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#kickout-Kampagne im Fußball: „Niemand muss sich allein fühlen“

Das passt zum heutigen IDAHOBIT-Tag: Über 100 queere Fußballer*innen aus Amateur- und Profi-Ligen zeigen mit dem Hashtag #kickout ihr Gesicht, um Sichtbarkeit in ihrem Sport zu zeigen, gegen Diskriminierung zu kämpfen und ein Vorbild für andere zu sein.

Von Sabine Mahler

17.5.2021 - Am heutigen IDAHOBIT–Day (= Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie) haben wir eine positive Nachricht aus einer Sportart, die eher bekannt für ihr reserviertes Verhalten gegenüber Homosexualität ist: Fußball.

In der Kampagne #kickout zeigen Fußballerinnen und Fußballer, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* oder nichtbinär sind, ihr Gesicht. Wenn sich die Profis nicht trauen, dann sollen eben die Amateur*innen starten und ein Vorbild sein.

Die Initiatorinnen Sofie Goetze, Pia Mann und Alice Drouin starteten #kickout schon im Februar 2021 in Berlin, um Mut zu machen und aktive Fußballerinnen und Fußballer dabei zu unterstützen, Barrieren im Sport zu überwinden. Inzwischen sind es mehr als 100 Menschen aus In- und Ausland, die an dieser Aktion teilnehmen. Bekannte und bereits geoutete Namen sind Svenja Huth, Anna Blässe und Lara Dickenmann vom VfL Wolfsburg sowie die schwedische Nationaltorfrau Hedvig Lindahl.

Aufklärung, Akzeptanz und Sichtbarkeit

„Wir wollen mit unserer Kampagne zeigen, dass sich niemand allein fühlen muss, denn wir sind viele. Dabei geht es uns nicht darum, jemanden zu einem Coming Out zu drängen, sondern um Aufklärung, Akzeptanz und Sichtbarkeit“, so die Initiatorinnen über ihre Aktion. Als Medienpartner arbeiten sie mit dem Fußballmagazin kicker zusammen, der hier jeder einzelnen geouteten Person, ob Champions League, Bundesliga oder Kreisliga C, ein Gesicht gibt.

#kickout folgt einem zweiten Hashtag, der sich im Februar im Netz verbreitete: Mit #ihrkönntaufunszählen setzten über 800 heterosexuelle Fußball-Profis, darunter Almuth Schult (VfL Wolfsburg), ein Zeichen gegen Homophobie, ermunterten ihre schwulen Kollegen zum Coming Out und sicherten ihnen ihre Solidarität zu.

Mehr über die queere Initiative #kickout steht hier und auf ihrer Instagram-Seite.

 

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