L-Mag

Kino mit L (Teil 2) - Noch mal 6 Filme, auf die wir uns schon freuen

Lesbische Bodybuilderinnen, eine interkulturelle Lovestory, ein chaotischer Roadtrip durch Asien und Stars wie Kristen Stewart, Shailene Woodley, Cara Delevingne und Helen Mirren: Wir stellen sechs neue Filme vor, die (hoffentlich) bald zu uns kommen.

APL Films Maxine Denis (l.) und Holly Deveaux in „Polarized“

Von Karin Schupp

27.6.23 - Lest hier auch Teil 1 von Kino mit L: 6 neue Filme, auf die wir uns schon freuen

1. Polarized (Kanada 2023)

Liebe, Rassismus, Religion: Die kanadisch-britische Filmemacherin Shamim Sarif ist für ihre queeren, interkulturellen Liebesdramen bekannt (I Can’t Think Straight, Die verborgenen Welt), und darum geht’s auch hier: Lisa (Holly Deveaux), deren Familie ihre Farm verloren hat, muss auf einem anderen Bauernhof anheuern. Dort fliegt sie aber schnell wegen rassistischer Bemerkungen raus – und verliebt sich dann in ihre palästinensische Chefin Dalia (Maxine Denis). Aber so unterschiedlich ihre Eltern auch sind – die einen christlich-fundamentalistisch, die anderen muslimisch: In ihrer Homophobie sind sie sich gleich…

Wann? Weltpremiere war im März beim LGBTIQ Filmfestival in London. Einen deutschen Starttermin gibt’s noch nicht.

Elena Ternovaja, CC-BY-SA/ Instagram O'Brian Kristen Stewart (l.) und Katy O'Brian

2. Love Lies Bleeding (USA 2023)

Romantic Thriller: Eine aufstrebende Bodybuilderin (Katy O’Brian) zieht in ein Städtchen in Nevada, verliebt sich in die Tochter (Kristen Stewart) des Fitnessstudio-Besitzers und gerät in die Welt der Steroide – mehr ist vom Inhalt des in den 1980ern spielenden Films bisher nicht bekannt, aber vielleicht reicht’s auch zu wissen, dass hier Kristen Stewart in ihrer zweiten lesbischen Rolle nach Happiest Season zu sehen ist, O’Brian (Black Lightning, The Mandalorian) ist ebenfalls queer und hat einen Martial-Arts-Hintergrund.

Wann? Der Film ist abgedreht, aber es gibt noch keinen Premierentermin.

3. Clashing Differences (D 2023)

Diversity-Dramedy: Um an einer Internationalen Frauenkonferenz teilnehmen zu dürfen, muss die Gruppe „House of Womxn“ unbedingt diverser werden. Die durchweg weißen Vorstandsfrauen heuern daher die Lesbe Paula (Lisa Hrdina) an, die ihnen die perfekte Mischung an marginalisierten Frauen, gespielt von Minh-Khai Phan, Safak Sengül und Thelma Buabeng u.a., zusammenstellen soll. Doch die sind nicht so willig wie erhofft und beim gemeinsamen Wochenende in Brandenburg prallen die Einstellungen aufeinander. Und Liebesverwicklungen gibt’s auch. Der Spielfilm von Merle Grimme wird auch als Miniserie beim ZDF laufen.s

Wann? Deutschland-Premiere ist im Juni beim Filmfest München (Screenings 28.6-1.7.23), weitere Termine sind noch nicht bekannt.

Tobis Film/ Rolf Tietgens, Courtesy Keith Delellis Shailene Woodley (in „Der Mauretanier“) und Patricia Highsmith

4. The Murderous Miss Highsmith (USA)

Biopic: Patricia Highsmith (1992-1995) haderte zwar zeitlebens mit ihrer Homosexualität (und schrieb ihren einzigen Lesbenroman, „Carol“, nur unter Pseudonym), hatte aber dennoch ein sehr aktives Liebesleben, vor allem in ihren jungen Jahren in den 1940ern in New York. Der Film konzentriert sich auf diese Zeit, in der Highsmith durch zwei gescheiterte Beziehungen zu ihrem berühmten Roman „Der talentierte Mr. Ripley“ inspiriert wurde. Die Titelrolle spielt Shailene Woodley (Big Little Lies), als ihre Loverinnen sind die queere Schauspielerin Cara Delevingne (Carnival Row) und Noémie Merlant (Portrait Of A Lady On Fire) zu sehen.

Wann? Nicht vor 2024 - die Dreharbeiten haben noch nicht begonnen.

Harald Krichel/ Open Media Ltd., beide CC-BY-SA Helen Mirren (l.) und Patricia Highsmith (1988)

5. Switzerland 

Krimidrama: Ein weiterer - diesmal fiktionaler - Film über Patricia Highsmith ist ein paar Jahrzehnte später angesiedelt. Die Autorin lebt inzwischen zurückgezogen in der Schweiz, als ein junger Literaturagent anreist, um sie davon zu überzeugen, einen neuen Roman ihrer „Tom Ripley“-Reihe zu schreiben. Highsmith versucht ihn zu vergraulen, und von diesem Moment an werden die Dinge gefährlich und unheimlich – quasi wie ein „Ripley“-Krimi. Die Hauptrolle spielt keine Geringere als Oscar-Gewinnerin Helen Mirren, Regie führt der Niederländer Anton Corbijn.

Wann? Nicht vor 2024 – die Dreharbeiten haben noch nicht begonnen.

6. Joy Ride – The Trip (USA)

Freundinnen-Komödie: Als Audreys (Ashley Park, Emily in Paris) Geschäftsreise nach Asien aus dem Ruder läuft, holt sie sich Unterstützung bei ihrer Sandkastenfreundin Lolo (Sherry Cola, Good Trouble), ihrer Ex-Kommilitonin Kat (Stephanie Hsu, Everything Everywhere All At Once), die inzwischen ein Soapstar in China ist, und Lolos exzentrischer Cousine Deadeye (Sabrina Wu) – und dann wird’s so richtig chaotisch... Wie queer die Screwball-Komödie von Adele Lim ist, ist zwar noch unklar, aber bei drei queeren Hauptdarstellerinnen - Hsu, Cola und Wu – werden wir wohl nicht vergebens hoffen müssen.

Wann? Kinostart: 31. Aug. 2023

 

Die aktuelle Ausgabe der L-MAG jetzt  an jedem Bahnhofskiosk, im Abo, als e-Paper und bei Readly erhältlich.

Aktuelles Heft

Metamorphosen - queeres Leben und Sterben

Genderneutrale Erziehung - Elizabeth Kerekere, Aktivistin aus Neuseeland - Internationales FrauenFilmFestival - LGBTIQ* Community in Armenien mehr zum Inhalt




Deine online-Spende

 

Ganz einfach, und doch so wirkungsvoll:

Unterstütze uns, damit l-mag.de weiter aktuell bleibt!

Vielen Dank!
Dein L-MAG Online-Team

 

 


L-MAG.de finde ich gut!

Deine online-Spende

 

Ganz einfach, und doch so wirkungsvoll:

Unterstütze uns, damit l-mag.de weiter aktuell bleibt!

Vielen Dank!
Dein L-MAG Online-Team

 

 


L-MAG.de finde ich gut!
x