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Fußball-WM: Rien ne va plus – Aus im Viertelfinale

Das deutsche Fußballnationalteam ist im WM-Viertelfinale gegen Schweden ausgeschieden. Die Schwedinnen stehen nach ihrem 2:1-Sieg im Halbfinale gegen die Niederlande. Im zweiten Halbfinale: USA und England. L-MAG-Fußballreporterin Uta Zorn ist vor Ort.

Uta Zorn Caroline Seger tröstet Alex Popp

Von Uta Zorn aus Rennes

30.6.2019 - Bei knapp 35 Grad vor 25.000 Zuschauern im Roazhon Park von Rennes wollten die Kickerinnen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (MVT) gegen Schweden ins Halbfinale der WM einziehen und sich damit auch den Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sichern.

Unter ihrem Motto „allez maximal“ starteten die deutschen Frauen gut und gingen in der 16. Minute durch einen sehenswerten Seitfallzieher von Lina Magull mit 1:0 in Führung.

Doch die Schwedinnen blieben cool, Sofia Jakobsson nutze einen Steilpass und glich kurze Zeit später aus. Von diesem Gegentreffer erholten sich die Deutschen nicht mehr und mussten zusehen, wie die immer stärker werdenden Schwedinnen das Spiel übernahmen. Einen Kopfball von Fridolina Rolfö konnte Almuth Schult noch abwehren, beim Abstauber von Stina Blackstenius hatte sie keine Chance.

In den letzten Minuten warfen die DFB-Frauen noch mal alles nach vorn, aber weder die Einwechslung von Dzsenifer Marozsan noch die taktischen Umstellungen von MVT fruchteten – es blieb beim 1:2 und damit dem „Aus“ bei der WM.

Uta Zorn Magdalena Eriksson kann das 1:0 durch Lina Magull nicht verhindern

Das DFB-Team noch jung - aber der Teamgeist stimmt

Deutschland spielte mit einem der jüngsten WM-Teams, da ist ein Ausscheiden gegen ein „altes“ und vor allem erfahrenes schwedisches Team kein Drama. Nicht vergessen werden sollte bei aller Kritik am wenig kreativen Spiel, dass die DFB-Frauen in den letzten 15 Monaten von drei Trainerinnen - Steffi Jones, Horst Hrubesch und MVT - angeleiten wurden und die WM-Vorbereitungszeit für MVT extrem kurz war.

Ärgerlich ist, dass das DFB-Team jetzt das extrem gestiegene Medieninteresse am Frauenfußball, was sich im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen fortsetzen wird, verpasst. Auf der anderen Seite hat MVT jetzt zwei Jahre Zeit, in Ruhe mit dem Team zu arbeiten und für die EM 2021 in England an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen, um Deutschland wieder an die Spitze zu bringen. Der Teamgeist stimmt, und die nächste Generation um Giulia Gwinn und Lena Oberdorf lässt hoffen.

Wie geht es bei der WM weiter?

Mit seinem ersten Sieg gegen Deutschland seit 1995 steht Schweden verdient im Halbfinale und spielt am Mittwoch gegen die amtierenden Europameisterinnen aus den Niederlanden, die sich mit einem 2:0 gegen Italien durchsetzten.

Auch wenn die französischen Gastgeberinnen schon ausgeschieden sind - wir haben ja die Holländerinnen, die für die nötige Stimmung im und um die Stadien sorgen.

Im zweiten Halbfinale (Di, 21 Uhr) treffen England und die USA aufeinander. Nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch wenn wir die regenbogenfarbene Brille aufsetzen: Uns würde ein Finale Schweden gegen USA und die Zweikämpfe zwischen Nilla Fischer und Megan Rapinoe erfreuen. Wie sagte Rapinoe nach dem Sieg gegen Frankreich “You can’t win a championship without gays on your team”. Go, lesbians!

Alles rund um Frauenfußball findet ihr auf Utas Webseite Cornerkick.

Weiterlesen:  Neuer Rekord: 46 lesbische Stars der Fußball-WM - Live aus Le Havre: Update zur Fußball-WM

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