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Licht und Schatten auf dem Weg nach Berlin

Das Champions League Finale in Berlin bestreiten am 14. Mai die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt und der französische Vizemeister Paris Saint-Germain. Den Titelverteidigerinnen aus Wolfsburg fehlte ein Tor zum erneuten Finaleinzug.

Caroline Seger (Paris St. Germain, l.) und Martina Müller (VfL Wolfsburg) im Hinspiel am 18. April - Foto: Uta Zorn

Von Uta Zorn

l-mag.de, 27.4.2015 – Glanzvoll: Der 1. FFC Frankfurt hat gegen den dänischen Meister Bröndby IF mit einer überragenden Vorstellung das Finale erreicht. Im Hinspiel vor gut einer Woche überragte Celia Sasic, die allein vier Treffer zum 7:0 beisteuerte. Das Toreschießen im Rückspiel teilte sich Sasic mit Verónica Boquete, beide trafen dreimal zum 6:0 Endstand. Rekord für Frankfurt: Noch nie ist ein Team mit insgesamt 13 Toren Differenz in das Finale eingezogen. Für die Frankfurterinnen ist es die sechste Finalteilnahme, den letzten internationalen Titel gewannen sie 2008.

Im Schatten: Spannung versprach die Begegnung zwischen Wolfsburg und Paris. Im Hinspiel ließen die Wölfinnen den nötigen Biss vermissen und verloren mit 2:0. Im Rückspiel am Sonntag trieb Kapitänin Nilla Fischer ihr Team zur Aufholjagd an. Die zweite Halbzeit war nichts für schwache Nerven. Es gab sechs Minuten Nachspielzeit, doch der entscheidende Treffer wollte einfach nicht fallen. So gewann der VfL Wolfsburg zwar mit 2:1, musste sich aber dennoch von der zweiten Titelverteidigung in Folge und auch vom Triple in dieser Saison verabschieden.

Lichtgestalt: Die Freude bei den Frauen von Paris Saint-Germain war riesengroß, sie erreichten zum ersten Mal in der Clubgeschichte das Champions League Finale. Caroline Seger, unverzichtbarer Dreh- und Angelpunkt im Pariser Mittelfeld, weinte allerdings nicht vor Freunde: Sie wird im Finale gelbgesperrt fehlen.

Im Dunkeln lagen mal wieder die TV-Sendezeiten für Frauenfußball: die Öffentlich-Rechtlichen übertrugen die Spiele nicht, Eurosport zeigte Snooker. Das dänische Fernsehen versprach zwar, die Partie ohne Geo-Lock live zu streamen, vergaß aber, diesen tatsächlich aufzuheben. Der Livestream vom Pariser Sponsor hatte etliche Hänger, war aber immerhin verfügbar.

Das Finale: Können die Pariserinnen mit den deutschen Nationalspielerinnen Annike Krahn, Lira Alushi und Josephine Henning das Frankfurter Sturmduo Sasic-Boquete stoppen? Wer sich nicht auf eventuelle TV-Übertragungen verlassen will: Es gibt noch Tickets für das Finale am 14. Mai im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Berlin (18 Uhr).

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