frauenfußball. DFB-Präsident Reinhard Grindel und sein Vize Rainer Koch reisen zur Unterstützung an, wie es so schön heißt.

Trotz vieler Ausfälle: Bundestrainer ist siegessicher

Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch gibt sich auf der Pressekonferenz des DFB tiefenentspannt und ist überzeugt, dass sein Team das Spiel gewinnt: „Wir werden das Spiel von Anfang an in die Hand nehmen. Das, was die Isländerinnen können, können wir auch.“

Nicht zur Verfügung stehen heute Kapitänin Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon), die an einer Lungenembolie erkrankt ist, Babett Peter (VfL Wolfsburg), Hasret Kayikci (SC Freiburg), Kathrin Hendrich (Bayern München), Lena Petermann (Turbine Potsdam) und die Langzeitverletzten Simone Laudehr (Bayern München) und Tabea Kemme (Arsenal London). Dafür mischen Felicitas Rauch (Turbine Potsdam) und Carolin Simon (Olympique Lyon) wieder mit, und neu im Kader sind Maximiliane Rall (TSG Hoffenheim) und Nicole Rolser (Bayern München).

Bilder aus dem Trainingslager:

Bei den Playoffs kommt nur die beste Mannschaft weiter

Falls das DFB-Team sich heute den Isländerinnen geschlagen geben müsste, geht es in die Playoffs. Dort spielen die vier besten Gruppenzweiten im Oktober/ November den letzten europäischen Startplatz aus.

Das letzte Qualifikationsspiel am 4. September gegen die Färöer wäre dann, wie auch das mit 11:0 gewonnen Hinspiel, bedeutungslos. Denn die Spiele gegen den Gruppenletzten werden bei der Berechnung der besten vier Zweiten nicht berücksichtigt.

Und was machen die Nachbarinnen?

Neben den gesetzten Gastgeberinnen aus Frankreich haben sich bereits Spanien, Italien und England qualifiziert. Im letzten Gruppenspiel am kommenden Dienstag spielen Schweden und Dänemark sowie die Niederlande und Norwegen den Gruppensieg gegeneinander aus.

Österreich ist zwar Gruppenzweiter hinter Spanien, hat aber zu wenig Punkte für die Teilnahme an den Playoffs, Belgien hingegen wäre bei einem Sieg gegen Italien dabei.

Bleibt die Gruppe mit Schottland und der Schweiz. Die Schottinnen haben das Team der künftigen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Donnerstag mit 2:1 geschlagen, bleiben aber wegen der Auswärtstorregel punktgleich hinter den Schweizerinnen auf dem zweiten Platz.

Verliert die Schweiz allerdings ihr letztes Spiel gegen Polen, geht es auch für sie in die Playoffs. Dort könnte Voss-Tecklenburg dann theoretisch gegen ihr zukünftiges Team an der Seitenlinie stehen. Aber dazu wird es ja nicht kommen, wie Hrubesch im Kicker-Interview versprach: „Wir werden gewinnen, das ist klar!“

Das ZDF überträgt die Begegnung gegen Island heute um 16.55 Uhr, die Partie am 4. Sept. gegen Färöer läuft um 17.00 Uhr in der ARD.

Weitere Infos zum Frauenfußball und zur WM-Qualifikation findet ihr auf Uta Zorns Webseite Cornerkick.

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