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LGBT+ Diversity in der Wirtschaft: Welche DAX-Unternehmen erfüllen ihre Vorbildfunktion?

Der „DAX 30 LGBT+ Diversity Index“ prüft, wie stark sich die deutschen DAX-Unternehmen für eine diverse Firmenkultur einsetzen. Dem unangefochtenen Sieger SAP stehen Unternehmen gegenüber, die ihrer Leitfunktion alles andere als gerecht werden.

Von Sabine Mahler

16.11.2020 - Warum ist es wichtig zu wissen, wie die 30 deutschen DAX-Unternehmen zum Thema LGBT+ stehen? Weil sie als Leitunternehmen der deutschen Wirtschaft ein Vorbildfunktion haben. Deshalb wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal der DAX 30 LGBT+ Diversity Index veröffentlicht. Das Ranking zeigt auf, wie stark sich die DAX-Unternehmen für eine diverse Unternehmenskultur einsetzen.

Das Ranking wird vom LGBT+ Sozialunternehmen Uhlala initiiert. Der Index basiert auf einem Audit, das seit letztem Jahr, auf Basis des Feedbacks der Teilnehmenden und dem schon bestehenden LGBT+ Diversity Audit, noch erweitert wurde. In diesem Audit wird ermittelt, wie stark sich die DAX-Firmen im Diversity Management engagieren. Die Fragen beziehen sich auf sämtliche Anti-Diskriminierungsthemen - vom Angebot von Schulungen zur Sensibilisierung rund um das Thema bis hin zu Unisextoiletten.

Nur fünf Unternehmen mit Top-Werten

Wie im letzten Jahr erhielt SAP das höchste Ranking der Umfrage. Das Softwareunternehmen erreichte 96,1 Prozent der möglichen Punkte und zeigte damit, wie stark es sich für Diversität einsetzt und LGBT+ Mitarbeiter wertschätzt.

Den zweiten Platz belegt mit 77,6 Prozent die Deutsche Bank. Ihr Beispiel zeigt, dass Diversity Management Anklang in der Wirtschaftswelt findet, denn die Bank belegte im letzten Jahr noch den achten Platz und hat sich damit deutlich gesteigert.

Stuart Bruce Cameron, Initiator des Index und CEO der UHLALA Group: „Dass über die Hälfte der Unternehmen 50 Prozent der Punkte erreicht hat, zeigt, dass LGBT+ Diversity mittlerweile auf der Agenda der Arbeitgeber angekommen ist. Dass aber wiederum nur fünf Unternehmen über 70 Prozent erreicht haben, zeigt auch, dass wir noch einen sehr langen Weg vor uns haben.” Zu diesen fünf Unternehmen zählen neben SAP und der Deutschen Bank der Siemens-Konzern (75 Prozent), BMW (71,7 Prozent) und Beiersdorf (70,4 Prozent).

An der Befragung beteiligten sich 25 der 30 angefragten Unternehmen. Die Wertung der nicht teilnehmenden Firmen Deutsche Telekom, Munich Re, Linde, Deutsche Wohnen und E.ON (welche zusammen mit Vonovia mit Werten von 19,7 bis 2,6 Prozent auch die letzten Plätze belegen) erfolgte aufgrund von öffentlich zugänglichen Informationen.

Die detaillierte Auswertung findet ihr auf der Webseite von Uhlala.

 

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