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Heute ist der Tag der Lesbischen Sichtbarkeit!

Der 26. April ist in Spanien seit Jahren Anlass für kämpferische und kreative Aktionen, um Lesben dort sichtbar machen, wo sie sonst übersehen werden. Nun wird er erstmals auch in der Schweiz und in Deutschland begangen.

Tjook/ CC-BY-NC-ND

Von Paula Lochte

26.4.2018 – Alles Gute zum Tag der Lesbischen… Ihr habt keine Ahnung wovon wir reden? Kein Wunder! Der Aktionstag zur lesbischen Sichtbarkeit ist in deutschsprachigen Breitengraden noch weitgehend unbekannt. Dabei feiert er bereits sein zehntes Jubiläum. Im Jahr 2008 rief der spanische LGBT-Verband FELGTB den „Día de la Visibilidad Lésbica“ ins Leben, um Lesben im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Seitdem wird jährlich in vielen spanischen Städten gefeiert, informiert und protestiert.

Dieses Jahr wird der „Tag der lesbischen Sichtbarkeit“ erstmals auch in Deutschland begangen: In Berlin lädt das queer-feministische Projekt Various P zu einem Kiss-in am Brandenburger Tor ein. Das politische Küssen startet heute um 17:00 Uhr.

Lesben*Demo in Bern

Die Idee des lesbischen Aktionstages greifen auch Schweizer Lesben auf. Kommendes Wochenende soll zur Geburtsstunde des ersten Dyke Marches der Schweiz werden. Da der „Tag der lesbischen Sichtbarkeit“ dieses Jahr auf einen Werktag fällt, findet die „Lesben*Demo“ am Samstag (28. April) statt. Sie führt ab 15:00 Uhr vom Bärengraben zum Münsterplatz und damit mitten durch Bern. Ziel ist es, Lesben dort sichtbar zu machen, wo sie sonst übersehen werden: konkret in der Innenstadt, symbolisch in der Hauptstadt.

Veranstalterin ist der Verein „Tag der lesbischen Sichtbarkeit Schweiz“, dessen Demoaufruf prominente Unterstützung durch die Band BETTY, spätestens seit The L Word und L-Beach lesbische Ikonen, fand:

BETTY wird nicht in Bern dabei sein, aber am 15. Juni beim Zurich Pride auftreten.

Aktionen in ganz Spanien

Dort, wo die #VisibilidadLesbica ihren Anfang nahm, finden am 26. April in Klein- wie Großstädten, auf dem Festland und auf Inseln unterschiedlichste Aktionen statt. In Castelló de la Plana ist eine Kundgebung geplant, in Valencia werden Performances, Debatten und ein Dokumentarfilm (auf-)geführt, auf Lanzarote sollen lesbische Kurzfilme gezeigt werden, und Palma de Mallorca hat eine lesbische Kulturwoche ausgerufen.

Auch bei uns bald mehr Aktionen?

Ob Dyke Marches, Sit-ins, Kiss-ins, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Demonstrationen oder Kundgebungen – vielleicht können wir schon nächstes Jahr über eine ganze Reihe von Aktionen für lesbische Sichtbarkeit in deutschen Städten und Dörfern berichten. Denn, so heißt es im Manifest der Berner Lesben*Demo: Die Unsichtbarkeit von Lesben macht krank, arm und wertlos – die Sichtbarkeit von Lesben stärkt die Community, Frauenbewegung sowie jeden einzelnen und jede einzelne!

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