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Kindern aus Regenbogenfamilien geht's auch als Erwachsene gut

Kinder mit lesbischen Müttern wachsen wie alle anderen auf und haben auch als Erwachsene keine Nachteile: Das bestätigen die Ergebnisse einer neuen Langzeitstudie aus den USA.

Universal Pictures "The Kids Are All Right" hieß es schon in dem Oscar-nominierten Film (2010) über ein Frauenpaar mit zwei inzwischen fast erwachsenen Kindern

Von Isabel Lerch

29.7.18 - Für viele gilt es als so selbstverständlich, dass sie es als überflüssig empfinden: Wissenschaftliche Arbeiten, die das Kindeswohl und die Erziehung in Regenbogenfamilien untersuchen. Dennoch gibt es zahlreiche dieser Untersuchungen – und jetzt kommt eine neue neue Langzeitstudie aus den USA erneut zu dem Schluss, dass es Kindern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, auch im Erwachsenenalter gut geht. Sie hätten folglich keine Nachteile gegenüber Menschen, die in anderen Familienformen erzogen worden sind.

Teil einer Langzeitstudie, die 1986 begann

Die aktuellen Ergebnisse entstammen einer größer angelegten Langzeitstudie unter der Leitung der Psychologin Nanette Gartrell (englischer Originaltitel: „National Longitudinal Lesbian Family Study“), die seit den Achtziger Jahren lesbische Frauen mit Kinderwunsch begleitet.

Für die nun in den USA durchgeführte Befragung wurden 154 Lesben bzw. 84 geplante Regenbogenfamilien in Boston, Washington DC und San Francisco angesprochen, die bereits zwischen 1986 und 1992 an eben jener Langzeitstudie beteiligt waren. Insgesamt 77 Kinder sind aus diesen lesbischen Familien hervorgegangen – jetzt wurden diese inzwischen jungen Erwachsenen online befragt. Sie sind heute um die 25 Jahre alt.

Dabei zeigte sich laut Studie, dass es „keine signifikanten Unterschiede“ zwischen den Kindern aus Regenbogenfamilien und einer Vergleichsgruppe von Kindern aus anderen Familienformen gebe: Sowohl bei zwischenmenschlichen Beziehungen mit Familie, Freunden, Partnerinnen oder Partnern als auch bei der beruflichen Leistung waren keine Differenzen festzuestellen. Auch bei psychologischen Problemen gab es keine Abweichungen.

Kleine Stichprobe, aber bestätigt durch 70 weitere Studien

Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist nach Meinung der Autoren allerdings beschränkt: Einerseits sei die Stichprobe klein und nicht zufällig entstanden, andererseits sei die Gruppe der untersuchten lesbischen Paare sehr homogen, da es sich meist um weiße Frauen aus Großstädten handelt. Zudem nahmen keine schwulen, sondern ausschließlich lesbische Regenbogenfamilien teil.

Dennoch: Die Studie bestätigt, was bereits über 70 weitere wissenschaftliche Untersuchungen zum gleichen Thema festgestellt haben. So kam schon im Frühjahr 2016 eine Studie aus Amsterdam (an der ebenfalls Nanette Gartrell beteiligt war) zu dem Ergebnis, dass es keine Unterschiede zwischen Kindern aus Regenbogenfamilien und Kindern aus klassischen heterosexuellen Familienmodellen gebe (wir berichteten).

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