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Queers mit einem Klick weltweit vernetzen

Die Idee entstand im Urlaub auf der Suche nach der lokalen Szene: queeraz.com, eine neue Internetplattform und App, möchte LGBTIs weltweit miteinander verknüpfen. Wir haben mit Gründerin Ineke Hodge gesprochen.

Queeraz Ineke Hodge (2.v.l.) mit ihrem Team in Amsterdam

Von Paula Balov

l-mag.de, 12.7.2016 - Als sich Ineke Hodge in ihrem Urlaub in Thailand fragte, wie sie bloß die lokale LGBTI-Community ausfindig machen solle, stellte sie fest: „Wir brauchen etwas wie Grindr, aber nicht für Sex, sondern um die queere Welt zu vernetzen!“ Das war die Geburtsstunde von queeraz.com, dem sozialen Netzwerk mit dem Motto „One name we all know, one space we all go“, das durch Crowdfunding finanziert wurde. In Kürze startet es und wird dann auch als App verfügbar sein.

Queeraz.com möchte es mit ein paar Klicks ermöglichen, weltweit queere Veranstaltungen, Initiativen, Institutionen und Locations zu finden, über räumliche Grenzen hinweg Projekte zu planen oder KünstlerInnen zu unterstützen.

Funktionieren soll das durch Features wie „City Jump“: Was bewegt die Leute in Sarajevo? Welches Thema wird in Hongkong diskutiert? Welche Artikel sind in Buenos Aires beliebt? Der „Locationslider“ hilft bei der Suche nach der passenden queeren Szene und das Feature „Talentedaz“ bietet queeren KünstlerInnen eine Plattform.

Bislang hat das 22-köpfige queeraz-Team Standbeine in Deutschland, in den Niederlanden, in Irland, Australien und Thailand und plant allmählich zu wachsen.

Ein zentrales Netzwerk für Queers, das lokale Communitys global miteinander verknüpft, kann für LGBTI-Aktivismus neue Möglichkeiten bedeuten: Es erleichtert den Zugang zu ortsspezifischen Diskursen, wodurch es einfacher wird, über den eurozentrischen Tellerrand zu schauen. Neue Schulterschlüsse können entstehen und regionale Anliegen bekommen eine internationale Stimme. In vielen Ländern ist allerdings allein das Verbreiten queerer Inhalte strafbar. „Um UserInnen zu schützen, tracken wir nie den ganzen Standort, sondern nur die Stadt“, erklärt Ineke Hodge, „und ein User-Profil darf komplett anonym bleiben.“

Webseite: queeraz.com

Und was gibt's Neues bei Socialez? Das lesbische soziale Netzwerk, das im März an den Start ging (wir berichteten), gibt's nicht mehr. Das kam plötzlich: Erst am 1. Juli ging die überarbeitete Seite als "socialez 2.0"  online, es gab eine App und eine Premium-Mitgliedschaft für 2,99 Euro/ Monat. Am 9. Juli wurde das Portal ohne weitere Erklärung geschlossen, bereits gezahlte Mitgliedsbeiträge werden in voller Höhe erstattet. Lest dazu unser aktuelles Interview mit socialez-Gründerin Jasmin Becker.


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