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Homophobie on Tour - Die Retter der Heterosexualität sind wieder unterwegs

Durch zehn deutsche Städte schickt das homo- und transphobe Bündnis „Demo für alle“ einen Bus, der im Wahlkampf Stimmung „gegen Gender und die Sexualisierung unserer Kinder“ und gegen die Ehe-Öffnung machen will. Protestaktionen sind bereits angekündigt.

Demo für alle/ Facebook Im "Demo für alle"-Bus kann man offenbar nicht aus dem Fenster schauen - kein Wunder, dass der Blickwinkel da verengt ist...

Von Claudia Lindner

05.09.17 - Die trans- und homophobe Bewegung „Demo für alle“ plant im Wahlkampf eine Bustour durch Deutschland. Dabei soll es Kundgebungen in zehn Städten geben. Der Auftakt ist am 6. September in München, die Abschlusskundgebung soll am 15. September in Berlin sein.

In München hat das Aktionsbündnis „Vielfalt statt Einfalt“ bereits eine Gegenkundgebung angemeldet, die um 15 Uhr am Max-Joseph-Platz beginnt. Auch in Stuttgart, wo der „Demo für alle“-Bus am 7. September hält, ist ebenso eine Protestveranstaltung angemeldet (15:00 Uhr, Schlossplatz) wie am 8. September in Karlsruhe, der dritten Station (12:00 Uhr, Schlossbezirk 3).

UPDATE, 7.9. - Die weiteren Termine sind: 9.9. Wiesbaden, 10.9. Köln, 11.9. Düsseldorf, 12.9. Hannover, 13.9. Kiel, 14.9. Dresden, 15.9. Berlin. Infos über Gegenkundgebungen: siehe Link unten.

"Bus der Meinungsfreiheit" verbreitet LGBT-Feindliches

Wie gewohnt, soll bei den „Demo für alle“-Kundgebungen gegen die Ehe für alle, Regenbogenfamilien, Vielfalt und moderne Sexualerziehung gehetzt werden, was in deren Sprache „für #EhebleibtEhe, für die Zweigeschlechtlichkeit, gegen Gender“ und „Sexualisierung“ heißt. Schon der Aufdruck auf dem orangefarbenen Bus, mit dem die „Demo für alle“ und einer „Gruppe junger Leute“ unterwegs sein will, ist mehr als deutlich. Hier wird die Ehe ausgrenzend als ausschließliche Verbindung von Mann und Frau und die Familie als Vater, Mutter und Kinder dargestellt. Die LGBT-feindliche Bewegung nennt ihn den „Bus der Meinungsfreiheit“.

Ähnliche orangefarbene Busse mit trans- und homophoben Botschaften waren schon in den USA und Spanien unterwegs. In mehreren spanischen Städten wurde er aus der Innenstadt verbannt.

Angst vor allem, was nicht heterosexuell ist

Die „Demo für alle“ agitierte schon zuvor in Städten wie Stuttgart, Hannover oder Wiesbaden gegen angebliche „Frühsexualisierung“ und eine angemessene Schulaufklärung zu Trans- und Homosexualität (wir berichteten mehrfach). Auf der Tour will man Kanzlerin Merkel die angeblich 220.000 Unterschriften einer Petition überreichen, in der erklärt wird, dass es „unsere Natur“ sei, dass Kinder in einem „Liebesakt eines Mannes mit einer Frau gezeugt“ werden. Die Ehe sei ein „Lebensbund zwischen Mann und Frau“ und „vorstaatlich“, und das könne „weder vom Zeitgeist noch von Parlamenten geändert werden“.

Die Petition wurde vor über zwei Jahren auf „CitizenGo“, einer rechten Plattform, gestartet, deren Logo sich ebenfalls auf dem „Demo für alle“-Bus befindet. In der Petition denunziert die rechte Bewegung weiter die angebliche „LGBTI-Lobby“ und erklärt ihre Ablehnung von Akzeptanz verschiedener Gender-Identitäten.

Infos zu den Protestaktionen in den jeweiligen Städten sammelt die gemeinsame Webseite der lokalen Aktionsbündnisse "Vielfalt statt Einfalt": www.buendnisvielfaltstatteinfalt.de

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