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Kuba: Die Ehe-Öffnung steht bevor

Die Ehe für lesbische und schwule Paare soll in der kubanischen Verfassung festgeschrieben werden: Das kündigte Fidel Castros Nichte, die LGBT-Aktivistin Mariela Castro, an.

Von Sabine Mahler

10.5.2018 - Havana, ooh na-na. Schon seit einigen Jahren öffnet sich der karibische Inselstaat der westlichen Welt. Nun steht wohl ein weiterer Durchbruch kurz bevor: Während der Eröffnung der Tage gegen Homophobie und Transphobie in Kuba gab Mariela Castro bekannt, dass in der geplanten Reform der kubanischen Verfassung auch die Ehe-Öffnung verankert werden soll.

Bisher ist in Kuba nur die Eheschließung zwischen Mann und Frau erlaubt, obwohl dort – von Mariela Castro inszeniert – schon seit Jahren immer wieder symbolische gleichgeschlechtliche Trauungen durchgeführt werden.

Castro (56) ist die Nichte von Fidel Castro und Tochter des kürzlich zurückgetretenen Präsidenten Raul Castro. Die Parlaments-Abgeordnete und Leiterin des kubanischen Zentrums für Sexualerziehung hat folglich beste Beziehungen zur Führungsspitze Kubas und sieht den aktuellen Präsidenten Miguel Díaz-Canel als Verbündeten. Sie gibt selbst an, schon Fidel Castro für das Thema Gleichstellung Homosexueller sensibilisiert zu haben.

Cenesex/ FB Alexandra Hedison, Jodie Foster und ihre Söhne Kit (3.v.l.) und Charlie (2.v.r.) zu Besuch bei Mariela Castro (4.v.l.), ihrem Mann und ihren Kindern

Castro engagiert sich seit langer Zeit für die Rechte von Lesben, Schwulen und der gesamten LGBT-Community auf Kuba. Erst im letzten Jahr erhielt die Aktivistin sogar hohen Besuch aus Hollywood: Jodie Foster und ihre Frau Alexandra Hedison informierten sich bei ihr über ihre Arbeit (wir berichteten in K-Word).

Tatsächlich setzt sich die kubanische Regierung schon jetzt gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben ein. Dies bedeutet einen starken Wandel, denn nach der kommunistischen Revolution 1959 wurden Homosexuelle diskriminiert, verfolgt und in Arbeitslagern interniert. Die Öffnung der Ehe wäre ein weiterer wichtiger Schritt, um der Diskriminierung von LGBT in Kuba (hoffentlich) ein endgültiges Ende zu setzen.

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