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Liebe, Homophobie und die Magie der Anden

In ihrem Film „Supay“ erzählt die deutsche Regisseurin und Schauspielerin Sonia Ortiz die Geschichte einer lesbischen Liebe im zutiefst homophoben Peru. Um ihn fertigstellen zu können, setzt sie auf Crowdfunding.

HD Peru/ Sonia Ortiz Paz (Carolina Niño de Guzman) und Valya (Sonia Ortiz) in "Supay" - der Film ist bereits gedreht, es fehlen nur noch die letzten Meter in der Postproduktion

Von Claudia Lindner

l-mag.de, 4.12.2016 - Supay ist die Geschichte einer scheinbar aussichtlosen, aber kompromisslosen lesbischen Liebe im immer noch zutiefst homophoben Peru und gleichzeitig einer der seltenen Filme mit LGBT-Thematik aus dem südamerikanischen Land. Seine Fertigstellung soll jetzt durch Crowdfunding realisiert werden.

Die beeindruckende Landschaft der Anden und die traditionsreiche Stadt Cusco liefern den kontrastreichen Rahmen für den Film um den Kampf zweier „ungehorsamer“ Frauen, deren Liebe bewegt und aufrüttelt.

Nur die Magie der Anden kann ihrer Liebe helfen

Valya, gespielt von Sonia Oritz (die auch Regie führt und das Drehbuch schrieb), wurde gerade nach einer Gefängnissstrafe entlassen, zu der sie unschuldig verurteilt wurde. Sie macht sich auf die Suche nach ihrer Liebsten Paz (Carolina Niño de Guzman), die inzwischen ihrer erzkonservativen Familie zuliebe eine Scheinehe eingegangen ist. Es scheint keinen Ausweg für ihre Liebe zu geben, nur die Magie der Anden kann den beiden Frauen jetzt noch helfen. Die Titelfigur „Supay“ ist ein Charakter aus der Andenmythologie, deren Traditionen und Symbole im Film eine zentrale Rolle spielen.

Eine Stimme für LGBT in einem der homophobsten Länder der Welt

Die Erfahrungen der peruanischen Frauenrechtsbewegung dienten als Inspiration für die Geschichte. In Peru sind LGBT oft brutalen Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt, die meist nicht strafrechtlich verfolgt werden. „Korrektive“ Vergewaltigungen an lesbischen Frauen kommen häufig vor, gleichzeitig gibt es keinen legalen und sicheren Zugang zu Abtreibungen für Vergewaltigungsopfer. Im Juli 2016 gab es erst die zweite Gay Pride-Parade jemals in Cusco.

Für die Berliner Regisseurin Sonia Ortiz ist die deutsch-peruanische Koproduktion die Chance, der LGBT-Community in einem der homophobsten Länder der Welt eine Stimme zu geben. Für die Postproduktion haben die Filmemacher jetzt ein Crowdfunding-Projekt gestartet: Bis zum 15. Dez. sollen 3000 Euro zusammenkommen. Sollte dieses erfolgreich sein, wird der Kurzfilm (23 min.) später auf eine Tour zu Filmfestivals in aller Welt gehen.

So könnt ihr Sonia Ortiz' Projekt unterstützen:

Entscheidet euch für einen Betrag, mit dem ihr euch beteiligen möchtet (ab 10 Euro). Das Geld wird nur fällig, wenn das Ziel von 3000 Euro auch erreicht wird. Je nach Höhe der Unterstützung erhaltet ihr dafür eine kleine oder größere Belohnung.

Das Crowdfunding endet am 15. Dezember.

Mehr Informationen gibt es auf der Kickstarter-Seite von Supay und auf Facebook.

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